Die Abgeordneten des Europaparlaments haben mit großer Mehrheit den Kompromiss der EU-Regierungen für die EU-Finanzplanung der Jahre 2014 bis 2020 abgelehnt. 506 der insgesamt 690 Parlamentarier votierten dafür, dass die Staaten neu darüber verhandeln. In einer Entschließung fordern sie die Staats- und Regierungschefs auf, die Finanzplanung zu ändern.

Die Regierungen hatten sich am 8. Februar in langwierigen Gesprächen auf eine Ausgaben-Obergrenze von 908 Milliarden Euro geeinigt. 

Die Finanzplanung begrenzt die Ausgaben der EU in den sieben kommenden Jahren auf 908 Milliarden Euro. Vielen Abgeordneten ist das zu niedrig.

Nun wird voraussichtlich bis zum Sommer erneut verhandelt: Das Parlament verlangt unter anderem eine Option, die Planung nach dreieinhalb Jahren noch einmal zu ändern. Die Abgeordneten wollen, dass die EU 16 Milliarden Euro Verbindlichkeiten noch in diesem Jahr begleicht. Und sie wollen Geld zwischen mehreren Haushaltsjahren verschieben können.