Der Druck auf deutsche Steuersünder steigt. Zwei Schweizer Banken verlangen künftig von ihren deutschen Kunden Beweise, dass diese ihre Konten auch tatsächlich bei den Finanzbehörden gemeldet haben. Sprecher der Credit Suisse und des Geldhauses Julius Bär bestätigten entsprechende Berichte der Schweizer Zeitungen Tages-Anzeiger und Der Bund .

Credit Suisse habe seine Kunden bereits informiert, dass ihre Konten bei Zuwiderhandlung gesperrt würden, teilte ein Sprecher der Bank mit. Julius Bär habe bereits im Februar einen ähnlichen Schritt unternommen, nachdem das Steuerabkommen zwischen Deutschland und der Schweiz gescheitert war, sagte ein Sprecher des Geldhauses. Die Aufforderung der beiden Geldinstitute betrifft nicht nur kürzlich eröffnete Konten und Geldanlagen, sondern auch jene, die schon seit Jahrzehnten bestehen.

Die größte Schweizer Bank UBS plant keinen solchen Schritt. Ein Sprecher der Bank teilte mit, dass sie ihre Kunden schon seit Langem dazu ermutige, "ihre finanzielle Situation falls nötig zu regeln". Ein Ultimatum für die Vorlage entsprechender Beweisdokumente sei aber nicht angedacht.