Der chinesische Solarzellen-Hersteller Suntech hat Insolvenz angemeldet. Die Gläubigerbanken des einstmals weltweit führenden Herstellers von Photovoltaikmodulen hätten bei Gericht einen Antrag auf Sanierung im Insolvenzverfahren eingereicht, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Es werde eine Reorganisation des Unternehmens angestrebt. Suntech lehnte eine Stellungnahme ab.

Suntech Power gehört international zu den größten Herstellern von Solarzellen. Das in New York börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Wuxi in der ostchinesischen Provinz Jiangsu war durch Überkapazitäten und den Preisverfall auf dem Markt für Solarzellen in die Krise geraten. Das Unternehmen ist außerdem Trikotsponsor des deutschen Fußball-Bundesligavereins TSG Hoffenheim.

Anfang der Woche war bekannt geworden, dass Suntech eine Anleihe nicht mehr bedienen konnte und nach Kreditgebern oder Investoren suchte. Die Insolvenz ist nach Ansicht von Experten ein Zeichen dafür, dass die Konsolidierung in der Solarindustrie nach Europa und den USA jetzt auch China erreicht hat.

Zudem hatten die USA im vergangenen Jahr Strafzölle gegen chinesische Produzenten verhängt, denen Preisdumping vorgeworfen worden war. In Europa ermittelt die EU-Kommission ebenfalls wegen wettbewerbsverzerrender Subventionen in China.

Der Aktienkurs des Unternehmens befindet sich schon seit einiger Zeit im Abwärtstrend, nach der Mitteilung stürzten die Aktien um 50 Prozent auf ein Rekordtief von 0,24 Euro.