PreisentwicklungInflation in der Euro-Zone sinkt weiter

Die Preise für Nahrungsmittel sind im Februar deutlich weniger gestiegen als noch im Vormonat. Die Europäische Zentralbank rechnet mittelfristig mit stabilen Preisen.

Ein Frau kauft in Madrid Gemüse ein.

Ein Frau kauft in Madrid Gemüse ein.

Gute Nachrichten für Verbraucher: Die Inflation in der Euro-Zone ist weiter auf dem Rückmarsch. Die Jahresteuerung ist nach Angaben des Statistikamtes Eurostat im Februar auf 1,8 Prozent gefallen. Im Januar waren es noch 2 Prozent. Letztmals hatte die Inflationsrate im November 2010 mit 1,9 Prozent unter der Zwei-Prozent-Marke gelegen. 

Die Preise für Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak stiegen im Februar deutlich weniger als noch im Januar. Nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) ist Preisstabilität mittelfristig bei Raten von knapp unter 2 Prozent gegeben. Dies trifft auch für Deutschland zu, wo die Inflationsrate ebenfalls bei 1,8 Prozent liegt.

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Die EZB, deren Führung am Donnerstag zu ihrer nächsten Sitzung zusammenkommt, dürfte Fachleuten zufolge den Leitzins auf dem historisch niedrigen Wert von 0,75 Prozent lassen.

EZB-Chef Mario Draghi hatte jüngst klargemacht, dass die Zentralbank aber an der lockeren Geldpolitik festhalten wird. Sie stimuliere die Konjunktur. Die Zentralbank sei weit davon entfernt, sich davon abzukehren. 

 
Leser-Kommentare
    • bayert
    • 01.03.2013 um 16:03 Uhr

    in Österreich steigt die Inflationsrate (Jan. 2013: 2,6%, siehe http://www.statistik.at/w...)

    Auch Interessant: Der Mikro- und Miniwarenkorb:
    http://www.statistik.at/w...

    http://www.statistik.at/w...

    2 Leser-Empfehlungen
  1. Ah, da bekommt der Verbraucher wieder eine vermeintlich "gute" Nachricht, nur damit er sich danach wieder anhören darf, dass das seine Schuld sei, wenn er so billig Lebensmittel einkauft.

    Soll ich mich nun freuen oder ärgern?

    4 Leser-Empfehlungen
  2. ...wissen wir ja seit dem Pferdefleischfunden.

    Ich frage mich was aus all den vielen Milliarden wurden die man in diverse europäische Banken stecken musste.
    Da gab es ja genug Warner die meinten es müsste zu Inflation kommen. Entweder ist aufgeschoben nicht aufgehoben oder diese Milliarden dienten überraschend wenig Menschen deren Kaufkraft keinen Einfluss mehr auf die Inflation hat.
    Hmm....

    3 Leser-Empfehlungen
  3. warum wird eigentlich immer gejubelt, wenn die preise immer schön niedrig bleiben/noch niedriger werden?!

    => ein schelm wer dann auch noch glaubt, dass die qualität stimmt, ich finde das eher zum wiehern ,-)))

    Eine Leser-Empfehlung
  4. erst vertragen können, ehe man "nur" dazu sagt.

  5. ...aber wie ich mehrfach vorrausgesagt habe, war das durch die Bundesstatistik nachweislich abzusehen.

  6. Komm Verbraucher, kaufe billig, das ist toll für dich! Aber wehe dir, du tust es. Dann ist es deine Schuld, dass du Pferd und Esel und Chemie ist, egal ob aus der Region oder aus Timbuktu, komm lieber Verbraucher, ich will wieder einen Grund haben dir zu erzählen, warum nur du allein es bist, der die Welt so schlecht macht!

    Zum Davonlaufen sind diese Nachrichten!

  7. Das wird den Deutschen seit Jahren von den Meinungsbildnern erzählt. Leider ist es so, dass die erstaunlich niedere Inflation daher kommt, dass die Leute in der Breite immer weniger Geld haben, die Händler ihre Preis nieder halten müssen, und alles was an Preissteigerung kommt, mehr oder weniger die durchgereichten Energiepreissteigerungen sind.

    Niedere Inflation heißt, selbst bei Wirtschaftwachstum stagniert der Wohlstand im Volk und ist teils rückläufig.

    Gute Nachrichten für Verbraucher? Nein. Gute Nachricht für Leute, die viel Geld auf der Bank haben.

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