Wohltätigkeitsklub : SAP-Gründer Plattner dementiert Milliarden-Spende

Hasso Plattner will offenbar doch nicht dem Spenderklub von Microsoft-Gründer Bill Gates beitreten, wie dieser behauptet hatte. Der Milliardär fühlt sich hintergangen.

Der deutsche Milliardär und SAP-Mitbegründer Hasso Plattner hat dementiert, dass er die Hälfte seines Vermögens spenden wolle. "Ich bin Bill Gates' Initiative The Giving Pledge nicht beigetreten", sagte Plattner der Bild-Zeitung.

Zuvor war berichtet worden, dass der SAP-Gründer sich dem Spenderklub der US-Wirtschaftsgrößen Warren Buffet und Bill Gates anschließen wolle. "Ich fühle mich von Bill Gates hintergangen und ausgenutzt", zitierte der Tagesspiegel Plattner. Gates suche offenbar ein Zugpferd für seine Spendenkampagne.

"Ich werde nicht zu Lebzeiten über 50 Prozent meines Aktienbesitzes am SAP-Konzern stiften – denn ich bin für die Firma, die ich mit gegründet habe, verantwortlich", wurde Plattner weiter zitiert. Die Verantwortung über den Aktienbesitz könne er nur ausüben, wenn er die Kontrolle darüber habe, das heißt die SAP-Aktien besitze.

Pressestelle dementiert das Dementi

Noch mehr Verwirrung allerdings ist dadurch entstanden, dass die SAP-Pressestelle das Dementi gegenüber Spiegel Online nicht bestätigt hat. "Nach unserem Wissensstand ist Herr Plattner beigetreten", sagte eine Sprecherin. "Das letzte Mal wurde uns das gegen 16.30 Uhr von der Sekretärin von Herrn Plattners Sprecher bestätigt."

Eine Erklärung für die unterschiedlichen Angaben könnte sein, dass Plattner dem Spendenklub von Bill Gates nicht mit seinem Privatvermögen beitreten wollte, sondern mit dem Vermögen seiner Stiftungen, die er schon länger betreibt.

In der Nacht zu Mittwoch hatte der Spenderklub The Giving Pledge eine Erklärung Plattners veröffentlicht. Diese beziehe sich aber nur auf sein bisheriges wohltätiges Engagement, sagte Plattner laut Tagesspiegel. Der SAP-Gründer hatte schon vor zwanzig Jahren eine eigene Förderstiftung gegründet. "Seitdem habe ich über eine Milliarde Euro aus meinem Privatvermögen für Bildung, Gesundheit, Kultur und Soziales ausgegeben", erklärte er.

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Kommentare

41 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

gerade Warren Buffet , der Oberheuchelexperte aller Kapitalisten

sollte doch wirklich den Mund verboten bekommen.
Er, den Jürgen Trittin ,zwecks mangelnder Kenntnisse, mal Warren Buffét nannte ( französisch klingts wohl besser bei den Grünen), ist doch ein Wichtigtuer sondersgleichen.
Große Sozialverantwortung und ANtierbschaftsbewegung, aber gleichzeitig eine Riesenheuschrecke sein und den kleinen Millionären weltweit vorschreiben wollen ,wie der Nachlass zu regeln ist.
Die Einstellung wird von diversen sozialdemokratischen Wohlfahrtsverbänden und anderen Steuerprofiteuren gerne übernommen.
Merke: Die Amerikaner haben ein anderes Steuerrecht, vllt mal drüber nachdenken

Es ist ganz einfach

Nämlich genau diese Reaktion des Sozialneides provozieren. Je schlechter wir uns fühlen, je weniger Chancen wir haben, dieses Vermögen zu erlangen,je mehr von uns beschließen, auch ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen, desto besser für die Definitionsmacht.

Die pure Anwesenheit von diesen "Menschen" zwischen uns, verhöhnt unsere und erhöht ihre Existenz. Wir blöken nur, wenn einer von uns geschlachtet wird, und dann grasen wir weiter. Seelenruhig!

JLC