Die Bundesbank prüft, ob es Bilanztricks bei der Deutschen Bank gegeben hat. Zusammen mit der Finanzaufsichtsbehörde BaFin untersucht die Notenbank, ob die größte Bank des Landes 2008 während der Finanzkrise Milliardenverluste mit Derivaten verschleiert hat, bestätigten mit den Ermittlungen vertrauten Personen.

"Da läuft eine Sonderprüfung", hieß aus den nicht näher genannten Quellen. Ermittler der Bundesbank wollen nach Informationen der Financial Times nächste Woche nach New York reisen, um Mitarbeiter des Konzerns sowie die Urheber der Vorwürfe zu befragen. "Man ist noch am Anfang der Recherche", sagte einer der Beteiligten.

Die Ermittler betonten, dass der Unschuldsverdacht gelte. "Erst mal geht die Aufsicht davon aus, dass die Bilanzierung den Regeln entsprach", hieß es. "Schließlich haben sich auch im Nachhinein keine Lücken in der Bilanz aufgetan."

Offiziell will sich die Bundesbank nicht zu den Vorwürfen äußern. "Wir dürfen keine Auskunft zu Maßnahmen der Bankenaufsicht geben, die einzelne Institute betreffen. Grundsätzlich können Sie davon ausgehen, dass wir erhobenen Vorwürfen nachgehen, um sie auf ihre Stichhaltigkeit hin zu überprüfen", hatte ein Sprecher nach Veröffentlichung des FT-Berichts gesagt. Die Deutsche Bank wie dies Vorwürfe als "vollkommen unbegründet" zurück.