Beschäftigung : Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone steigt weiter

Fast 19 Millionen Menschen in der Währungsunion haben keinen Job. Das ist ein neuer Höchstwert. Die Arbeitslosenquote liegt nun bei knapp 12 Prozent.
Arbeiter einer belgischen Autofabrik nach Bekanntgabe der Schließung ihres Werks © Laurent Dubrule/Reuters

Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone steigt weiter. In den 17 Euro-Ländern waren im Januar durchschnittlich 11,9 Prozent der Menschen ohne Arbeit, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit. Das ist etwas mehr als im Vormonat und somit ein neuer Höchstwert.

Vor einem Jahr hatte die Arbeitslosenquote in der Euro-Zone noch bei 10,8 Prozent gelegen. Inzwischen haben den Angaben zufolge in der Währungszone fast 19 Millionen Männer und Frauen keinen Job.

Weiter angestiegen ist auch die Jugendarbeitslosigkeit. Im Januar hatte fast jeder Vierte unter 25 Jahren in der Euro-Zone keine Arbeit (24,2 Prozent). In der gesamten EU lag die Quote bei 23,6 Prozent, damit waren mehr als 5,7 Millionen Jugendliche in den 27 EU-Ländern arbeitslos.

Griechenland führt Negativstatistikan

Besonders betroffen sind die südlichen Krisenländer. In Griechenland beträgt die Arbeitslosigkeit nach letzten verfügbaren Zahlen 27 Prozent, in Spanien 26,2 Prozent und in Portugal 17,6 Prozent.

Bei der Jugendarbeitslosigkeit liegt Griechenland mit 59,4 Prozent erneut vor Spanien mit 55,5 Prozent, gefolgt von Italien mit 38,7 Prozent. Deutschland zählt mit 5,3 Prozent Arbeitslosigkeit und 7,9 Prozent Jugendarbeitslosigkeit zu den Ländern mit den niedrigsten Quoten.

In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar durch die anhaltende Winterpause nur leicht gestiegen. Insgesamt suchten 3.156 Millionen Menschen einen Job und damit 18.000 mehr als im Januar, teilte die Bundesagentur für Arbeit kürzlich mit.

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Kommentare

27 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Es gibt genug Arbeit die Wohlstand schafft

Welche Vorstellung haben Sie denn von Arbeit und Wohlstand? Wohlstand entsteht nicht nur dadurch, dass man Pflanzen erntet, Kohle ausgräbt und Kühe melkt. Bei jedem Handel zwischen zwei Personen entsteht ein Stück Wohlstand.
Das ist auch der Grund, weshalb es unendlich viel Arbeit gibt - was nur fehlt sind die Arbeitsplätze, also Leute, die Unternehmen gründen und Menschen miteinander so verbinden, dass sie in geordneter Form handeln können.

Hallo AndreD

Da mögen sie wohl nicht ganz unrecht haben, aber da die Menschen die Politiker gewählt haben, sind sie doch mit in der Verantwortung.

Aber was mich mehr interessieren würde, wäre wie man auf diese Zahlen kommt. Werden hier alle Arbeitslosen der einzelnen Länder zusammengezählt (Die die in der Statistik angegeben werden)oder gibt es hier eine Bestimmung für ganz Euroland.

Ersteres wäre ja ein Witz, weil die Statistik zumindest bei uns die wahren Zahlen mehr als nur verfälscht.

Beim zweiten (wenn es die echten Zahlen wären) würde Deutschland ganz schlecht aussehen, denn dann kämen alleine aus Deutschland ~6 Millionen von den 19 Millionen.

Aber wahrscheinlich ist es Lösung 3. Alle Zahlen sind gefakt und die Situation ist noch viel schlimmer als sie dargestellt wird.