Steuerhinterziehung : Schweizer Banken gehen gegen deutsches Schwarzgeld vor

Die Banken Credit Suisse und Julius Bär haben ihren deutschen Kunden ein Ultimatum gesetzt: Entweder sie melden ihr Geld beim Finanzamt oder sie verlieren ihr Konto.

Der Druck auf deutsche Steuersünder steigt. Zwei Schweizer Banken verlangen künftig von ihren deutschen Kunden Beweise, dass diese ihre Konten auch tatsächlich bei den Finanzbehörden gemeldet haben. Sprecher der Credit Suisse und des Geldhauses Julius Bär bestätigten entsprechende Berichte der Schweizer Zeitungen Tages-Anzeiger und Der Bund.

Credit Suisse habe seine Kunden bereits informiert, dass ihre Konten bei Zuwiderhandlung gesperrt würden, teilte ein Sprecher der Bank mit. Julius Bär habe bereits im Februar einen ähnlichen Schritt unternommen, nachdem das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz gescheitert war, sagte ein Sprecher des Geldhauses. Die Aufforderung der beiden Geldinstitute betrifft nicht nur kürzlich eröffnete Konten und Geldanlagen, sondern auch jene, die schon seit Jahrzehnten bestehen.

Die größte Schweizer Bank UBS plant keinen solchen Schritt. Ein Sprecher der Bank teilte mit, dass sie ihre Kunden schon seit Langem dazu ermutige, "ihre finanzielle Situation falls nötig zu regeln". Ein Ultimatum für die Vorlage entsprechender Beweisdokumente sei aber nicht angedacht.

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Kommentare

57 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

Reichenhatz..unbegründet.purer Wahlkampf

ein Versuch die Hatz auf Reiche weiter medial zu flankieren, um so den Sozialdemokraten ( die ach so sozial sind) Hilfe zu geben.

(Abgesehen davon wären die Mehreinnahmen für den Staat marginal und er würde sie sowieso verschenden. )

Medienvertretter sind vermutlich verwundert, dass die von der Opposition beschworene Mär der ( nicht existenten, womöglich bestenfalls relativen) Armut und UNgerechtigkeit nicht zieht.

Ergo werden bis zur Wahl noch vielerlei Kampagnen ausgeschlachtet und gefahren werden mit dem Ziel "linke " Themen ins Vordergrund zu rücken.

Hoffen wir, dass das Volk darauf nicht hineinfällt und sich RotGrün politisch nicht durchsetzt. DAs wäre gerecht!

Würde mich nicht unbedingt als Schäuble Fan sehen, aber..

so ganz langsam könnte ich es werden...

Wer daran glaubt, das die Listen, die nun überall auftauchen, aus dem nichts kommen... der mag´s ja weiter glauben.

Wer daran glauben könnte, das es ein paar Finanzministern nicht unbedingt egal ist, das Beweismittel illegal beschafft werden und das diese sich nun nicht darüber freuen, das an allen Ecken und Enden dieser Welt aus völlig unbekannter Quelle ominöse Listen auftauchen, quasi vom Himmel fallen - nun der mag auch daran glauben.

Ich für meinen Teil glaube eher, das es einem russischen Oligarchen, der 2011/12 eben mal aus der Privatschatulle (sic!!!) läppische 150 Millonen Euro für eine AntiSchwarzgeldkampagne gegen die Schweiz hingeblättert hat, wohl ziemlich egal sein wird, woher und wie seine Mitarbeiter die Daten auftreiben werden, die letztendlich dazu führen würden ein paar Steueroasen den Garaus zu machen.

Tse, immer diese phösen russischen Oligarchen...

Und wer nun noch einen Schritt weiter denkt, das kein russischer Oligarch eine solche Aktion, wie z.B. den Einkauf des EX- Glamourbotschafters der Schweiz etcpp... wagen würde, ohne vorher um Rückendeckung beim Chef persönlich zu bitten...

Nun, der darf dann das obige gleich noch ergänzen...

Tse, immer diese phöse Putin ....

Wir leben in einer wirklich phösen Welt....