Die griechische Regierung hat ein Gesetz verabschiedet, wodurch bis Ende nächsten Jahres 15.000 Beamte und Staatsbedienstete entlassen werden sollen. Mit dieser Sparmaßnahme will die Regierung die Grundlage für den Erhalt weiterer internationaler Finanzhilfen schaffen.

Finanzminister Ioannis Stournaras bezeichnete das Gesetz als absolut notwendig. "Am Montag wird die Arbeitsgruppe der Euro-Gruppe über die 2,8 Milliarden Euro und am 13. Mai die Euro-Gruppe über die restlichen sechs Milliarden Euro entscheiden", sagte Stournaras dem Parlamentsfernsehen.

Die Opposition kritisierte das Gesetz und die Eile, mit der es beschlossen wurde. "Wir haben hier eine Troika-Memorandum-Diktatur", sagte der Sprecher der stärksten Oppositionspartei Bündnis der radikalen Linken (Syriza), Panagiotis Lafazanis, im Parlament. Die Regierung handle nach den Geboten der Geldgeber aus EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) und nicht nach den Regeln des Parlamentes.

Vor dem Parlamentsgebäude demonstrierten etwa 3.000 Menschen gegen die geplanten Entlassungen. Zu der Kundgebung hatte die Gewerkschaft der Staatsbediensteten (ADEDY) aufgerufen.

Die internationalen Geldgeber hatten sich am 15. April mit den Sparmaßnahmen der griechischen Regierung zufrieden erklärt. Voraussetzung für die Auszahlung der nächsten Tranche der Finanzhilfen sei jedoch, dass die Regierung beim Eintreiben von Steuern und bei der Entlassung von unfähigen oder überflüssigen Staatsdienern nicht nachlasse.