IG Metall und Stahlarbeitgeber haben sich auf einen neuen Tarifvertrag für die etwa 75.000 Stahlkocher in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen geeinigt. Die Stahlarbeiter würden ab dem 1. März drei Prozent höhere Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen erhalten, teilte die Gewerkschaft mit. Die Laufzeit des Vertrags beträgt 15 Monate.

Zusätzlich wurden die Möglichkeiten für den Übergang in die Altersteilzeit und für die Altersvorsorge verbessert. Auch der Anfang des Jahres ausgelaufene Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung sei verlängert worden.

"Insgesamt eine faire, ordentliche Lösung", sagte Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW, in einer Mitteilung.

Der Vertreter der Arbeitgeber, Helmut Koch, sagte: "Natürlich haben wir einen Tarifabschluss mit einem geringeren Belastungsvolumen angestrebt." Jetzt sei aber "ein ausgewogener Kompromiss" zustande gekommen. Er wies auch auf eine gleichzeitig vereinbarte Neuregelung der vermögenswirksamen Leistungen für Auszubildende hin, die Anreiz bieten soll, schon frühzeitig mit der Altersvorsorge zu beginnen.

Vor dem Start der Gespräche hatten rund 1.100 Stahlkocher in Düsseldorf demonstriert. Auch hatte die IG Metall bereits Warnstreiks geplant, die mit dem nun erzielten Verhandlungsergebnis ausgesetzt wurden. Am Donnerstag werde die Tarifkommission über das Verhandlungsergebnis informiert, teilte die Gewerkschaft weiter mit.