Ifo-IndexDeutsche Unternehmen setzen auf besseres Exportgeschäft

Die Stimmung der deutschen Wirtschaft hat den besten Wert seit zehn Monaten erreicht. Besonders Bauunternehmen erwarten das nächste halbe Jahr zuversichtlich.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar den vierten Monat in Folge verbessert. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg überraschend stark von 104,3 auf 107,4 Punkte, wie das ifo-Institut in München mitteilte. Das ist der beste Wert seit zehn Monaten. "Die deutsche Wirtschaft nimmt Fahrt auf", sagte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Die befragten Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr besser. "Mit Blick auf den künftigen Geschäftsverlauf breitet sich der Optimismus weiter aus", sagte Sinn. "Auch die Exporterwartungen sind weiter gestiegen und liegen nun über ihrem langfristigen Durchschnitt."

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Das Konjunkturbarometer ist seit November kontinuierlich gestiegen. Die Bauunternehmen, bei denen es schon bisher sehr gut lief, zeigten sich noch einmal deutlich optimistischer für die nächsten Monate – der Teilindex kletterte auf den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung. Auch die Großhändler zeigten sich zufriedener. Im Einzelhandel blieb das Geschäftsklima unverändert.

Für den ifo-Geschäftsklimaindex befragen die Konjunkturforscher jeden Monat rund 7.000 Unternehmen.

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Leserkommentare
  1. Binnen Konjunktur zu stärken. Die schafft man allerdings nicht mit Lohndumping, Leih- und Zeitarbeit und der Besteuerung der Rentner. Ein adäquater Lohn Zuwachs und eine vernünftige Renten Anpassung sowie ein Stopp des ausufernden Gebühren und Abgaben Wahns durch Bund, Länder und Gemeinden könnte ein Übriges tun.

    All diese, vernünftige Maßnahmen sind mit der Merkel Regierung nicht Vorstellbar. Die CDU schiebt zur Zeit alle unangenehmen Maßnahmen auf die Blockadehaltung der FDP;. Dies ist dem Wahlkampf geschuldet und erinnert an Münchhausen.

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  2. Dann können wir ja die Schranken für Leih- und Zeitarbeit stark heraufsetzen, wenn es unserer Wirtschaft so gut geht.
    Oder geht es der Wirtschaft nur so gut, weil wir inzwischen in Deutschland Löhne wie in Polen zahlen?

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  3. Es ist schon sehr verwunderlich wie die ZON schon seit 2 Jahren die Wirtschaftslage in Deutschland fast schon 'krampfhaft' schoenreden will.
    Die brutalen Tatsachen sprechen eine andere Sprache.
    Die EU , sowie auch Deutschland befinden sich tief in der Rezession und die Aussichten dieser Krise zu entkommen sind gleich Null.
    Dies ist keine ' normale ' Krise sondern es handelt sich vielmehr um eine nicht mehr korrigierbare Systemkrise mit schrecklichen Folgen fuer die Menschen in Europa.
    Meiner Ansicht , war und ist diese Krise nicht aus dem heiteren Himmel enstanden , sondern von den Globalisten und Finanz-Elitisten von langer Hand geplant gewesen.

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  4. erkennt man eine sich abermals erstarkende Exportwirtschaft und eine Eintrübung der Binnennachfrage durch den Verbraucher.

    Das bedeutet dann: "Same procedure as every year, James".
    Die BRD-Wirtschaft sonnt sich aufkosten der Arbeitnehmer und Arbeitslosen und weiter aufkosten der Südländer . Übrig bleiben hungernde Griechen, Spanier, und auch Deutsche.

    Ich finde es erschreckend, wenn die BRD-Wirtschaft wieder so stark wächst, denn es ist kein gesundes Wachstum, dass Deutschland und Europa zugute kommt, sondern beide wie eine Schlingpflanze aussaugt.

    Es hilft nur Widerstand aus den übrigen Euroländern und hier in Deutschland sehr hohe Lohnabschlüsse, um die BRD-Wirtschaft nicht ausflippen zu lassen.

    Von mir aus kann es auch einen Berlusconi geben, wenn es gegen die Ausbeutung durch die deutsche Wirtschaft hilft.

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  5. kann sich niemand etwas kaufen.

    Und das der Ifo-Geschäftsklimaindex kurz vor der Krise auch am steigen war, macht deutlich, wie wenig aussagekräftig dieser ist.

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    • Nixano
    • 14. März 2013 10:19 Uhr

    Wirtschaftszahlen sind in meinen Augen zu allgemein gehalten. Einige wenige Milliardäre können durchaus schon das durchschnittliche Nettoeinkommen der Einwohner anheben. Das ifo-Geschäftsklimaindex selber basiert auf den Befragungen zum Geschäftsklima, die durchaus manipulierbar sind und daher wenig Aussagekraft haben. Viel aussagekräftiger sind Handelsbilanzzahlen, die beispielsweise aus dem Export in die volkswirtschaftliche Gesamtrechnung mit einfließen. Große Dax-Unternehmen wie Bosch, die auf mehreren Bereichen tätig sind [...] können in ihrer Jahresbilanz schon aussagekräftigere Zahlen liefern.

    Link entfernt. Bitte verzichten Sie auf Werbung. Danke, die Redaktion/sam

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, nf
  • Schlagworte Unternehmen | Hans-Werner Sinn | Einzelhandel | Wiedervereinigung | Ifo-Index
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