Notenbank: Euro-Krise lässt Bundesbank-Gewinn schmelzen
Nicht einmal die Hälfte des erwarteten Gewinns wird die Bundesbank an Finanzminister Schäuble überweisen. 664 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftete die Notenbank.
Die Euro-Schuldenkrise hat den Überschuss der Deutschen Bundesbank auch im vergangenen Jahr sinken lassen. Zwar erhöhte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr leicht von 643 auf 664 Millionen Euro, teilte die Bundesbank mit. Finanzminister Wolfgang Schäuble bekommt damit aber weniger als geplant für seinen Haushalt überwiesen: Er hatte mit einer Überweisung von rund 1,5 Milliarden Euro kalkuliert. 2010 gab es noch ein Plus von 2,2 Milliarden Euro in der Zentralbankbilanz.
Bundesbank-Präsident Jens Weidmann begründete den niedrigen Gewinn wie schon im vergangenen Jahr mit höheren Risiken der Zentralbank wegen der Euro-Staatsschuldenkrise. Die Bundesbank habe deshalb zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 6,7 Milliarden Euro gebildet. Insgesamt verfügt die Bundesbank damit nun über Rückstellungen von 14,4 Milliarden Euro. Die Bundesbank sieht vor allem durch die europäische Geldpolitik erhebliche Risiken: Die Europäische Zentralbank (EZB) flutet die Märkte seit Monaten mit extrem billigem Geld und hatte in der Vergangenheit zudem über die nationalen Notenbanken Anleihen von Krisenstaaten gekauft.
Wichtigste Ertragsfelder waren aber auch bei der Bundesbank Zinserträge in Höhe von 11 (2011: 8,6) Milliarden Euro. Darin enthalten sind auch Einnahmen aus dem Kauf von Staatsanleihen, unter anderem aus Griechenland.
Deutsche Konjunktur zieht an
Die Staatsschuldenkrise stellt nach Worten von Bundesbank-Präsident Weidmann nach wie vor das größte Risiko für die deutsche Konjunktur dar. "Der krisenbedingte Vertrauensverlust wurde bislang nur teilweise wettgemacht" sagte Weidmann. Im weiteren Jahresverlauf rechnet er damit, dass die deutsche Konjunktur wächst – wenn neue Vertrauensschocks ausbleiben. Die deutsche Wirtschaft befinde sich trotz der Probleme in anderen Euro-Ländern "in einem guten Zustand".
Weidmann gibt auch Entwarnung, was die Inflationsangst betrifft: Es bestehe kein Grund für übermäßige Angst vor stark anziehenden Preisen. "Kurzfristig haben wir im Euro-Raum eher abnehmende Inflationsrisiken." Auf mittlere Sicht sei es deshalb umso wichtiger, dass keinerlei Zweifel an der Stabilitätsorientierung der europäischen Notenbanken aufkämen.
Inflation sinkt weiter




hat aber viel zu tun im eigenem Haus
Neben der eigenen Geldschöpfung für den Binnenmarkt von ca. 300Mrd. hält die Bundesbank mittlerweile ca. 800 Mrd. des 1000Mrd. Nettoauslandsvermögens der Deutschen Volkswirtschaft. Dieses besteht zum guten Teil (650Mrd) aus Target2-Forderungen gegenüber dem Eurosystem und nur zu 50Mrd aus Staatsanleihen der Krisenländer. Eine Verzinsung dieses Auslandsvermögens mit ca. 3% wäre bei 2% Inflation nicht zu viel verlangt. Also müsste die Bundesbank, in dieser Sondersituation ein Gewinn von ca. 24Mrd. ausweisen. Tut sie aber nicht, da sie den anderen Notenbanken, über die EZB, dieses Auslandsvermögen innerhalb des Eurosystems zum Hauptrefinanzierungssatz, im Augenblick 0,75% zur Verfügung stellen muss und fernerhin befürchtet eines Teils des Auslandsvermögens verlustig zu gehen.
ein paar Quellen wären noch gut gewesen, prinzipiell müssten die Zahlen aber stimmen, wenn ich mich an die letzten mir bekannten Zahlen erinnere.
Die Frage ist nur, wie wir an die Target-II-Gelder ran kämen. Die möglichen Szenarien enden eigentlich immer darin, dass Deutschland eine schlechtere Performance hinlegt als die anderen Euro-Länder, ein nicht zwangsweise wünschenswerter Zustand. Besonders dann, wenn Deutschland auch anfängt, massiv Geld zu drucken (würde die Target-II-Schulden indirekt abbauen), bedeutet dies aufgrund der Größe Deutschlands, dass es zu einer Inflation kommt, was wiederum unsere Vermögen besonders belastet.
Betrachtet man andererseits die Rückstellungen der Bundesbank, so sind dies natürlich zunächst Risikorücklagen. Lösen sich die entsprechenden Risiken auf, sprich werden die Staatsanleihen wieder ausgelöst, ohne dass neue nachgekauft werden, können die Rücklagen zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem in den Bundeshaushalt übergehen.
Andererseits ist genau diese Situation wiederum paradox, denn wäre die Bundesbank nicht unabhängig und würde der deutsche Staat 100% für die Bundesbank bürgen, bräuchte sie diese Rückstellungen nicht, und der Bürger würde für 14 Mrd Eur weniger Zinsen zahlen müssen, während die Bundesbank die Rückstellungen andererseits nicht einfach anlegen darf. Bei möglicherweise realisitischen 1-2 % p.a. wären das immerhin 140-280 Millionen pro Jahr, die letztendlich dem Bürger zugute kämen, und nicht den Vermögenden.
ein paar Quellen wären noch gut gewesen, prinzipiell müssten die Zahlen aber stimmen, wenn ich mich an die letzten mir bekannten Zahlen erinnere.
Die Frage ist nur, wie wir an die Target-II-Gelder ran kämen. Die möglichen Szenarien enden eigentlich immer darin, dass Deutschland eine schlechtere Performance hinlegt als die anderen Euro-Länder, ein nicht zwangsweise wünschenswerter Zustand. Besonders dann, wenn Deutschland auch anfängt, massiv Geld zu drucken (würde die Target-II-Schulden indirekt abbauen), bedeutet dies aufgrund der Größe Deutschlands, dass es zu einer Inflation kommt, was wiederum unsere Vermögen besonders belastet.
Betrachtet man andererseits die Rückstellungen der Bundesbank, so sind dies natürlich zunächst Risikorücklagen. Lösen sich die entsprechenden Risiken auf, sprich werden die Staatsanleihen wieder ausgelöst, ohne dass neue nachgekauft werden, können die Rücklagen zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem in den Bundeshaushalt übergehen.
Andererseits ist genau diese Situation wiederum paradox, denn wäre die Bundesbank nicht unabhängig und würde der deutsche Staat 100% für die Bundesbank bürgen, bräuchte sie diese Rückstellungen nicht, und der Bürger würde für 14 Mrd Eur weniger Zinsen zahlen müssen, während die Bundesbank die Rückstellungen andererseits nicht einfach anlegen darf. Bei möglicherweise realisitischen 1-2 % p.a. wären das immerhin 140-280 Millionen pro Jahr, die letztendlich dem Bürger zugute kämen, und nicht den Vermögenden.
ein paar Quellen wären noch gut gewesen, prinzipiell müssten die Zahlen aber stimmen, wenn ich mich an die letzten mir bekannten Zahlen erinnere.
Die Frage ist nur, wie wir an die Target-II-Gelder ran kämen. Die möglichen Szenarien enden eigentlich immer darin, dass Deutschland eine schlechtere Performance hinlegt als die anderen Euro-Länder, ein nicht zwangsweise wünschenswerter Zustand. Besonders dann, wenn Deutschland auch anfängt, massiv Geld zu drucken (würde die Target-II-Schulden indirekt abbauen), bedeutet dies aufgrund der Größe Deutschlands, dass es zu einer Inflation kommt, was wiederum unsere Vermögen besonders belastet.
Betrachtet man andererseits die Rückstellungen der Bundesbank, so sind dies natürlich zunächst Risikorücklagen. Lösen sich die entsprechenden Risiken auf, sprich werden die Staatsanleihen wieder ausgelöst, ohne dass neue nachgekauft werden, können die Rücklagen zu einem späteren Zeitpunkt trotzdem in den Bundeshaushalt übergehen.
Andererseits ist genau diese Situation wiederum paradox, denn wäre die Bundesbank nicht unabhängig und würde der deutsche Staat 100% für die Bundesbank bürgen, bräuchte sie diese Rückstellungen nicht, und der Bürger würde für 14 Mrd Eur weniger Zinsen zahlen müssen, während die Bundesbank die Rückstellungen andererseits nicht einfach anlegen darf. Bei möglicherweise realisitischen 1-2 % p.a. wären das immerhin 140-280 Millionen pro Jahr, die letztendlich dem Bürger zugute kämen, und nicht den Vermögenden.
".. wäre die Bundesbank nicht unabhängig und würde der deutsche Staat 100% für die Bundesbank bürgen,"
Letztendlich bürgen die Staaten für die jeweilige Zentralbank und fernerhin kann das Eurosystem auch letztendlich so viel Geld drucken und zu Konditionen wie es will. Das Eurosystem, wie auch alle anderen Zentralbanken, kann also de facto nicht pleite gehen.
Wo liegen also die Gefahren und ungelöste Probleme? Zumindest die Volkswirtschaften mit den weltweit höchsten Nettoauslandsschulden und noch weiter vorhandenen Leistungsbilanzdefiziten, Portugal, Spanien und Griechenland, sind pleite. Sie haben entsprechend in der Vergangenheit, und leben auch noch in der Gegenwart, über ihre Verhältnisse gelebt. Diese Auslandsschulden, müssen abgeschrieben werden, da beißt keine Maus mehr den Faden ab. Diese Auslandsschulden haben sogar noch zwischen 2007 und heute erheblich zugenommen und sind von ausländischen Privatanlegern in die Bücher der Steuerzahler der solventen Euroländer , Holland, Finnland Deutschland gewandert. Auch der französische Steuerzahler wird sich nicht am notwendigem Schuldenerlass beteiligten können, dann ist nämlich auch Frankreich pleite. Der deutsche Steuerzahler wird den erheblichen Teil der Rechnung bezahlen müssen, da gibt es keinen Ausweg mehr nur die Rechnungslegung wird noch verzögert. Dafür hat man Portugal, Spanien und Griechenland zu leichtfertig erlaubt über die Verhältnisse zu leben.
".. wäre die Bundesbank nicht unabhängig und würde der deutsche Staat 100% für die Bundesbank bürgen,"
Letztendlich bürgen die Staaten für die jeweilige Zentralbank und fernerhin kann das Eurosystem auch letztendlich so viel Geld drucken und zu Konditionen wie es will. Das Eurosystem, wie auch alle anderen Zentralbanken, kann also de facto nicht pleite gehen.
Wo liegen also die Gefahren und ungelöste Probleme? Zumindest die Volkswirtschaften mit den weltweit höchsten Nettoauslandsschulden und noch weiter vorhandenen Leistungsbilanzdefiziten, Portugal, Spanien und Griechenland, sind pleite. Sie haben entsprechend in der Vergangenheit, und leben auch noch in der Gegenwart, über ihre Verhältnisse gelebt. Diese Auslandsschulden, müssen abgeschrieben werden, da beißt keine Maus mehr den Faden ab. Diese Auslandsschulden haben sogar noch zwischen 2007 und heute erheblich zugenommen und sind von ausländischen Privatanlegern in die Bücher der Steuerzahler der solventen Euroländer , Holland, Finnland Deutschland gewandert. Auch der französische Steuerzahler wird sich nicht am notwendigem Schuldenerlass beteiligten können, dann ist nämlich auch Frankreich pleite. Der deutsche Steuerzahler wird den erheblichen Teil der Rechnung bezahlen müssen, da gibt es keinen Ausweg mehr nur die Rechnungslegung wird noch verzögert. Dafür hat man Portugal, Spanien und Griechenland zu leichtfertig erlaubt über die Verhältnisse zu leben.
Irgendwie beruhigend, wenn wenigstens in der Bundesbank Risikovorsorge betrieben wird!
Auf der Homepage der Bundesbank steht:
"Die Adressenausfallrisiken der Refinanzierungskredite und der Anleihekäufe hätten sich im vergangenen Jahr insgesamt erhöht, erläuterte der Bundesbankpräsident."
Adressenausfallrisiko bedeutet, wie ich nachgelesen habe, den Ausfall eines Gläubigers, der seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt oder nicht mehr nachkommen kann.
Im Klartext also, im vergangen Jahr haben sich Risiken erhöht, dass Refinanzierungskredite von den Banken und Anleihen von den Staaten nicht zurückgezahlt werden.
Da würde man gerne mehr Details wissen.
Wenn er mit hohen Einnahmen rechnet, kommen sie nicht. Wenn er nur mit geringen Einnahmen rechnet, sind sie plötzlich da.
Finanzwirtschaft scheint nicht nur für OTTO Normalmensch ein Mysterium zu sein.
... für die Risiken aus 700 Mrd. € aus TARGET 2 Verbindlichkeiten der Pleite-Staaten, von den 400 Mrd. € nur von spanischen Anleihen stammen ...
Unglaublich stabil . In den letzten 2 Monaten sind mindestens 300 mrd. € Falschgeld in das marode System reingefossen, 220 Mrd. vom Supermario und ca. 80 Mrd. € vom Ben Shalom Bernank ...
CDS spreads, ( die Schere ), zwischen Bunds und dem restlichen Schrott wächst . Es ist egal wo es explodiert . Holland kann nicht mal eine kleine Bank auslösen ohne die "Stabilitäts-Vorgabe" einzuäschern . ( SNS Anleger, frohelocket ).
Griechenland ist nach Norden gekrabbel, und Jensi soll sich überlegen ob er 1200 T Gold wirklich bei den NY Feds liegen lässt nach 2020. Wo sind die eigentliche Zahlen ? Wo ist die aktuelle Billanz ?
Grund ist nicht die Euro-Krise, sondern die Reaktion der EZB darauf. Denn diese betreibt mutmaßlich rechtswidrig und systematisch eine selektive, die Krisenstaaten finanzierende Fiskalpolitik (z.B. durch den Kauf von Staatsanleihen insolventer oder von der Insolvenz bedrohter Staaten), wo sie doch nur Geldpolitik betreiben darf, und rettet zudem die Vermögen der Kapitaleigner maroder Banken, indem sie diese unter Verzicht auf jegliche Sicherheiten (z.B. durch ELA-Kredite) mit Kapital ausstattet. Damit bürdet sie der Bundesbank über das Euro-System erhebliche Risiken auf. Ziel der Übung ist, die Deutschen für die Misswirtschaft anderer Staaten sowie von Banken, namentlich in anderen Staaten haften und zahlen zu lassen.
Schade, aber irgendwie auch nicht verwunderlich, dass die ZEIT diese Zusammenhänge schlichtweg verschweigt und mit "Die Euro-Krise hat ... sinken lassen" verharmlosend und verschleiernd bemäntelt.
Inflation muss und darf bekämpft werden in dem Land wo sie entsteht, durch Lohnkürzungen und Sparmaßnahmen, so wie eben in verschiedenen Euroländer geschehen.
Inflationsbekämpfung in einem Land darf in keinem Fall über eine Zinserhöhung der EZB für alle Euro-Länder geschehen. Dies würde die schwache Länder auch treffen und das darf nicht sein. Wir erleben einen credit crunch in einigen Euro-Länder und eine Zinserhöhung der EZB würde die Lage für diese Länder noch verschlimmern.
Die Zinsen der Geldbeschaffung der Krisenstaaten werden durch m.E. rechtswidrige fiskalpolitische Operationen der EZB niedrig gehalten (Systematische Anleihenkäufe). Nicht zuletzt zu Lasten von uns Deutschen.
Die Zinsen der Geldbeschaffung der Krisenstaaten werden durch m.E. rechtswidrige fiskalpolitische Operationen der EZB niedrig gehalten (Systematische Anleihenkäufe). Nicht zuletzt zu Lasten von uns Deutschen.
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