Flugzeug: US-Aufsicht erlaubt Boeing Tests am Dreamliner
Seit zwei Monaten hat der Langstreckenjet Dreamliner Startverbot, weil Batterien Feuer fingen. Nun hat die Flugaufsicht Boeings Verbesserungsvorschläge gebilligt.
© Anthony Bolante/Reuters

Eine Boeing 787 Dreamliner in Everett, Washington (Archiv)
Es könnte der erste Schritt zu einer Aufhebung des Flugverbots sein: Die US-Flugaufsicht FAA hat Boeing umfangreiche Tests an seinem Flugzeug Dreamliner erlaubt. Die FAA habe den Zulassungsplan genehmigt, mit dem Boeing sein Batteriensystem überprüfen wolle, teilte die Behörde mit. Dieser sehe umfangreiche Tests und Analysen vor, mit denen die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften belegt werden müsse.
Nach einer Pannenserie hatte die FAA im Januar ein weltweites Flugverbot für die insgesamt 50 Dreamliner-Flugzeuge verhängt, die bereits an verschiedene Fluggesellschaften ausgeliefert worden waren. Grund sind die verwendeten Lithium-Ionen-Batterien, die in Brand geraten können.
Vor allem die Gefahr interner Kurzschlüsse in den Batterien soll mit einer veränderten Konstruktion minimiert werden. Ein solcher Kurzschluss hatte nach den vorläufigen Ermittlungen der Sicherheitsbehörde NTSB zu einem Feuer in einem am Boden stehenden Dreamliner in Boston geführt. Als eine weitere Maschine kurz darauf wegen einer schmorenden Batterie in Japan notlanden musste, verhängten die Flugaufseher das Startverbot.
Neben Veränderungen an der eigentlichen Batterie sollen weitere Umbauten dafür sorgen, dass bei einer Überhitzung Menschen oder andere Systeme nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Ein Brand in der Batterie könne dank eines speziellen Gehäuses erst gar nicht mehr entstehen, sagte Boeings Verkehrsflugzeug-Chef Ray Conner.
Bevor das Flugverbot fällt, stehen aber noch umfangreiche Tests an. "Das Flugzeug darf nicht eher wieder in den Dienst gehen, bis wir davon überzeugt sind, dass das neue Design die Sicherheit der Maschine und seiner Passagiere gewährleistet", sagte Verkehrsminister Ray LaHood. Die Sicherheit der Passagiere und der Crew habe oberste Priorität", sagte auch Boeing-Chef Jim McNerney.
In zwei Maschinen sollen auch einige Tests während des Flugs vorgenommen werden.






Sie sollen nur besser eingekapselt werden, damit sie, wenn sie wieder zu brennen anfangen (was sie sehr wahrscheinlich werden!) das Flugzeug angeblich nicht so schaden können. Ein Wahnsinn!
Liebe Leute von Air Berlin, wenn Ihr die 787 in Dienst nehmen werdet, weiss ich mit Sicherheit, dass ich mit Euch nicht wieder fliegen werde!
"Vor allem die Gefahr interner Kurzschlüsse in den Batterien soll mit einer veränderten Konstruktion minimiert werden."
"Neben Veränderungen an der eigentlichen Batterie sollen weitere Umbauten dafür sorgen, dass bei einer Überhitzung Menschen oder andere Systeme nicht in Mitleidenschaft gezogen werden."
Neben, nicht Anstatt. Es sollen demnach sowohl die Gefahr einer Überhitzung, als auch ihre Folgen begrenzt werden.
"Vor allem die Gefahr interner Kurzschlüsse in den Batterien soll mit einer veränderten Konstruktion minimiert werden."
"Neben Veränderungen an der eigentlichen Batterie sollen weitere Umbauten dafür sorgen, dass bei einer Überhitzung Menschen oder andere Systeme nicht in Mitleidenschaft gezogen werden."
Neben, nicht Anstatt. Es sollen demnach sowohl die Gefahr einer Überhitzung, als auch ihre Folgen begrenzt werden.
Ich kann mir gut vorstellen, dass die Brandgefahr überhaupt erst durch Kosteneinsparungen entsteht. Wenn man z.B. die doppelte Batterienzahl einbauen würde, könnte man die Last und somit den Wärmeausstoß pro Batterie (mindestens da Speicher-Effizienz steigt) halbieren. Der Handy-Akku wird ja auch weniger warm, wenn man ihn weniger mit Stromfressenden Apps fordert..
Generell finde ich die Entscheidung für Lithium-Ionen-Akkus jedoch richtig (wenn man wie gesagt nicht am falschen Ende spart).
... verstehe ich auch nicht. So viel besser können doch die Batterien gar nicht sein, dass sie sich nicht mit einer Alternative und den natürlich damit verbundenen Platz/Gewichtseinbußen austauschen lassen, oder?
... verstehe ich auch nicht. So viel besser können doch die Batterien gar nicht sein, dass sie sich nicht mit einer Alternative und den natürlich damit verbundenen Platz/Gewichtseinbußen austauschen lassen, oder?
Die Kontrolle ist von der FAA outgesourt und an wenn haben Sie das wohl gegeben? Naja ein jemanden der sich mit Flugzeugen und Sicherheit auskennt und das ist nun einmal der, der das Ding gebaut hat BOING.
http://seattletimes.com/h...
für das ganze Land. Sie den Kampfjet F-35, der beste Kampfjet aller Zeiten, der nicht fliegen kann und nur für ettliche Milliarden zu haben ist.
Die USA beginnen für ihr wirtschaftliches Überleben technische Standards über Bord zu werfen und sind der Korruption in Poitk und Wirtschaf nicht mehr Herr. Anders ist das nciht mehr zu erklären.
..haben wir in Europa genauso, nur ist diese hier nicht so öffentlich. Besser ist das auch nicht, oder?
Die Probleme der Luftfahrtindustrie würde ich mit diesen gesellschaftlichen Problemen nicht gleichsetzen. Moderne Flugzeuge sind inzwischen so weit weg vom KISS-Prinzip (keep it simple and stupid) und so komplex, daß sie eben auch exponentiell teurer, wie leider auch gleichermaßen anfällig werden.
Wenn man das mit etwas vergleichen will, dann doch besser mit der KFZ-Industrie. Schauen Sie sich mal die ersten Produktionsjahre neuer Plattformen an. Auch bei Autos gibt es von Jahr zu Jahr mehr Defekte, Rückrufaktionen, Kinderkrankheiten und Mängel aufgrund steigender Komplexität der Fahrzeuge. PKW die dieses Jahr gebaut werden, werden es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zum Youngtimer, geschweige denn zum Oldtimer schaffen.
Bei Millionen Zeilen Programm-Code und Dutzenden Kilometern Kabeln, eingebettet in moderne, geradezu experimentelle Werkstoffe, kann nun mal mehr schiefgehen bzw. ist ab Werk bereits mehr kaputt (Programmfehler), als bei einer ausgereiften (im Vergleich primitiven) Super Constellation aus den 50ern.
Wenn im Auto die Bordelektronik versagt, oder gar eine neuartige Batterie Feuer fängt, dann ist das eine Sache - wenn aber mitten im Flug die Lichter ausgehen...
Ich weiß auch keine Patentlösung, aber ein bisschen KISS+"back to the roots" an den richtigen Stellen, statt alles mit komplexer Hochtechnologie lösen zu wollen, könnte helfen?
..haben wir in Europa genauso, nur ist diese hier nicht so öffentlich. Besser ist das auch nicht, oder?
Die Probleme der Luftfahrtindustrie würde ich mit diesen gesellschaftlichen Problemen nicht gleichsetzen. Moderne Flugzeuge sind inzwischen so weit weg vom KISS-Prinzip (keep it simple and stupid) und so komplex, daß sie eben auch exponentiell teurer, wie leider auch gleichermaßen anfällig werden.
Wenn man das mit etwas vergleichen will, dann doch besser mit der KFZ-Industrie. Schauen Sie sich mal die ersten Produktionsjahre neuer Plattformen an. Auch bei Autos gibt es von Jahr zu Jahr mehr Defekte, Rückrufaktionen, Kinderkrankheiten und Mängel aufgrund steigender Komplexität der Fahrzeuge. PKW die dieses Jahr gebaut werden, werden es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zum Youngtimer, geschweige denn zum Oldtimer schaffen.
Bei Millionen Zeilen Programm-Code und Dutzenden Kilometern Kabeln, eingebettet in moderne, geradezu experimentelle Werkstoffe, kann nun mal mehr schiefgehen bzw. ist ab Werk bereits mehr kaputt (Programmfehler), als bei einer ausgereiften (im Vergleich primitiven) Super Constellation aus den 50ern.
Wenn im Auto die Bordelektronik versagt, oder gar eine neuartige Batterie Feuer fängt, dann ist das eine Sache - wenn aber mitten im Flug die Lichter ausgehen...
Ich weiß auch keine Patentlösung, aber ein bisschen KISS+"back to the roots" an den richtigen Stellen, statt alles mit komplexer Hochtechnologie lösen zu wollen, könnte helfen?
Die FAA hat durchaus kein weltweites Flugverbot erteilt - dazu hat sie auch gar nicht die Befugnisse. Sie hat ein Startverbot in den USA erteilt - das darf sie. Korrekt ist, dass sich alle anderen betroffenen Sicherheitsbehörden dem Verbot angeschlossen haben, was dann in der Konsequenz auf's gleiche hinauskommt.
..haben wir in Europa genauso, nur ist diese hier nicht so öffentlich. Besser ist das auch nicht, oder?
Die Probleme der Luftfahrtindustrie würde ich mit diesen gesellschaftlichen Problemen nicht gleichsetzen. Moderne Flugzeuge sind inzwischen so weit weg vom KISS-Prinzip (keep it simple and stupid) und so komplex, daß sie eben auch exponentiell teurer, wie leider auch gleichermaßen anfällig werden.
Wenn man das mit etwas vergleichen will, dann doch besser mit der KFZ-Industrie. Schauen Sie sich mal die ersten Produktionsjahre neuer Plattformen an. Auch bei Autos gibt es von Jahr zu Jahr mehr Defekte, Rückrufaktionen, Kinderkrankheiten und Mängel aufgrund steigender Komplexität der Fahrzeuge. PKW die dieses Jahr gebaut werden, werden es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht zum Youngtimer, geschweige denn zum Oldtimer schaffen.
Bei Millionen Zeilen Programm-Code und Dutzenden Kilometern Kabeln, eingebettet in moderne, geradezu experimentelle Werkstoffe, kann nun mal mehr schiefgehen bzw. ist ab Werk bereits mehr kaputt (Programmfehler), als bei einer ausgereiften (im Vergleich primitiven) Super Constellation aus den 50ern.
Wenn im Auto die Bordelektronik versagt, oder gar eine neuartige Batterie Feuer fängt, dann ist das eine Sache - wenn aber mitten im Flug die Lichter ausgehen...
Ich weiß auch keine Patentlösung, aber ein bisschen KISS+"back to the roots" an den richtigen Stellen, statt alles mit komplexer Hochtechnologie lösen zu wollen, könnte helfen?
... verstehe ich auch nicht. So viel besser können doch die Batterien gar nicht sein, dass sie sich nicht mit einer Alternative und den natürlich damit verbundenen Platz/Gewichtseinbußen austauschen lassen, oder?
Der Eindruck verfestigt sich, dass die goldenen Zeiten der US-amerikanischen Ingenieurskunst(mit auch ehemals kräfigen Komponenten auswärtigem
Know-hows(u.a. Mondlandeprogramm) inzwischen zur Neige gegangen sind. Die prekäre Situation der beiden Großprojekte Boeing 787 und auch des vielgerühmten Jagdbombers F 35 zeigen das deutlich.
Die pfiffigsten Köpfe der USA gehen des schnellen Geldes wegen lieber in die Finanzindustrie anstatt sich in den Niederungen der Ingenieurwissenschaften einen abzuquälen. Dabei steckt der Kern der Probleme in der sich herausgeschälten aktuellen Managementkultur, die mehr von Juristen und Controllern als von Ingenieuren geprägt wird.
Wenn es also künftig einem beim Langstreckenflug mit der Boeing 787 warm unterm Hintern wird, hilft evtl.noch die Abkühlung im Atlantik oder Pazifik.
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