Haushaltsplanung: Bundesbank macht weniger Gewinn als erwartet
Der Bund wird weniger als die Hälfte der eingeplanten Gewinnsumme von der Bundesbank überwiesen bekommen. Grund ist die Risikovorsorge für die Euro-Krise.
© Boris Roessler/dpa

Das Gebäude der Bundesbank in Frankfurt am Main
Die Bundesbank wird in diesem Jahr erneut einen deutlich geringeren Gewinn an die Bundesregierung ausschütten als im Haushalt eingeplant. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung wird die Notenbank am heutigen Dienstag einen Erlös für 2012 ausweisen, der in etwa auf dem Vorjahresniveau von 643 Millionen Euro liegt. Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe im Bundeshaushalt dagegen eine Summe von 1,5 Milliarden Euro angesetzt.
Grund für den erneut niedrigen Gewinn sei die hohe Risikovorsorge, welche die Bundesbank für mögliche Folgen der Eurokrise getroffen habe, heißt es in dem Bericht.
Bereits 2011 und 2012 hatte die Bundesbank ihre Überweisungen an den Bund wegen der Euro-Krise stark zurückgefahren. Im vergangenen Jahr wurde mit 643 Millionen Euro der niedrigste Betrag seit 2003 überwiesen.







Klasse Bild zum Artikel, denn im Hintergrund sieht man den Neubau der EZB - und der überragt die Bundesbank bei weitem.
Was die Folgen der katastrophalen, neoliberalen Politik in Deutschland und Europa angeht, wir es ebenso sein.
Die Bundesbank kann das schon längst nicht mehr auffangen.
"Die Blutspur des Geldes
Von Irland bis Spanien, von Großbritannien bis Zypern: Die Banken nehmen mit ihren Problemen ganz Europa in Geiselhaft. Die Steuerzahler blechen dafür - mit 1600.000.000.000 Euro. Die Politik muss sich von dieser modernen Pest befreien."
http://www.sueddeutsche.d...
Las ich gestern schon,3 Seiten,die den Nagel auf den Kopf treffen.sehr zu empfehlen.Danke für den Link.
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>> Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) habe im Bundeshaushalt dagegen eine Summe von 1,5 Milliarden Euro angesetzt. <<
... regelmäßig falsche Zahlen ansetzt, kann man Haushaltsentwürfe vorlegen, die von einer niedrigeren Neuverschuldung ausgehen. Man kann sogar von einer schwarzen Null phantasieren.
Man wird aber jedes Jahr feststellen müssen, dass die Realtiät nichts mit dem zu tun hat, was der Finanzminister uns vorgaukelt.
Aber wer würde Redlichkeit von Schwarzgeld-Empfängern erwarten?
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Der Gewinn der Bundesbank besteht auch aus Kreditzinsen, aber ein nicht unerheblicher Teil aus der sogenannten Seigniorage, der Gewinn aus der Geldschöpfung und da seit Entstehung der Target 2-Salden (H.-W. Sinn "Die Targetfalle") in immer größeren Außmaße die Geldschöpfung bei den Südeuropäischen Notenbanken passiert, durch die ELA-Kredite und deren Finanzierung über die Notenpresse dort, wird natürlich in Deutschland wesentlich weniger Geld geschöpft. Des weiteren wurde den Griechen der Kreditzins erlassen für die von der Bundesbank gehaltenen Staatsanleihen, ein weiterer Verlust und durch die sich verschärfende Wirtschaftskrise, erzeugt durch die Merkelsche Sparpolitik sinkt das Volumen der Investitionskredite, den in einer rezessiven Entwicklung warten Investoren ab und investieren nicht ... d.h. die sinkende Einnahmen aus der Bundesbank sind konkretes Ergebnis der Merkel-Politik und der Euro-Rettung und nicht wie hier suggeriert, vernünftige Haushaltung!
Das Verb zu "(Geld)schoepfung" heisst "schaffen", nicht "schoepfen", auch wenn man es haeufig so liest, wie Sie es schreiben.
Aergerlich ist auch immer wieder, wenn Politiker oder Medien davon sprechen, dass die Bundesbank so-und-so-viel "Gewinn erwirtschaftet" habe - als sei die Bundesbank eine Geschaeftsbank.
Aufgabe der Bundesbank ist die Geldversorgung der Wirtschaft und privaten Haushalte und die in Deutschland in Umlauf gebrachten Banknoten, die bei jedem anderen Wirtschaftssubjekt auf der Aktivseite stehen, stellen in der Bundesbankbilanz einen Passivposten dar - simple Saldenmechanik, die aber vielen Politikern, aber leider auch einigen Wirtschaftsjournalisten nicht gelaeufig zu scheint. Ein Bundesbank"verlust" kann daher haeufig volkswirtschaftlich notwendig sein, um deflationaere Tendenzen zu bekaempfen.
Das Verb zu "(Geld)schoepfung" heisst "schaffen", nicht "schoepfen", auch wenn man es haeufig so liest, wie Sie es schreiben.
Aergerlich ist auch immer wieder, wenn Politiker oder Medien davon sprechen, dass die Bundesbank so-und-so-viel "Gewinn erwirtschaftet" habe - als sei die Bundesbank eine Geschaeftsbank.
Aufgabe der Bundesbank ist die Geldversorgung der Wirtschaft und privaten Haushalte und die in Deutschland in Umlauf gebrachten Banknoten, die bei jedem anderen Wirtschaftssubjekt auf der Aktivseite stehen, stellen in der Bundesbankbilanz einen Passivposten dar - simple Saldenmechanik, die aber vielen Politikern, aber leider auch einigen Wirtschaftsjournalisten nicht gelaeufig zu scheint. Ein Bundesbank"verlust" kann daher haeufig volkswirtschaftlich notwendig sein, um deflationaere Tendenzen zu bekaempfen.
Neben der eigenen Geldschöpfung für den Binnenmarkt von ca. 300Mrd. hält die Bundesbank mittlerweile ca. 800 Mrd. des 1000Mrd. Nettoauslandsvermögens der Deutschen Volkswirtschaft. Dieses besteht zum guten Teil (650Mrd) aus Target2-Forderungen gegenüber dem Eurosystem. Eine Verzinsung dieses Auslandsvermögens mit ca. 3% wäre bei 2% Inflation nicht zu viel verlangt. Also müsste die Bundesbank, in dieser Sondersituation ein Gewinn von ca. 24Mrd. ausweisen. Tut sie aber nicht, da sie den anderen Notenbanken, über die EZB, dieses Auslandsvermögen innerhalb des Eurosystems zum Hauptrefinanzierungssatz, im Augenblick 0,75% zur Verfügung stellen muss und fernerhin befürchtet eines Teils des Auslandsvermögens verlustig zu gehen.
Das Verb zu "(Geld)schoepfung" heisst "schaffen", nicht "schoepfen", auch wenn man es haeufig so liest, wie Sie es schreiben.
Aergerlich ist auch immer wieder, wenn Politiker oder Medien davon sprechen, dass die Bundesbank so-und-so-viel "Gewinn erwirtschaftet" habe - als sei die Bundesbank eine Geschaeftsbank.
Aufgabe der Bundesbank ist die Geldversorgung der Wirtschaft und privaten Haushalte und die in Deutschland in Umlauf gebrachten Banknoten, die bei jedem anderen Wirtschaftssubjekt auf der Aktivseite stehen, stellen in der Bundesbankbilanz einen Passivposten dar - simple Saldenmechanik, die aber vielen Politikern, aber leider auch einigen Wirtschaftsjournalisten nicht gelaeufig zu scheint. Ein Bundesbank"verlust" kann daher haeufig volkswirtschaftlich notwendig sein, um deflationaere Tendenzen zu bekaempfen.
Schließlich ist es der ausdrückliche Wille der vereinten deutschen Politik (unseres parteiübergreifenden, maximal 30 Figuren umfassenden "Politbüros"), dass die Bürger dieses Landes, deren Interessen sie eigentlich vertreten sollte, mutmaßlich gegen deren Willen für die ruinöse Politik anderer Parteien anderer Länder und deren Banken zahlen.
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