Sicherheitspersonal : Streiks an Flughäfen Düsseldorf und Hamburg

Flugreisenden drohen am Donnerstag längere Wartezeiten und Flugausfälle: Die Mitarbeiter der Sicherheitsfirmen werden an beiden Airports ihre Arbeit niederlegen.

An den Flughäfen in Düsseldorf und Hamburg wird an diesem Donnerstag wieder gestreikt. Reisende müssen sich auf massive Behinderungen einstellen. Auf beiden Airports seien die Beschäftigten der privaten Sicherheitsdienste von 4 Uhr bis 24 Uhr aufgerufen, nicht zu arbeiten, teilte die Gewerkschaft ver.di mit.

Die Beschäftigten der privaten Sicherheitsfirmen hatten bereits im Januar den Flugbetrieb in Hamburg tageweise weitgehend lahmgelegt. An den Flughäfen Düsseldorf und Köln/Bonn hatte das Personal an den Sicherheitsschleusen vor zwei Wochen gestreikt. Hunderte Flüge waren ausgefallen, Zehntausende Fluggäste betroffen. Auch am atomaren Zwischenlager in Ahaus hatte ver.di zu Streiks aufgerufen.

Der Grund: ver.di und der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft streiten in Hamburg und in Nordrhein-Westfalen über eine Lohnerhöhung. In Berlin verhandeln sie zudem über einen neuen Mantelvertrag.

Forderung nach 30 Prozent mehr Lohn

Bisher verliefen die Verhandlungen aber erfolglos. Ein Sondierungsgespräch in Nordrhein-Westfalen brachen die Konfliktparteien vergangene Woche ergebnislos ab.

In Nordrhein-Westfalen hat die Sicherheitsbranche insgesamt 34.000 Beschäftigte. Die Gewerkschaft fordert hier Lohnerhöhungen von rund 30 Prozent. Nach Gewerkschaftsangaben befinden sich 70 bis 80 Prozent der Beschäftigten in der untersten Lohngruppe mit einem Bruttostundenlohn von 8,23 Euro. An den Flughäfen liege der Stundenlohn des Sicherheitspersonals bei 12,36 Euro.

Für die etwa 2.000 Sicherheitskräfte an den Flughäfen in NRW will Verdi einen Bruttostundenlohn von 16 Euro durchsetzen, in Hamburg einen Lohn von 14,50 Euro.

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