Die Ölarbeiter von Baku
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Der Ölarbeiter Namik Alijew vor seinem Haus in einem Vorort von Baku. Schon der Vater und Großvater des 32-Jährigen arbeiteten in der Ölproduktion. | © David Mdzinarishvili/Reuters
Ohne seine Ölvorräte wäre Aserbaidschan ein anderes Land. Seit dem 19. Jahrhundert wird um die Hauptstadt Baku Erdöl gefördert. Bis heute steuern die Erlöse aus dem Ölexport – auch nach Europa – mehr als die Hälfte zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei. Doch statt der weiteren Wirtschaftsentwicklung zu dienen, fließt viel Geld in Prunkbauten und die Armee des autokratischen Präsidenten Ilham Alijew. Zugleich hält der Boom der Ölindustrie andere Branchen klein. Aserbaidschaner, die nicht im Ölgeschäft arbeiten, haben wenig vom Reichtum ihres Landes.
- Datum 18.02.2013 - 11:57 Uhr
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Sehr geehrte Redaktion,
lesenswert finde ich jene Beiträge, die an das Thema differenziert, informiert und objektiv herangehen. Dies ist hier leider nicht der Fall. Ich frage mich, aus welchen primären Quellen Herr Mdzinarishvili diese Informationen bezieht…
Laut Germany Trade&Invest betrug der geschätzte Anteil des Nicht-Öl-Bereichs am BIP Aserbaidschans bereits im Jahr 2012 54 bis 55%, und in den kommenden drei Jahren wird das Anwachsen auf 68.6% erwartet. Jährliches Wachstum des BIP außerhalb der Erdölbranche betrug in den letzten zwei Jahren jeweils zwischen 9 und 10%, während die Förderung von Erdöl- und Erdgas, bedingt durch die Nachrüstungen von Ölförderplattformen, gleichzeitig sogar zurückgegangen ist. (Quelle: Strohbach, J.U.: „Nicht-Öl-Sektor dürfte um 12% auf 49 Mrd USD zulegen“, in: „Nachrichten für Außenhandel“, 08.02.2013, Nr. 28, S. 4.)
So viel dazu, dass „die Erlöse aus dem Ölexport… mehr als die Hälfte zum Bruttoinlandsprodukt des Landes bei“steuern. Wie man sieht, dienen die Einkünfte aus dem Erdölgeschäft doch „der weiteren Wirtschaftsentwicklung“ des Landes und Diversifizierung seiner Wirtschaft. Ich hoffe, dass Herr Mdzinarishvili sich zukünftig auf die aktuellen und richtigen Angaben beziehen wird.
Beste Grüße
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