ArbeitsagenturErschwerte Jobsuche für Schlecker-Mitarbeiter

Nur die Hälfte der Schlecker-Mitarbeiter hat inzwischen eine neue Stelle. Der Grund liegt offenbar in der Bezahlung - die Drogeriekette hatte nämlich nach Tarif bezahlt.

Ein leergeräumter Schlecker-Laden in München

Ein leergeräumter Schlecker-Laden in München  |  © Michaela Rehle/Reuters

Die Suche nach neuen Jobs wird für arbeitslos gewordene Schlecker-Mitarbeiter nach Ansicht von Arbeitsmarktforschern auch durch die vergleichsweise hohe Bezahlung erschwert. Im März hätten erst 49 Prozent der 27.000 entlassenen Mitarbeitern einen neuen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz oder sich selbstständig gemacht. Einer der Hauptgründe dafür ist einer Analyse des Forschungsinstituts IAB der Bundesagentur für Arbeit (BA) nach die "recht hohe" Bezahlung bei Schlecker.

Laut der IAB-Studie hingen die Jobaussichten der ehemaligen Beschäftigten "wesentlich von der Akzeptanz teils deutlicher Lohneinbußen" ab. Die Verkäuferinnen seien in den ersten Monaten ihrer Arbeitslosigkeit nicht verpflichtet, Arbeitsplätze mit erheblich weniger Lohn anzunehmen, berichtete der Spiegel.

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Der ehemalige ver.di-Verhandlungsführer bei Schlecker, Bernhard Franke, kritisierte die Analyse: "Was die Wissenschaftler der Bundesagentur für Arbeit feststellen, heißt nichts anderes, als dass tarifliche Bezahlung ein Vermittlungshemmnis ist". Mit der Schlussfolgerung unterstütze das IAB "skandalöses Lohndumping im Einzelhandel". Im Gegensatz zu vielen anderen Einzelhändlern hatte Schlecker nach Tarif bezahlt. Eine gelernte Verkäuferin verdiente ver.di zufolge je nach Berufsjahr zwischen 9,92 und 13,79 Euro pro Stunde, eine Filialleiterin zwischen 12,60 und 15,49 Euro. "Spitzenverdienste sehen anders aus", monierte Franke. 

Schlecker-Pleite

Am 29. März schickte die Drogeriekette Schlecker die Kündigungen: Rund 10.000 Beschäftige, die meisten davon Frauen, fanden sie in ihren Briefkästen. Kurz zuvor war die letzte Hoffnung vieler "Schlecker-Frauen" geplatzt. Eine Auffanggesellschaft scheiterte nicht zuletzt am Widerstand der FDP. Nun beginnt für die meisten Beschäftigten von Schlecker eine neue Zeit: Einige schreiben erstmals in ihrem Leben eine Bewerbung, viele sind gering qualifiziert und werden es nicht leicht haben. ZEIT ONLINE begleitet die frühere Schlecker-Filialleiterin Ute Kaaf auf der Suche nach neuer Arbeit.

Bislang erschienen: Der Abschied von Schlecker fällt schwer, Frau Kaaf bewirbt sich im Baumarkt

Dem IAB-Mitarbeiter Martin Dietz zufolge stünden die Vermittler in einem Spannungsverhältnis. Einerseits sollten die früheren Schlecker-Mitarbeiter schnell vermittelt werden, andererseits hätten sie Anspruch auf "relative Statussicherung". Die schlechte Bezahlung im Handel nehme die Agentur keinesfalls "distanzlos hin", doch die Vermittler könnten sich "die gut bezahlten Jobs auch nicht backen".

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Leserkommentare
  1. versagt das Arbeitsamt ("Jobcener") bei seiner eigentlichen Aufgabe, der Arbeitsvermittlung.
    Die sog. Bestandssicherung wird auch nicht mehr lange währen, dann geht es in die überwiegend sinnlosen "1,50-Euro-Jobs" und danach wieder in die Erwerbslosigkeit (Drehtüreffekt).
    So ist das gescheiterte System Hartz IV. SPD, Grüne, FDP und CDU/CSU stehen dafür ein!
    ...

    12 Leserempfehlungen
  2. jetzt sind wahrscheinlich die arbeitslosen selbst schuld, weil sie nicht für weniger arbeiten wollen. aber da sieht man mal wieder wie weit der sog. "arbeitsmarkt" von einem wirklichen markt weg ist. man kann sein angebot (die eigene arbeitskraft) eben nicht mal so eben zurückschrauben um die preise wieder ins gleichgewicht zubringen. und die arbeitsamt mitarbeiter sollten dann eben schnell backen/kochen lernen, denn nur bezüge kürzen und die "kunden" anranzen ist halt auch nicht zielführend.

    11 Leserempfehlungen
  3. besser bezahlt als der Menschenfreund DM-Werner.

    Da kann man sehen, was ein gutes Marketing aber auch ein gutes Geschäftsklima bewirkt und unterm Strich mehr Profit bringt.

    6 Leserempfehlungen
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    Also nicht weniger als einst Schlecker.
    Das steht ja auch nicht im Artikel.

    zahlt Tarif, sonst säjhen die Filialen anders aus.

    Zwischen den Läden von DM und Schlecker liegen Welten.

    Das Sch. Tarif beazhlt hat, liegt ja auch daran, dass er mal veruteilt wurde.

  4. Zitat: "Was die Wissenschaftler der Bundesagentur für Arbeit feststellen, heißt nichts anderes, als dass tarifliche Bezahlung ein Vermittlungshemmnis ist."

    ... bleibt natürlich aus.

    Wir werden es wohl nie kapieren: Die bundesdeutsche Dumpinglohn-Politik kostet uns alle schlußendlich ein Heidengeld.

    Diese neoliberale Milchmädchen-Rechnung senkt die Einnahmen aus der Lohn- und Einkommens-Steuer, schwächt die Binnennachfrage und subventioniert Unternehmensgewinne über Aufstockungs-Zahlungen, die uns dann in den Medien dann via weiteren Scheinrechnungen als wirtschaftlicher Erfolg (wir stehen gut da, Arbeitslosenquote sinkt) verkauft werden.

    Nebenbei vernichten wir so auch noch Arbeitsplätze bei unseren europäischen Nachbarn.

    Eisberge voraus? Egal, wir halten den Kurs!

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    ...daß die für ihre Arbeit auch noch dasselbe Geld verdienen wollen wie vorher. Wo kommen wir denn da hin?

    >>Eisberge voraus? Egal, wir halten den Kurs!<<

    Mitnichten. Wir setzen mit voller Kraft zurück und rammen den verdammten Eisberg gleich noch mal. Wollen doch mal sehen, wer hier als erster sinkt, wäre ja gelacht!
    Willkommen im Deutschland des Jahres 2013.

    >>Die schlechte Bezahlung im Handel nehme die Agentur keinesfalls "distanzlos hin", doch die Vermittler könnten sich "die gut bezahlten Jobs auch nicht backen".<<

    Sobald Hartz IV angesagt ist, ändert sich das sofort. Dann ist alles zumutbar, solange man den Kopf nicht unterm Arm trägt, das geht dem Amt am Allerwertesten vorbei.
    Steineklopfen für 4,50 die Stunde, was auch immer, jede Arbeit ist besser als keine Arbeit.

    Wäre doch nett, wenn die Bundesagentur einfach mal zugeben würde, daß die gut bezahlten Jobs einfach nicht existieren und eine gewisse Sockelarbeitslosigkeit eben da ist und da bleiben wird - in allen Industrieländern übrigens, und das seit mehr als 30 Jahren. Man beachte auch, daß 10 Euro die Stunde (Einstiegslohn laut Tarif) dann hier schon als 'gut bezahlt' gelten.
    Da krieg ich den Zalando-Effekt und möchte schreien, nur halt nicht vor Glück.

    Interessant wäre noch, zu beobachten, was denn aus denen wird, die sich da mutig selbständig gemacht haben. ZEIT, übernehmen Sie!

    Entfernt. Bitte bleiben Sie sachlich. Danke. Die Redaktion/kvk

  5. Also nicht weniger als einst Schlecker.
    Das steht ja auch nicht im Artikel.

    8 Leserempfehlungen
  6. ...daß die für ihre Arbeit auch noch dasselbe Geld verdienen wollen wie vorher. Wo kommen wir denn da hin?

    >>Eisberge voraus? Egal, wir halten den Kurs!<<

    Mitnichten. Wir setzen mit voller Kraft zurück und rammen den verdammten Eisberg gleich noch mal. Wollen doch mal sehen, wer hier als erster sinkt, wäre ja gelacht!
    Willkommen im Deutschland des Jahres 2013.

    >>Die schlechte Bezahlung im Handel nehme die Agentur keinesfalls "distanzlos hin", doch die Vermittler könnten sich "die gut bezahlten Jobs auch nicht backen".<<

    Sobald Hartz IV angesagt ist, ändert sich das sofort. Dann ist alles zumutbar, solange man den Kopf nicht unterm Arm trägt, das geht dem Amt am Allerwertesten vorbei.
    Steineklopfen für 4,50 die Stunde, was auch immer, jede Arbeit ist besser als keine Arbeit.

    Wäre doch nett, wenn die Bundesagentur einfach mal zugeben würde, daß die gut bezahlten Jobs einfach nicht existieren und eine gewisse Sockelarbeitslosigkeit eben da ist und da bleiben wird - in allen Industrieländern übrigens, und das seit mehr als 30 Jahren. Man beachte auch, daß 10 Euro die Stunde (Einstiegslohn laut Tarif) dann hier schon als 'gut bezahlt' gelten.
    Da krieg ich den Zalando-Effekt und möchte schreien, nur halt nicht vor Glück.

    Interessant wäre noch, zu beobachten, was denn aus denen wird, die sich da mutig selbständig gemacht haben. ZEIT, übernehmen Sie!

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    Zitat: "Sobald Hartz IV angesagt ist, ändert sich das sofort. Dann ist alles zumutbar, solange man den Kopf nicht unterm Arm trägt, das geht dem Amt am Allerwertesten vorbei."

    Würden Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass "das Amt" da keinen großen Ermessensspielraum hat? Die Angestellten handeln ja nicht willkürlich, sondern wenden die Gesetze an. Wenn Sie schon jemanden mit Dreck bewerfen wollen, dann doch bitte unsere Drama-Queen, Frau von der Leyen.

    Zitat: "Wäre doch nett, wenn die Bundesagentur einfach mal zugeben würde, daß die gut bezahlten Jobs einfach nicht existieren und eine gewisse Sockelarbeitslosigkeit eben da ist und da bleiben wird - in allen Industrieländern übrigens ..."

    Wäre doch nett, wenn Sie einfach zugeben würden, dass die gut bezahlten Jobs nur durch eine entsprechende Ausbildung erreicht werden können. Hier sind halt diejenigen in der Pflicht, die meckern, sich weiter zu bilden.

    • doof
    • 28. April 2013 15:52 Uhr

    das hängt mal wirklich von den Relationen ab.
    Im Zweifel bekommt der Arbeitsvermittler nämlich genausoviel wie die längjährige Schleckermitarbeiterin oder die Ex-Filialleiterin - wenn er Glück hat, dann auf zwei statt ein Jahr befristet....... damit will ich weder das eine noch das andere "schön" reden - beides mal ist das Gehalt nicht wirklich angemessen.

    Und leider- wo Sie recht haben: sobald AlgII bezoge wird, schert sich die BA nicht mehr drum, was wer mal verdiente oder nicht.

  7. Zitat: "Sobald Hartz IV angesagt ist, ändert sich das sofort. Dann ist alles zumutbar, solange man den Kopf nicht unterm Arm trägt, das geht dem Amt am Allerwertesten vorbei."

    Würden Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass "das Amt" da keinen großen Ermessensspielraum hat? Die Angestellten handeln ja nicht willkürlich, sondern wenden die Gesetze an. Wenn Sie schon jemanden mit Dreck bewerfen wollen, dann doch bitte unsere Drama-Queen, Frau von der Leyen.

    Zitat: "Wäre doch nett, wenn die Bundesagentur einfach mal zugeben würde, daß die gut bezahlten Jobs einfach nicht existieren und eine gewisse Sockelarbeitslosigkeit eben da ist und da bleiben wird - in allen Industrieländern übrigens ..."

    Wäre doch nett, wenn Sie einfach zugeben würden, dass die gut bezahlten Jobs nur durch eine entsprechende Ausbildung erreicht werden können. Hier sind halt diejenigen in der Pflicht, die meckern, sich weiter zu bilden.

    3 Leserempfehlungen
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    • doof
    • 28. April 2013 16:00 Uhr

    ~ 15-16 Euro in der Stunde ist das, was ein Angestellter im öffentlichen Dienst mit einem Fachhochschulabschluss und entsprechender Verantwortung nach einigen Berufsjahren verdient.

    Mit Bildung oder nicht hat das - wahrscheinlich auch bei den Schleckermitarbeiterinnen nicht viel zu tun - sondern damit, was wir bereit sind, für wichtige Arbeit zu bezahlen, auch für Verkäufer (und Arbeitsvermittler).

    >>Würden Sie bitte zur Kenntnis nehmen, dass "das Amt" da keinen großen Ermessensspielraum hat? Die Angestellten handeln ja nicht willkürlich, sondern wenden die Gesetze an. Wenn Sie schon jemanden mit Dreck bewerfen wollen, dann doch bitte unsere Drama-Queen, Frau von der Leyen.<<

    Ich bewerfe niemanden mit Dreck, ich stelle da schlicht Tatsachen fest. Gemeint waren hier auch durchaus Adressaten wie ein Herr Schröder, Frau vdL und andere Pappnasen. Ich denke, die bisherigen Leser haben das durchaus verstanden.

    Und dieses 'die wenden nur Gesetze an' kann ich auch nicht mehr hören.
    Wo ist denn die Initiative des Deutschen Beamtenbundes oder der Angestellten des Öffentlichen Dienstes, um eben diese - meiner Meinung nach extrem idiotischen - Gesetze zu ändern?
    Vielleicht gibt es die ja tatsächlich, aber dann sollte man das auch mal publik machen. Andere Leute der Menschenwürde berauben nach Vorschrift finde ich nicht sonderlich klasse.

    >>Wäre doch nett, wenn Sie einfach zugeben würden, dass die gut bezahlten Jobs nur durch eine entsprechende Ausbildung erreicht werden können. Hier sind halt diejenigen in der Pflicht, die meckern, sich weiter zu bilden.<<

    Warum wollen Sie denn eine gelernte(!) Drogeriefachverkäuferin unbedingt weiterbilden, die womöglich auch noch 20 Jahre Erfahrung mitbringt?
    Da sind doch 12,50 die Stunde nicht zuviel verlangt. Aber Sie hätten das dann wohl gerne für 7,90. Und da wird zu Recht gemeckert, wie ich finde.

    ... einmal pro Monat weise ich im Forum auf die Situation der Hochschullehrer hin (kleiner Hinweis = Hochschullehrer bilden Akademiker aus, gehören also zu den Höchstqualifizierten).

    Bezahlung?

    Wenn man nicht eine feste Stelle hat (kleiner Hinweis = Verhältnis feste Stelle zu Lehrbeauftragten beträgt mancherorts 1:5), sondern 2sogenannter Lehrbeauftragte/r ist, verdient man real ca. 3-6 Eur die Stunde (weil nur der Unterricht gezahlt wird, nicht aber Vorbereitung, Nachbereitung, Korrektur und Verwaltung).

    Auch bekommt man dasselbe Geld, egal ob der Kurs 5 oder 30 Teilnehmer hat.

    Man kann sich ja da ausrechnen, wie der Korrekturaufwand steigt.

    Kurz - entdeckt die Industrie gerade den Werkvertrag als guten Kniff, Sozialabgaben zu sparen, haben die Universitäten den Lehrauftrag schon lange dazu verwendet.

    Also - Qualifikation schützt nicht vor schlechter Bezahlung, da sitzen Wissenschaftler und Dozenten im gleichen Boot wie Kranken- oder Altenpfleger.

  8. ganz pleite gegangen ist,also das auch die letzten Mitarbeiter in die Arbeitslosigkeit rutschen.

    Denn: schlecker hat zwar nach Tarif bezahlt,aber Schlecker hatte zusätzlich Mitarbeiter (meist Neueingestellte) die über Leiharbeitsfirmen zu Hungerlöhnen gearbeitet haben.
    Warum? Weil das geschäft plötzlich nicht mehr so profitabel war.

    aber die Altmitarbeiter haben keinen cent nachgegeben,es passierte ,wie es immer passiert: durch neueinstellungen zu Hungerlöhnen wurde das Lohnniveau insgesamt gedrückt,ohne das die Alt-Mitarbeiter nur einen cent nachgeben mussten.
    In deutschland ist es zudem so: je länger man bereits Geld verdient hat,je sicherer ist der Arbeitsplatz.Also die jungen und mies bezahlten Kräfte sind auch noch als erstes herausgeflogen.
    Natürlich ist es Sache der Politik,ungleiche Bezahlung für die gleiche Arbeit zu verbieten,trotzdem verhehle ich nicht ,daß mich immer Schadenfreude überkommt,wenn Besserbezahlte Altmitarbeiter dann auch rausfliegen,denn sie waren meist unsolidarisch.
    Klar ist Arbeitslosigkeit nicht schön,auch miese Löhne sind nicht schön,jedoch jemand der sich nicht um schlechterbezahlte Mitarbeiter im eigenen Unternehmen schert ist unsozial.
    Und dank Hartz4 haben wir zumindest einigermassen Gerechtigkeit im Gesetz: nixtun ist nixtun,ob ich seit 100 Jahren arbeitslos bin oder 100 Jahre vorher eingezahlt habe (in die Sparkasse?) --wer nix tut muss auch gleich behandelt werden (über die Hohe kann man streiten).

    4 Leserempfehlungen
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    … für mich den Leiharbeiter – 3 Punkte:
    Erstens hat berlinguy123 hier absolut recht: für ehemals „Privilegierte“ (in Relation zu mir) ist plötzlich die Realität vom Himmel gefallen. Da zitiere ich mich gern selbst:
    http://www.zeit.de/politi...

    Zweitens: Es wird wieder die „Geringqualifikation“ bemüht oder zitiert“. Zum einen kann ich nicht erkennen, wo genau der Unterschied zwischen „Drogeriefachverkäufer“ und „Anlernkraft mit jahrelanger Erfahrung besteht“. Zum anderen zählt für mich der Leistungsvergleich, denn ich will für meine Leistung bezahlt werden.

    Drittens: Vielleicht geht es aber darum: „Anpassung der Löhne an die Produktivität der Geringqualifizierten“. Das lassen Sie sich bitte auf der Zunge zergehen: die Produktivität der Geringqualifizierten ist nämlich sehr hoch – wegen der gleichen Leistung (Output) bei kleinem Lohn (Input). Quelle:
    http://www.boeckler.de/pd... (u.a. auf der Seite 23)

    Die zitierte Textstelle bezieht sich auf das Jahr 1998. Schröder und die seinen haben auch nur abgeschrieben bei ihren Agenda-Texten. Sie waren nur willfährige Helfershelfer.

    Und sie, liebe Bundesbürger, die sich an dieser Stelle kommentierend äußern, was sind sie? Sind sie schicksalsergeben, empört aber machtlos? Wenn sie das alles nicht in Ordnung finden: Was wollen sie tun? Lassen sie hören!

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  • Quelle ZEIT ONLINE, AFP, kk
  • Schlagworte Ver.di | Agentur | Arbeit | Arbeitslosigkeit | Einzelhandel | Euro
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