Reichen-ListeZara-Besitzer verdrängt Buffett im Forbes-Spitzentrio

Der Mexikaner Slim erneut auf Rang eins, Bill Gates auf Position zwei – nur auf dem dritten Platz gab es Bewegung: Zara-Eigentümer Ortega verdrängte Investor Buffett.

Textilunternehmer Amancio Ortega (Bild von 2003)

Textilunternehmer Amancio Ortega (Bild von 2003)

Der mexikanische Telekommunikationsunternehmer Carlos Slim bleibt der reichste Mensch der Welt. Nach Berechnungen des US-Magazins Forbes verfügt Slim über 73 Milliarden Dollar (56 Milliarden Euro) Vermögen. Der Mexikaner führte die Liste das vierte Jahr in Folge an. Im Vergleich zu 2012 mehrte sich sein Reichtum um vier Milliarden Dollar.

Microsoft-Gründer Bill Gates liegt mit einem Vermögen von 67 Milliarden Dollar auf Platz zwei, gefolgt vom Spanier Amancio Ortega. Der Besitzer der Modekette Zara konnte seinen Reichtum binnen eines Jahres um 19,5 Milliarden Dollar auf nun 57 Milliarden Dollar steigern. Der legendäre US-Investor Warren Buffett fiel erstmals seit 2000 aus den Top Drei der Mega-Reichen, hat mit 53,5 Milliarden Dollar aber immer noch ein mehr als komfortables finanzielles Polster.

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Reichster Deutscher war erneut Aldi-Gründer Karl Albrecht. Der 93-Jährige konnte sein Vermögen leicht auf umgerechnet 26 Milliarden Dollar steigern, fiel aber aus den Top Ten auf den 18. Rang zurück. Die Erben von Albrechts verstorbenem Bruder Theo liegen mit 18,9 Milliarden Dollar auf Platz 31.

Lidl-Gründer Schwarz wieder dabei

Erstmals seit Jahren taucht Lidl-Gründer Dieter Schwarz wieder auf der Liste auf. Das Magazin hatte ihn 1999 heruntergenommen, nachdem der öffentlichkeitsscheue Unternehmer seine Anteile an der Schwarz-Gruppe auf eine gemeinnützige GmbH übertragen hatte. Die Dieter-Schwarz-Stiftung sei ihrer Rechtsform nach keine Stiftung und der 73-Jährige kontrolliere die Anteile weiter, schrieb Forbes. Mit einem Vermögen von 19,5 Milliarden Dollar liege Schwarz somit auf Platz 29.

Ebenfalls unter den hundert reichsten Menschen der Welt sind die Miteigentümer von BMW, Susanne Klatten (14,3 Milliarden Dollar; Rang 58), Stefan Quandt (11,9 Milliarden Dollar; Rang 81) und Johanna Quandt (10,6 Milliarden Dollar; Rang 100). Michael Otto vom Otto-Versandhaus und seine Familie verzeichneten den Angaben zufolge einen Rückgang ihres Vermögens von 17,6 Milliarden Dollar auf 14,2 Milliarden Dollar und belegen Platz 61.

Die Zahl der Dollarmilliardäre liegt mit 1.426 auf dem höchsten Stand seit dem Start der Forbes-Liste vor einem Vierteljahrhundert. Zusammen verfügen sie über 5,4 Billionen Dollar – ein deutlicher Anstieg von den 4,6 Billionen Dollar im vergangenen Jahr. Die USA führen mit 442 Superreichen die Statistik an. In Asien leben den Angaben zufolge 386, in Europa 366 Dollarmilliardäre.

 
Leser-Kommentare
  1. mit Billigklamotten die so aussehen sollen wie die teuren Marken, egal wie und wo produziert kann man auch reich werden.
    Hätte er nur ein drittel des Vermögens und den Rest der Produktion unter fairen Bedingungen und den Abverkauf ebenso organisiert wäre er ein Gutmensch geworden, so nur reich.

    9 Leser-Empfehlungen
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    • Tohain
    • 04.03.2013 um 19:31 Uhr

    Also wenn man der Quelle Wikipedia glauben darf, dann Unterstützt Ortega eine Stiftung, die seine Ex-Frau führt, die sich um die Ausbildung und die Hilfe von Behinderten kümmert, da er selbst einen schwerbehinderten Sohn hat. Desweiteren unterstützte er die Caritas mal eben mit 20 Mio € als Finanzausgleich in der Wirtschaftskrise, die hauptsächlich für die Lebensmittelverorgung eingesetzt werden sollten.
    Bevor man Menschen das "Gutmenschentum" abspricht, sollte man vielleicht vorher doch mal kurz schauen, was die leute so sozial treiben und aus welchem sozialen Umfeld sie stammen...

    Amancio Ortega sorgt gerade in Europa fuer viele Arbeitsplaetze, werden doch
    65% seiner Produkte in Spanien, Portugal und Marokko gefertigt, 35% im
    asiatischem Raum.
    Die Spende von ihm im Dezember 2012 fuer CARITAS/La Coruña hat
    durchaus ein sehr unterschiedliches Echo in seinem Heimatland gefunden,
    ich finde sie bemerkenswert und fuer viele Menschen in der Not hilfreich.

    • Tohain
    • 04.03.2013 um 19:31 Uhr

    Also wenn man der Quelle Wikipedia glauben darf, dann Unterstützt Ortega eine Stiftung, die seine Ex-Frau führt, die sich um die Ausbildung und die Hilfe von Behinderten kümmert, da er selbst einen schwerbehinderten Sohn hat. Desweiteren unterstützte er die Caritas mal eben mit 20 Mio € als Finanzausgleich in der Wirtschaftskrise, die hauptsächlich für die Lebensmittelverorgung eingesetzt werden sollten.
    Bevor man Menschen das "Gutmenschentum" abspricht, sollte man vielleicht vorher doch mal kurz schauen, was die leute so sozial treiben und aus welchem sozialen Umfeld sie stammen...

    Amancio Ortega sorgt gerade in Europa fuer viele Arbeitsplaetze, werden doch
    65% seiner Produkte in Spanien, Portugal und Marokko gefertigt, 35% im
    asiatischem Raum.
    Die Spende von ihm im Dezember 2012 fuer CARITAS/La Coruña hat
    durchaus ein sehr unterschiedliches Echo in seinem Heimatland gefunden,
    ich finde sie bemerkenswert und fuer viele Menschen in der Not hilfreich.

    • Tohain
    • 04.03.2013 um 19:31 Uhr

    Also wenn man der Quelle Wikipedia glauben darf, dann Unterstützt Ortega eine Stiftung, die seine Ex-Frau führt, die sich um die Ausbildung und die Hilfe von Behinderten kümmert, da er selbst einen schwerbehinderten Sohn hat. Desweiteren unterstützte er die Caritas mal eben mit 20 Mio € als Finanzausgleich in der Wirtschaftskrise, die hauptsächlich für die Lebensmittelverorgung eingesetzt werden sollten.
    Bevor man Menschen das "Gutmenschentum" abspricht, sollte man vielleicht vorher doch mal kurz schauen, was die leute so sozial treiben und aus welchem sozialen Umfeld sie stammen...

    3 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "siehste"
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    ... mit einem Autodieb, der ihren PKW entwendet, ihnen irgendwann später mit der Post ihr Navi zurück schickt, und meint, dass ja wieder alles ok ist.
    Würden Sie sich auf sowas einlassen?

    Maschmeyer hat das ja auch versucht; erst Millionen € von naiven Kleinsparern abgezogen, dann einen Bruchteil davon bei blitzlichtgefluteten Charityveranstaltungen gespendet um sich von dem Klatschzeitungen als Menschenfreund feiern zu lassen.

    • T-o-M
    • 05.03.2013 um 11:01 Uhr

    In Ortega's Fall sind 20 Mio nicht mal 0,04% seines Vermögens von 57 Milliarden.
    Das ist prozentual das Gleiche, als ob Sie 35 Euro bei einem Vermögen von 100.000 Euro Spenden.

    ... mit einem Autodieb, der ihren PKW entwendet, ihnen irgendwann später mit der Post ihr Navi zurück schickt, und meint, dass ja wieder alles ok ist.
    Würden Sie sich auf sowas einlassen?

    Maschmeyer hat das ja auch versucht; erst Millionen € von naiven Kleinsparern abgezogen, dann einen Bruchteil davon bei blitzlichtgefluteten Charityveranstaltungen gespendet um sich von dem Klatschzeitungen als Menschenfreund feiern zu lassen.

    • T-o-M
    • 05.03.2013 um 11:01 Uhr

    In Ortega's Fall sind 20 Mio nicht mal 0,04% seines Vermögens von 57 Milliarden.
    Das ist prozentual das Gleiche, als ob Sie 35 Euro bei einem Vermögen von 100.000 Euro Spenden.

  2. ... mit einem Autodieb, der ihren PKW entwendet, ihnen irgendwann später mit der Post ihr Navi zurück schickt, und meint, dass ja wieder alles ok ist.
    Würden Sie sich auf sowas einlassen?

    Maschmeyer hat das ja auch versucht; erst Millionen € von naiven Kleinsparern abgezogen, dann einen Bruchteil davon bei blitzlichtgefluteten Charityveranstaltungen gespendet um sich von dem Klatschzeitungen als Menschenfreund feiern zu lassen.

    10 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Gutmenschentum"
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    ...dass er niemanden zwingt bei Zara einzukaufen. Der Konsument hat immernoch die freie Wahl sich für fair trade oder "discount" Textilien zu entscheiden.

    ...dass er niemanden zwingt bei Zara einzukaufen. Der Konsument hat immernoch die freie Wahl sich für fair trade oder "discount" Textilien zu entscheiden.

    • clammi
    • 04.03.2013 um 20:23 Uhr

    20 Millionen ist nicht schlecht für Charity. Was haben Sie denn in diesem Jahr dazu beigetragen?

    clammi

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    <<< 20 Millionen ist nicht schlecht für Charity. Was haben Sie denn in diesem Jahr dazu beigetragen? <<<

    Keine 20 Millionen.
    Ich habe aber auch kein billiges Arbeiter_innen-Heer, was mir täglich die Millionen reinträgt und selbst auf Wohlstand verzichtet, damit ich einen auf Wohltäter machen kann.

    <<< 20 Millionen ist nicht schlecht für Charity. Was haben Sie denn in diesem Jahr dazu beigetragen? <<<

    Keine 20 Millionen.
    Ich habe aber auch kein billiges Arbeiter_innen-Heer, was mir täglich die Millionen reinträgt und selbst auf Wohlstand verzichtet, damit ich einen auf Wohltäter machen kann.

    • timonb
    • 04.03.2013 um 20:38 Uhr

    Ich gönne einigen da oben ja ihr Geld, aber alleine die Vorstellung, dass der ZARA-Besitzer jeden Tag über 50 Mio. Euro "verdient" hat, ist beinahe unglaublich.
    Aber man muss ihnen lassen, dass sie fast alle irgendwann mal ein sehr hohes finanzielles Risiko eingegangen sind und - anders als die meisten - damit erfolgreich waren. Sie sollte jetzt nur was Gutes damit anfangen :)

  3. <<< 20 Millionen ist nicht schlecht für Charity. Was haben Sie denn in diesem Jahr dazu beigetragen? <<<

    Keine 20 Millionen.
    Ich habe aber auch kein billiges Arbeiter_innen-Heer, was mir täglich die Millionen reinträgt und selbst auf Wohlstand verzichtet, damit ich einen auf Wohltäter machen kann.

    9 Leser-Empfehlungen
    Antwort auf "Zensurzeit"
  4. niemand hat der Reichtum der Welt zu interessieren.
    Wie schön war es noch vor 10 Jahren, als man die bösen REichen einfach in Ruhe ließ

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    ... gibt es schon länger als 10 Jahre. Und der Forbesclan ist ja selber steinreich.

    ... gibt es schon länger als 10 Jahre. Und der Forbesclan ist ja selber steinreich.

  5. ... gibt es schon länger als 10 Jahre. Und der Forbesclan ist ja selber steinreich.

    Eine Leser-Empfehlung

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