Chávez verschleuderte die wichtigste Ressource
Auch die Auslandsverschuldung hat sich seit 2003 verzehnfacht. Um die Zahlungsschwierigkeiten der venezolanischen Regierung zu überbrücken, hat China mehrfach Erdöllieferungen im Voraus bezahlt. Devisen sind so knapp, dass der Dollar auf dem Schwarzmarkt für das Dreifache des offiziellen Wertes in die heimische Währung Bolivar Fuerte getauscht wird.
Umso mehr hängt der Staatshaushalt von den Erlösen aus dem Erdölexport ab. Venezuela ist der elftgrößte Ölproduzent der Welt. Doch Chávez verschleuderte die wichtigste Ressource seines Landes, um sich politische Unterstützung auch im Ausland zu erkaufen. Bruderland Kuba und andere verbündete Nachbarländer bekamen verbilligtes Erdöl. Sogar an US-Tankstellen gab es zeitweise billiges venezolanisches Benzin für die "Armen". Im Gegenzug erhielt Venezuela – ganz nach Dieterichs Vorstellungen – Kühe aus Argentinien, Reis aus Nicaragua, Ärzte, Ingenieure und Militärberater aus Kuba.
Um Chávez' Ausgaben im In- und Ausland zu finanzieren, druckte die Zentralbank Geld. Doch ohne das Erdöl wäre das sozialistische Experiment viel früher am Ende gewesen. Als Chávez 1999 die Regierung übernahm, kostete ein Fass Erdöl 20 Dollar. Um die Jahrtausendwende stieg er wegen des chinesischen Wirtschaftswunders auf mehr als 100 Dollar und ist seither stabil.
Das Modell funktioniert nicht mehr
Es ist schon lange abzusehen, dass dieses Modell nicht mehr funktioniert. Weil zu wenig investiert wird und die Anlagen schlecht gewartet werden, sinkt die Ölproduktion. Die Opec schätzt sie auf 2,3 Millionen Fass pro Tag. Vor 14 Jahren waren es noch 2,8 Millionen gewesen. Und dem staatlichen Ölkonzern PDVSA fehlen Fachkräfte: Nachdem im Jahr 2002 die Ölarbeiter gegen Chávez gestreikt hatten, wurden Tausende Manager, Ingenieure und Facharbeiter aus politischen Gründen entlassen.
Mittlerweile ist PDVSA viel mehr als ein nur Ölkonzern. Er ist unter anderem zuständig für den Import und die Verteilung von Lebensmitteln sowie für das Wohnungsbauprogramm. Das Kerngeschäft wurde darüber vernachlässigt. Am Ende musste PDVSA Hypotheken auf sein Öl aufnehmen, um die Sozialprogramme zu finanzieren.
Für alle Unzulänglichkeiten fand Chávez immer einen Schuldigen: Oligarchen, Saboteure und Spekulanten. Ab und an ließ er das Militär aufmarschieren, um angeblich gehortete Lebensmittel privater Firmen zu konfiszieren. Dass derweil in staatlichen Lagern hunderttausende Tonnen verrotteten, ignorierte er. Mit seinem Charisma, seiner Persönlichkeit hat er das System erhalten. Für seinen Nachfolger wird das schwieriger werden.







Leider für die Autorin ist das Experiment gelungen, so dass auch sein Vizepräsident gewählt wird. Wann werden die Deutschen aufhören den Hintern der USA und Israel zu küssen?
... Dummheiten schreiben.
... Dummheiten schreiben.
"Dabei ist das wirtschaftliche Erbe des Comandante katastrophal. Vor Tankstellen und Lebensmittelläden warten die Menschen in langen Schlangen. Brücken stürzen ein, der Strom fällt aus, Fabriken verrotten und Felder liegen brach. Die öffentlichen Kassen sind leer, obwohl Venezuela reich an Erdöl ist."
Es ist zwar jedes Wort wahr, aber ...
"Dabei ist das wirtschaftliche Erbe des Comandante katastrophal. Vor Tankstellen und Lebensmittelläden warten die Menschen in langen Schlangen. Brücken stürzen ein, der Strom fällt aus, Fabriken verrotten und Felder liegen brach. Die öffentlichen Kassen sind leer, obwohl Venezuela reich an Erdöl ist."
Mit Ausnahme der Schlangen vor der Tankstellen, finden Sie den Rest ebenso in den USA, dem Ostblock (da wo die Marktwirtschaft für "blühende Landschaften" sorgen sollte) und neuerdings auch in der €-Peripherie.
Kein Grund also, sich ideologisch aus dem Fenster zu lehnen.
Ich dachte erst, dass die Autorin von den USA schreibt!
Aber dann sah ich, dass die Armutsrate nicht zu den USA passt.
Denn die ist in Venezuela deutlich gesunken, seit Chavez regierte.
Na gut, Chavez war laut Associated Press unfähig in gigantische Türme wie in anderen Ölgigagantenländern zu bauen. Anstatt dessen hat er in das Volk investiert.
Das muss natürlich schief gehen.
Dass die armutsrate von auf 35 auf 13% sinkt... geschenkt...
Genauere Daten: http://www.fair.org/blog/...
"Dabei ist das wirtschaftliche Erbe des Comandante katastrophal. Vor Tankstellen und Lebensmittelläden warten die Menschen in langen Schlangen. Brücken stürzen ein, der Strom fällt aus, Fabriken verrotten und Felder liegen brach. Die öffentlichen Kassen sind leer, obwohl Venezuela reich an Erdöl ist."
Mit Ausnahme der Schlangen vor der Tankstellen, finden Sie den Rest ebenso in den USA, dem Ostblock (da wo die Marktwirtschaft für "blühende Landschaften" sorgen sollte) und neuerdings auch in der €-Peripherie.
Kein Grund also, sich ideologisch aus dem Fenster zu lehnen.
Ich dachte erst, dass die Autorin von den USA schreibt!
Aber dann sah ich, dass die Armutsrate nicht zu den USA passt.
Denn die ist in Venezuela deutlich gesunken, seit Chavez regierte.
Na gut, Chavez war laut Associated Press unfähig in gigantische Türme wie in anderen Ölgigagantenländern zu bauen. Anstatt dessen hat er in das Volk investiert.
Das muss natürlich schief gehen.
Dass die armutsrate von auf 35 auf 13% sinkt... geschenkt...
Genauere Daten: http://www.fair.org/blog/...
... Dummheiten schreiben.
Yepp.
Ganz so wie die marktwirtschaftliche Systemkonkurrenz jenseits der venezuelanischen Grenze.
Wobei der Unterschied der ist, dass es den dortigen Eliten besser geht und mehr Möglichkeiten für ihren Vermögens- und Machtausbau haben, als in Chavez-Land.
Und die Verhältnisse der oberen paar % sind ja schließlich der alles entscheidende Gradmesser, für Demokratie®, Rechtsstaatlichkeit®, Freiheit® und Wohlstand®, also dafür, ob es einem Land gut oder schlecht geht.
Deswegen kann Fipsi Rösler auch Stolz behaupten, dass "es Deutschland noch nie so gut ging".
Chavez hat 18 von 19 demokratischen Abstimmungen seiner Amtszeit gewonnen. Hier die Fakten: Zunächst musste überhaupt Kontrolle über das staatliche Öl-Unternehmen errungen werden, dessen Einnahmen nur einer korrupten Oberschicht zu Gute kamen Eigentlich ein normaler Vorgang, sowie wenn die Bundesregierung als Eigentümer die Personalpolitik der Bahn mitbestimmt. Sieht man von diesem Produktionseinbruch ab, der der politischen Instabilität im Zuge der Sabotageaktionen geschuldet war (zur Kritik der Schließung eines Fernsehsender. Dieser hatte damals offen zugegeben Bilder gefälscht zu haben, als im Zuge des Putsches Heckenschützen der Opposition in die friedliche Menge feuerten. Siehe hierzu eine preisgekrönte BBC Dokumentation "The revolution will not be televised) lag das Wachstum bis zur Finanzkrise stets über dem Trend der Vor-Chavez-Ära. Die Inflation ist noch zu hoch und die Wirtschaft zu wenig diversifiziert. Aber die Inflationsrate ist mit 20 Prozent ebenfalls niedriger als zuvor (etwa 50 Prozent). Es ist eben kein Kinderspiel eine Öl-Wirtschaft zu modernisieren. Chavez hat zunächst den Schwerpunkt auf Sozialprogramme gelegt, um die Bevölkerung in den politischen Prozess zu holen. Dadurch wurde z.B. die Infrastruktur zu sehr vernachlässigt und wg. des korrupten Staatswesen musste das Erdölunternehmen und Militär für staatl. Aufgaben eingespannt werden. Hierfür gibt es aber durchaus Problembewusstsein. Seriöse Analysen unter http://www.cepr.net
John Pilgers preisgekrönte Dokumentation
"The War On Democracy!.
Diese Doku ist in vollständiger Länger auf John Pilgers Webseite anzuschauen
http://johnpilger.com/vid...
Übrigends geben sich die Beteiligten am Putschversuch gegen Chavez in der Doku keinerlei Mühe Ihre kriminellen Machenschaften zu verbergen.
Schön auch zu sehen, wie dreist der schon erwähnte Fernsehsender per Schnitt die Wahrheit gefaket hat, um den Putschversuch zu stützen!
John Pilgers preisgekrönte Dokumentation
"The War On Democracy!.
Diese Doku ist in vollständiger Länger auf John Pilgers Webseite anzuschauen
http://johnpilger.com/vid...
Übrigends geben sich die Beteiligten am Putschversuch gegen Chavez in der Doku keinerlei Mühe Ihre kriminellen Machenschaften zu verbergen.
Schön auch zu sehen, wie dreist der schon erwähnte Fernsehsender per Schnitt die Wahrheit gefaket hat, um den Putschversuch zu stützen!
Elite ruinierten europäischen Südländer nicht wenigstens ein sozialistisches Land finden ließe, bei dem's auch nicht rund läuft.
Weiter so ZEIT! Suchen Sie kompetente Menschen, die endlich aufdecken, dass dem bitteren Elend in kapitalistischen Staaten meist immer mit dysfunktionale Wirtschaftszweige in sozialistisch orientierten Staaten argumentativ begegnet werden kann.
Wer anklagt, dass in Griechenland die Menschen in Rekordgeschwindigkeit verelenden, muss gnadenlos die Augen geöffnet bekommen, dass in Venezuela die Preise auch steigen.
Danke ! Sie sprechen mir aus der Seele! Die Häme, mit der über die Trauernden in Venezuela berichtet wird, ist schon abstoßende genug, aber nie darf wie auch in diesem Artikel das klassenkämpferische Argument der Kapitalisten fehlen, dass sich Chavez ja Rückhalt geholt hat bei den Armen des Landes, erkauft selbstverständlich mit für die hiesige und europäische Politikerkaste unvorstellbaren "Wohltaten" für die Armen - ja, wo kämen wir denn da hin? Nicht wie Fipsi Rösler in die eigene Tasche/partei wirtschaften,
sondern mal was umverteilen, und zwar von oben nach unten!
Danke ! Sie sprechen mir aus der Seele! Die Häme, mit der über die Trauernden in Venezuela berichtet wird, ist schon abstoßende genug, aber nie darf wie auch in diesem Artikel das klassenkämpferische Argument der Kapitalisten fehlen, dass sich Chavez ja Rückhalt geholt hat bei den Armen des Landes, erkauft selbstverständlich mit für die hiesige und europäische Politikerkaste unvorstellbaren "Wohltaten" für die Armen - ja, wo kämen wir denn da hin? Nicht wie Fipsi Rösler in die eigene Tasche/partei wirtschaften,
sondern mal was umverteilen, und zwar von oben nach unten!
In der Tat beschreibt hier jemand den wirklichen Zustand des Landes Venezuela. Da nutzt auch das Geheule der Leute nichts, die teilweise noch nicht einmal wissen, wo genau dieses Land nun eigentlich liegt. Und das übliche Anti-Obama-Geschwätz im Zusammenhang mit den Wahrheiten über die Zustände im Zentrum des Weltsozialismus können wir doch mal weglassen...
Venezuela ist mit 25 % des BSP verschuldet, da können wir nur von träumen.
Brücken stürzen ein, es gibt Stromausfälle? Was ein Glück, dass so etwas in den kapitalistischen Ländern nicht vorkommt.
Kein Wort darüber dass die Armut von über 50 % auf ca. 26 % der Bevölkerung gesunken ist. Auch nicht darüber, dass sehr viel Geld in Bildung gesteckt wurde und Venezuela sogar dafür ausgezeichnet wurde.
20 % erhalten staatliche Unterstützung oder sind beim Staat angestellt? Wahnsinn. Auf diese Quote dürften wir auch kommen.
Venezuela ist mit 25 % des BSP verschuldet, da können wir nur von träumen.
Brücken stürzen ein, es gibt Stromausfälle? Was ein Glück, dass so etwas in den kapitalistischen Ländern nicht vorkommt.
Kein Wort darüber dass die Armut von über 50 % auf ca. 26 % der Bevölkerung gesunken ist. Auch nicht darüber, dass sehr viel Geld in Bildung gesteckt wurde und Venezuela sogar dafür ausgezeichnet wurde.
20 % erhalten staatliche Unterstützung oder sind beim Staat angestellt? Wahnsinn. Auf diese Quote dürften wir auch kommen.
"Dabei ist das wirtschaftliche Erbe des Comandante katastrophal. Vor Tankstellen und Lebensmittelläden warten die Menschen in langen Schlangen. Brücken stürzen ein, der Strom fällt aus, Fabriken verrotten und Felder liegen brach. Die öffentlichen Kassen sind leer, obwohl Venezuela reich an Erdöl ist."
Mit Ausnahme der Schlangen vor der Tankstellen, finden Sie den Rest ebenso in den USA, dem Ostblock (da wo die Marktwirtschaft für "blühende Landschaften" sorgen sollte) und neuerdings auch in der €-Peripherie.
Kein Grund also, sich ideologisch aus dem Fenster zu lehnen.
aber nur wenn das Benzin mal wieder besonders "günstig" ist, also den Preis von Früher mal aus versehen hat, sagen wir, weil sich jemand vertan hat.
aber nur wenn das Benzin mal wieder besonders "günstig" ist, also den Preis von Früher mal aus versehen hat, sagen wir, weil sich jemand vertan hat.
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