Ökonomie"Wer Deutsch spricht, spart mehr"

Die Deutschen sparen seit Jahrzehnten mehr als andere. Im Interview hat der Yale-Ökonom Keith Chen eine überraschende Erklärung: Es könnte an unserer Sprache liegen.

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ZEIT ONLINE: Herr Chen, Sie vertreten die These, dass wir mehr oder weniger sparen – je nachdem, welche Sprache wir sprechen. Das überrascht. Wie kommen Sie darauf?

Keith Chen: In einer Studie habe ich erstmals einen sprachlichen Ansatz gewählt, um zu erklären, warum Menschen sparen. Meine Überlegung war die Folgende: Es gibt offensichtlich Sprachen, in denen der Sprecher dazu gezwungen ist, das Futur zu benutzen, wenn er über die Zukunft sprechen will. Daneben gibt es Sprachen, in denen man das Präsens verwenden kann, wenn man über die Zukunft spricht. Ich nenne diese Sprachen "zukunftslos“. Die Gegenwart und die Zukunft fühlen sich gleich an.

ZEIT ONLINE: Können Sie hierfür ein Beispiel geben?

Keith Chen
Keith Chen

ist Verhaltensökonom an der Yale School of Management. Seine aktuelle Arbeit über den Effekt von Sprache auf das ökonomische Verhalten wird im April dieses Jahres in der American Economic Review veröffentlicht.

Chen: Nehmen Sie die deutsche Sprache. Im Deutschen können Sie sagen: "Morgen spare ich.“ Das ist die Gegenwartsform, auch wenn die Zukunft gemeint ist. Genauso gut können Sie sagen: "Morgen werde ich sparen.“ Beides geht, es macht keinen Unterschied. Im Englischen ist das anders. Grammatikalisch ist nur "Morgen werde ich sparen“ richtig. Das Deutsche ist eine "zukunftslose“ Sprache, das Englische nicht.

ZEIT ONLINE: Und was hat das jetzt mit unserem Sparverhalten zu tun?

Chen: Grundsätzlich ist es doch so: Geld beiseite zu legen kostet Überwindung. Es verursacht heute Kosten und ich kann erst morgen einen Nutzen daraus ziehen. Wenn man wie die Deutschen in der Gegenwartsform über das Sparen sprechen kann, obwohl man die Zukunft meint, ist es einfacher zu sparen. Den Deutschen ist die Zukunft näher, die Überwindung ist nicht so groß.

ZEIT ONLINE: Weil wir Deutsch sprechen, sparen wir mehr?

Chen: Richtig.

ZEIT ONLINE: Wie stark sind denn die Belege für Ihre These?

Chen: Für meine Studie habe ich verschiedene Industrieländer untersucht, und dabei ihre Sparquote und ihre Sprache verglichen. In Ländern wie China, Japan, Norwegen und Finnland mit einer zukunftslosen Sprache, war auch die Sparquote substantiell höher. Die Bevölkerung solcher Länder spart jedes Jahr im Schnitt sechs Prozent mehr ihres Bruttoinlandsprodukts als Staaten, in denen die Bürger zwingend das Futur benutzen müssen. Zum Beispiel in Spanien, Griechenland oder Portugal.

Leser-Kommentare
  1. tja, so ein müll kommt heraus, wenn man die geistes- und sozialwissenschaften an die wand 'spart' und gesellschaftlich und kulturelle fragen den ökonomen und naturwissenschaftlern überlässt.

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    Ich würde es anders formulieren, aber im Kern haben sie Recht.

    "Wir sparen, weil wir deutsch sprechen" ...bei dem Satz drehen sie meine Finger um die eigene Achse...und das nicht aus Spaß!

    da hat jemand Humor bewiesen, obwohl das Ganze wohl eher traurig ist. Ich frage mich, ob überhaupt kulturelle und soziale Faktoren in Betracht gezogen wurden... hat da jemand "Scheinkorrelation" gebrüllt?

    Genau dasselbe habe ich auch gedacht (als einer der letzten vor der Studienreform fertig ausgebildeten Geisteswissenschaftler meiner Uni).

    Da haben Sie eine Kleinigkeit übersehen: Die Ökonomie selbst ist eine Sozialwissenschaft:

    Sie beschäftigt sich mit zwischenmenschlicher Interaktion unter dem Blickwinkel des Handels / Austauschs.

    dass Wirtschaftswissenschaften zu den Sozialwissenschaften zählen, ich bin zudem absolut davon überzeugt, dass Naturwissenschaftler die Statistik im Durchschnitt besser anwenden können als Geistes- und Sozialwissenschaftler.

    Und es mag zwar auch durch die Übersetzung bedingt sein (ich gehe nicht davon aus, dass das Interview auf deutsch geführt wurde), aber einerseits auf die Frage "Weil wir Deutsch sprechen, sparen wir mehr?" mit "Richtig." zu antworten und andererseits zuzugeben, dass eine Kausalität noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen wurde, widerspricht sich meiner Meinung nach von selbst.

    mal wieder, dass wissenschaftliches Arbeiten vielen kein Begriff ist - er hat eine Hypothese aufgestellt und die versucht zu validieren... lange ist hier Korrelation noch keine Kausation und Sie müsse es nicht glauben - das ganze aber einfach so als "Schwachsinn" abzutun weil Sie es nicht mögen ist engstirnig.

    .... der hat die Yale School of Management abgeschlossen, der m u s s recht haben !
    Schliesslich hat diese Uni eine Menge Kohle gekostet ! Dazu kommt, er hat die Aufmerksamkeit der ZEIT geweckt hat !
    [Ironie aus]
    Wenn er eine Schlosserlehre gemacht hätte, wäre die Welt ein Stück reicher, aber so ein Hirngespinst...wow ! Und in Deutschland (das mit der zukunftslosen Sprache) machen sie sich einen Kopf über die PISA - Studie !

    Ich kann mir das durchaus vorstellen. Im Spanischen z.B. gibt es 2 verschiedene Verben für "sein". Das eine (ser) bedeutet "ständig sein", das andere (estar) "momentan sein". Da man ständig zwischen diesen beiden "seins" unterscheiden muss, macht es wohl einen Unterschied, ob man sagt: ich bin "(ständig) krank" oder ich bin "(momentan) krank". Dementsprechend unterscheiden die Spanier also sehr oft zwischen ständigen Zuständen und momentanen Zuständen. Dadurch leben sie wohl auch mehr in der Gegenwart und sparen vielleicht auch weniger.

    Ich würde es anders formulieren, aber im Kern haben sie Recht.

    "Wir sparen, weil wir deutsch sprechen" ...bei dem Satz drehen sie meine Finger um die eigene Achse...und das nicht aus Spaß!

    da hat jemand Humor bewiesen, obwohl das Ganze wohl eher traurig ist. Ich frage mich, ob überhaupt kulturelle und soziale Faktoren in Betracht gezogen wurden... hat da jemand "Scheinkorrelation" gebrüllt?

    Genau dasselbe habe ich auch gedacht (als einer der letzten vor der Studienreform fertig ausgebildeten Geisteswissenschaftler meiner Uni).

    Da haben Sie eine Kleinigkeit übersehen: Die Ökonomie selbst ist eine Sozialwissenschaft:

    Sie beschäftigt sich mit zwischenmenschlicher Interaktion unter dem Blickwinkel des Handels / Austauschs.

    dass Wirtschaftswissenschaften zu den Sozialwissenschaften zählen, ich bin zudem absolut davon überzeugt, dass Naturwissenschaftler die Statistik im Durchschnitt besser anwenden können als Geistes- und Sozialwissenschaftler.

    Und es mag zwar auch durch die Übersetzung bedingt sein (ich gehe nicht davon aus, dass das Interview auf deutsch geführt wurde), aber einerseits auf die Frage "Weil wir Deutsch sprechen, sparen wir mehr?" mit "Richtig." zu antworten und andererseits zuzugeben, dass eine Kausalität noch nicht zweifelsfrei nachgewiesen wurde, widerspricht sich meiner Meinung nach von selbst.

    mal wieder, dass wissenschaftliches Arbeiten vielen kein Begriff ist - er hat eine Hypothese aufgestellt und die versucht zu validieren... lange ist hier Korrelation noch keine Kausation und Sie müsse es nicht glauben - das ganze aber einfach so als "Schwachsinn" abzutun weil Sie es nicht mögen ist engstirnig.

    .... der hat die Yale School of Management abgeschlossen, der m u s s recht haben !
    Schliesslich hat diese Uni eine Menge Kohle gekostet ! Dazu kommt, er hat die Aufmerksamkeit der ZEIT geweckt hat !
    [Ironie aus]
    Wenn er eine Schlosserlehre gemacht hätte, wäre die Welt ein Stück reicher, aber so ein Hirngespinst...wow ! Und in Deutschland (das mit der zukunftslosen Sprache) machen sie sich einen Kopf über die PISA - Studie !

    Ich kann mir das durchaus vorstellen. Im Spanischen z.B. gibt es 2 verschiedene Verben für "sein". Das eine (ser) bedeutet "ständig sein", das andere (estar) "momentan sein". Da man ständig zwischen diesen beiden "seins" unterscheiden muss, macht es wohl einen Unterschied, ob man sagt: ich bin "(ständig) krank" oder ich bin "(momentan) krank". Dementsprechend unterscheiden die Spanier also sehr oft zwischen ständigen Zuständen und momentanen Zuständen. Dadurch leben sie wohl auch mehr in der Gegenwart und sparen vielleicht auch weniger.

  2. akademisch verbrämter geistiger Dünnpfiff. Natürlich weiß ein deutscher Muttersprachler, wann er Gegenwart und wann er Zukunft benutzt und unterscheidet diese Zeiten. Übrigens gibt es im Russischen zwei unterschiedliche Futur-Formen. Jetzt würde mich mal interessieren, was das mit russischem Sparverhalten zu tun hat.

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    • mtk123
    • 07.03.2013 um 5:15 Uhr

    dass es auch im deutschen zwei Formen des Futurs gibt.
    Futur 1: Ich werde diesen Kommentar beantworten.
    Futur 2: Ich werde diesen Kommentar bis morgen beantwortet haben.

    • mtk123
    • 07.03.2013 um 5:15 Uhr

    dass es auch im deutschen zwei Formen des Futurs gibt.
    Futur 1: Ich werde diesen Kommentar beantworten.
    Futur 2: Ich werde diesen Kommentar bis morgen beantwortet haben.

  3. daß im Finanzministerium anscheinend seit Jahren keine deutsch sprechenden Mitarbeiter mehr beschäftigt sind...

    26 Leser-Empfehlungen
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    Nun, wenn man das deutsche ("zukunftslose") Finanzministerium mal mit dem griechischen, spanischen oder portugiesischen vergleicht, dann kann man ihnen nur widersprechen: Offenbar ist man sich bei uns in einem viel höheren Maße der finanziellen Zukunft bewusst als dort.

    sollt es beim Sparen mit dem Geld anderer Leute geben?

    Nun, wenn man das deutsche ("zukunftslose") Finanzministerium mal mit dem griechischen, spanischen oder portugiesischen vergleicht, dann kann man ihnen nur widersprechen: Offenbar ist man sich bei uns in einem viel höheren Maße der finanziellen Zukunft bewusst als dort.

    sollt es beim Sparen mit dem Geld anderer Leute geben?

  4. Oh je oh je. Das ist eine der überflüssigsten Studien, von denen ich je gehört habe. Natürlich hat das Sparverhalten nichts mit der Mentalität zu tun, die systematisch über Generationen vererbt werden kein, sondern mit der Sprache ;)
    Erschreckend, dass für solch einen Nonsens Forschungsgelder verschwendet werden.

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    • raly
    • 06.03.2013 um 16:52 Uhr

    Ach so unwahrscheinlich ist das doch gar nicht, Sprache ist einfach eine andere Art Kulturelle Unterschiede auszudruecken - dennn was ist Sprache wenn nicht eines der Characteristika einer Kultur schlechthin...

    • raly
    • 06.03.2013 um 16:52 Uhr

    Ach so unwahrscheinlich ist das doch gar nicht, Sprache ist einfach eine andere Art Kulturelle Unterschiede auszudruecken - dennn was ist Sprache wenn nicht eines der Characteristika einer Kultur schlechthin...

  5. Ich würde es anders formulieren, aber im Kern haben sie Recht.

    "Wir sparen, weil wir deutsch sprechen" ...bei dem Satz drehen sie meine Finger um die eigene Achse...und das nicht aus Spaß!

    Antwort auf "sancta simplicitas!"
  6. Korrelation ist nicht Kausalität.
    Das lernt man doch in jedem Statistik-Kurs gleich am Anfang.

    Das Sprache gewisse Verhaltensweisen beeinflusst kann ja durchaus stimmen, aber darauf auf das Sparverhalten zu schließen ist schlicht zu abstrakt.

    11 Leser-Empfehlungen
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    Zugegeben: Herr Chen vertritt hier eine steile These. Seine Arbeit bei völliger Unkenntnis bezüglich Daten, Theorie und Methode pauschal als "Überflüssig", "akademisch verbrämter Dünnpfiff" und "an den Haaren herbeigezogen" zu bezeichnen, ist schlichtweg unverschämt.

    Ihr Verweis auf eine Scheinkorrelation zeugt immerhin von einer einigermaßen differenzierten Betrachtungsweise, mit Statistik-I-Wissen ist es hier aber nicht getan: Herr Chen verwendet eine Fixed-Effects-Regression, das heißt er kontrolliert eine ganze Reihe von Variablen, die das Ergebnis verzerren könnten:

    "These fixed effects control for a person’s: country of residence, income decile within that country, marital status (with 6 different classifications), sex, education (with 8 different classifications), age (in ten-year bins), number of children, survey wave, and religion (from a set of 74) all interacted (for a total of 1.4 billion categories)."

    Ist auf Seite 10 des working papers nachzulesen. Was die Statistik angeht, scheint das saubere Arbeit zu sein, abgesehen davon hat Herr Chen selbst im Interview niemals einen Kausalzusammenhang behauptet.

    Grund genug, seinen Tonfall etwas zu mäßigen, vor allem, wenn man, wie der Großteil der Kommentatoren halt einfach keine Ahnung vom Thema hat.

    Das war einer weniger wirklich hilfreichen Kommentare. Ich habe den Paper eben einmal überflogen und müsste ihn ca. zwei Stunden im Detail lesen, um die genauen Gedankengänge des Autors nachzuvollziehen und das, obwohl ich schon diverse Panels geschätzt habe. Wenn ich richtig geschaut habe, dann sehen die Ergebnisse auch recht robust aus.
    Wer also schon nach 30min schreibt, was das denn für ein Quatsch ist, sollte also lieber erst noch einmal ein wenig die Thesen in der Publikation studieren, was für Daten verwendet wurde und für was vor allem kontrolliert wird.
    Und einmal der Hinweis: Der Paper erscheint im "American Economic Review". Das ist das renomiersteste Journal, in dem man als Volkswirt landen kann. Also nicht irgendeine hinterwäldler Medizin-Diss, wo sich mal wieder an Statistik ohne Vorkenntnisse gewagt hat.

    Ein Trauerspiel.

    man kann sich als Nicht-Geisteswissenschaftler dann doch wohl anscheinend gar nicht erkennen, dass das Problem an einer anderen Stelle liegt.
    Kurz die Denkbewegung mitverfolgt: Denken Siedeinmal eine Minute lang nach über die Essenz des "Deutschen", d.h. die essentialistische Begrifflichkeit nach & fügen Sie Geschichtlichkeit hinzu und um es noch aufzuhübschen diachrone Veränderung - Wozu kommen sie dann?
    Genau, die These ist alleine auf Grund der verwandten Begrifflichkeiten leider unhaltbar. Im Logikkurs in der Philosophie lernt man im ersten Semster etwas, was Wirtschaftswissenschftler wohl nie lernen müssen: man kann logisch (und von mir aus auch statistisch korrekt) argumentieren - aber der Inhalt kann trotzdem für die Tonne sein... einfach weil die Prämissen falsch sind - logisch ist's trotzdem.

    Zugegeben: Herr Chen vertritt hier eine steile These. Seine Arbeit bei völliger Unkenntnis bezüglich Daten, Theorie und Methode pauschal als "Überflüssig", "akademisch verbrämter Dünnpfiff" und "an den Haaren herbeigezogen" zu bezeichnen, ist schlichtweg unverschämt.

    Ihr Verweis auf eine Scheinkorrelation zeugt immerhin von einer einigermaßen differenzierten Betrachtungsweise, mit Statistik-I-Wissen ist es hier aber nicht getan: Herr Chen verwendet eine Fixed-Effects-Regression, das heißt er kontrolliert eine ganze Reihe von Variablen, die das Ergebnis verzerren könnten:

    "These fixed effects control for a person’s: country of residence, income decile within that country, marital status (with 6 different classifications), sex, education (with 8 different classifications), age (in ten-year bins), number of children, survey wave, and religion (from a set of 74) all interacted (for a total of 1.4 billion categories)."

    Ist auf Seite 10 des working papers nachzulesen. Was die Statistik angeht, scheint das saubere Arbeit zu sein, abgesehen davon hat Herr Chen selbst im Interview niemals einen Kausalzusammenhang behauptet.

    Grund genug, seinen Tonfall etwas zu mäßigen, vor allem, wenn man, wie der Großteil der Kommentatoren halt einfach keine Ahnung vom Thema hat.

    Das war einer weniger wirklich hilfreichen Kommentare. Ich habe den Paper eben einmal überflogen und müsste ihn ca. zwei Stunden im Detail lesen, um die genauen Gedankengänge des Autors nachzuvollziehen und das, obwohl ich schon diverse Panels geschätzt habe. Wenn ich richtig geschaut habe, dann sehen die Ergebnisse auch recht robust aus.
    Wer also schon nach 30min schreibt, was das denn für ein Quatsch ist, sollte also lieber erst noch einmal ein wenig die Thesen in der Publikation studieren, was für Daten verwendet wurde und für was vor allem kontrolliert wird.
    Und einmal der Hinweis: Der Paper erscheint im "American Economic Review". Das ist das renomiersteste Journal, in dem man als Volkswirt landen kann. Also nicht irgendeine hinterwäldler Medizin-Diss, wo sich mal wieder an Statistik ohne Vorkenntnisse gewagt hat.

    Ein Trauerspiel.

    man kann sich als Nicht-Geisteswissenschaftler dann doch wohl anscheinend gar nicht erkennen, dass das Problem an einer anderen Stelle liegt.
    Kurz die Denkbewegung mitverfolgt: Denken Siedeinmal eine Minute lang nach über die Essenz des "Deutschen", d.h. die essentialistische Begrifflichkeit nach & fügen Sie Geschichtlichkeit hinzu und um es noch aufzuhübschen diachrone Veränderung - Wozu kommen sie dann?
    Genau, die These ist alleine auf Grund der verwandten Begrifflichkeiten leider unhaltbar. Im Logikkurs in der Philosophie lernt man im ersten Semster etwas, was Wirtschaftswissenschftler wohl nie lernen müssen: man kann logisch (und von mir aus auch statistisch korrekt) argumentieren - aber der Inhalt kann trotzdem für die Tonne sein... einfach weil die Prämissen falsch sind - logisch ist's trotzdem.

    • Lefty
    • 06.03.2013 um 14:45 Uhr

    Ich staune,was man alles an Haaren herbeiziehen kann;und für solche unbeweisbaren Behauptungen geben Sie in ihrer Zeitung noch Raum.
    Das Sparverhalten hat nichts mit der Sprache zu tun,eher mit der Erziehung.

    4 Leser-Empfehlungen
  7. Es gibt Sprachen, die besitzen nicht nur ein Futur, sondern auch noch ein Futur II. Die alten Lateiner hatten so eine Sprache. Wahrscheinlich verprassten sie deshalb ihr ganzes Geld bei Gelagen und bei Zirkusspielen.
    Muss jetzt die Geschichte des Imperium Romanum umgeschrieben werden?
    Ging es gar nicht an Überdehnung und anderen Problemen zugrunde, sondern am Futur II? Das möchten wir jetzt schon gerne wissen.

    20 Leser-Empfehlungen
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    Sie schreiben:
    "Es gibt Sprachen, die besitzen nicht nur ein Futur, sondern auch noch ein Futur II. Die alten Lateiner hatten so eine Sprache. "

    Aber wir haben im Deutschen doch ein ein Futur 2.

    Beispiel:

    Ich werde morgen um 10 Uhr in Berlin ankommen (Futur I)
    Ich werde morgen um 11 Uhr in Berlin angekommen sein (Futur II) , also eine in der Zukunft abgeschlossene Handlung.

    Vielleicht ist es für die Studie unerheblich oder auch nicht. Wir sind nicht ganz futurlos. Wir verwenden das Futur im Zusammenhang mit einer zuversichtlichen Annahme.
    Beispiele:

    Er wird das (schon) machen.
    Sie wird schon von ihrem Vorhaben ablassen.
    Die Kanzlerin wird das schon managen (:-))

    Es gibt aber Sprachen, in denen das Tempus keine Rolle spielt, sondern der Aspekt, ob eine Handlung regelmäßig wiederkehrend ist, ob sie abgeschlossen ist, etc.

    Da tun sich dann natürlich neue Fragen auf.

    • nouraa
    • 07.03.2013 um 8:25 Uhr

    Wir haben auch ein Futur II ;)

    Sie schreiben:
    "Es gibt Sprachen, die besitzen nicht nur ein Futur, sondern auch noch ein Futur II. Die alten Lateiner hatten so eine Sprache. "

    Aber wir haben im Deutschen doch ein ein Futur 2.

    Beispiel:

    Ich werde morgen um 10 Uhr in Berlin ankommen (Futur I)
    Ich werde morgen um 11 Uhr in Berlin angekommen sein (Futur II) , also eine in der Zukunft abgeschlossene Handlung.

    Vielleicht ist es für die Studie unerheblich oder auch nicht. Wir sind nicht ganz futurlos. Wir verwenden das Futur im Zusammenhang mit einer zuversichtlichen Annahme.
    Beispiele:

    Er wird das (schon) machen.
    Sie wird schon von ihrem Vorhaben ablassen.
    Die Kanzlerin wird das schon managen (:-))

    Es gibt aber Sprachen, in denen das Tempus keine Rolle spielt, sondern der Aspekt, ob eine Handlung regelmäßig wiederkehrend ist, ob sie abgeschlossen ist, etc.

    Da tun sich dann natürlich neue Fragen auf.

    • nouraa
    • 07.03.2013 um 8:25 Uhr

    Wir haben auch ein Futur II ;)

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