BankenkriseBriten schicken Flugzeug mit einer Million Euro nach Zypern

Die Regierung in London sorgt vor für einen Bankrott Zyperns und fliegt Bargeld auf die Insel. Damit will sie notfalls ihre dort stationierten Soldaten bezahlen.

Großbritannien hat ein Militärflugzeug mit Bargeld nach Zypern für seine dort stationierten Soldaten entsandt. Die Militärmaschine habe eine Million Euro an Bord, teilte das Verteidigungsministerium in London mit. Der ungewöhnliche Geldtransfer ist demnach "eine Maßnahme für den Notfall" – falls Zypern tatsächlich Bankrott geht und seine Banken nicht mehr öffnen. Auf der Mittelmeerinsel sind rund 3.000 britische Soldaten und 500 Zivilangestellte in zwei Militärbasen stationiert.

Das britische Verteidigungsministerium habe die Armee-Angehörigen auf Zypern gefragt, ob sie ihren Sold für März und die folgenden Monate lieber auf Konten im Vereinigten Königreich und nicht in Zypern gezahlt haben wollten, sagte ein Sprecher. "Wir sind entschlossen alles zu tun, um die Auswirkungen der zyprischen Bankenkrise für unsere Leute so gering wie möglich zu halten."

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Die britische Regierung hatte zuvor bereits versichert, dass sie das Militär- und Regierungspersonal voll entschädigen werde, das von der geplanten Zwangsabgabe auf Guthaben bei zyprischen Banken betroffen ist. Diese Abgabe ist Teil eines am Wochenende mit den Euro-Ländern vereinbarten Rettungspakets für das Land, dessen Annahme durch das Parlament aber ungewiss ist. Zyperns Banken sind wegen der Krise derzeit geschlossen.

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Leserkommentare
  1. das commonwealth of nations kann's halt noch (> wir reagieren sofort und zögern und zaudern nicht).

    das ist wohltuend anders gegenüber dem, was wir aus berlin erfahren müssen; aber da regiert auch auch ein zauder-und-zögern-queen.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, zz
  • Schlagworte Verteidigungsministerium | Zypern | Bank | Euro | Militärflugzeug | Parlament
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