Offshore-Leaks: Steueroasen unterlaufen Transparenzversprechen
Die meisten Steuerparadiese verpflichten sich inzwischen internationalen Transparenzstandards. Im Kampf gegen die Hinterziehung hilft das aber kaum.
© Gavin Hellier/dpa

Offshore-Steuerparadies St. Kitts in der Karibik
Es ist ein überraschender Schluss, zu dem die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit OECD auf ihrer aktuellen Schwarzen Liste der Steueroasen kommt. Die Liste ist leer. Kein einziges Land wird auf ihr aufgeführt, selbst die Pazifik-Inselchen Nauru und Niue, die im Dezember noch auf der Liste standen, sind inzwischen von ihr verschwunden. Im Jahr 2000 hingegen galten der OECD noch 35 Staaten als Paradiese für Steuerhinterzieher.
Alles in Ordnung also? Von wegen. Wie groß das Problem der Steuerhinterziehung immer noch ist, zeigen die jüngsten Recherchen eines internationalen Journalistenteams. Die Kollegen, darunter ein Team der Süddeutschen Zeitung, werteten die Steuerdaten von rund 130.000 Personen aus fast allen Ländern der Welt aus, von Politikern, Prominenten, Waffenhändlern und Spekulanten. Ihre Veröffentlichungen zeigen, wie mit Hilfe von Briefkastenfirmen und Offshore-Konten Steuerhinterziehung im großen Stil betrieben wird. Den Staaten entgehen dadurch Steuereinnahmen in Millionen-, wenn nicht Milliardenhöhe.
Nun ist die Schwarze Liste der OECD zwar aktueller als die Daten von Offshore-Leaks, deren Auswertung alleine länger als ein Jahr dauerte. Aber man darf getrost davon ausgehen, dass sich die Lage in diesem einen Jahr nicht tiefgreifend verbessert hat. Mit anderen Worten: Offshore-Leaks dürfte der Wahrheit in Sachen Steuerhinterziehung näher kommen als die Schwarze Liste der OECD.
- Was sind Steueroasen?
Steueroasen sind Staaten oder Standorte mit keinen oder sehr niedrigen Steuern auf Vermögen und Einkommen. Für Kapitalanlagen aus Staaten mit höheren Steuersätzen sind diese Gebiete dann attraktiv, wenn sie neben geringen Steuerlasten eine geringfügig regulierte Wirtschaftsaufsicht, einen vertraulichen Umgang mit Informationen über Finanztransaktionen sowie Rechtssicherheit und ein politisch stabiles System aufweisen. Transaktionen der Banken, Versicherungen, Trusts – also anonymer Briefkastenfirmen und Stiftungen – und Vermögensverwaltungsfonds laufen mehrheitlich über das Ausland ab, ein Großteil der Anlagesummen stammt von ausländischen Firmen oder Privatanlegern. Oft handelt es sich bei diesen Offshore-Finanzplätzen um kleine Inseln und Länder mit geringen eigenen Wirtschaftsaktivitäten wie die ehemaligen britischen Kolonien, Bahrain oder Zypern. Die OECD schätzt, dass sechs bis acht Prozent des weltweiten Vermögens in Steueroasen verwaltet wird.
- Wann sind Steueroasen legal?
Grundsätzlich ist die Gründung von Tochterfirmen in Steueroasen legal. Unternehmen können auf diese Weise hohe Steuern auf ihre Gewinne umgehen. Ihre Investitionen in hoch besteuerten Ländern können die Firmen außerdem mit Krediten von Tochterfirmen finanzieren, die in Niedrigsteuerländern sitzen. Dadurch fallen im Hochsteuerland keine oder geringe Gewinne an, weil Zinsen an die Tochter gezahlt werden müssen. Privatpersonen nutzen Steueroasen oft, um hohen Besteuerungen ihres Einkommens und Vermögens zu entgehen. Möglich ist dies durch die offizielle Verlagerung des Wohnsitzes.
- Wann sind Steueroasen illegal?
Steueroasen gewähren den Anlegern oft völlige Anonymität. Das ermöglicht einerseits Geldwäsche, durch die in den letzten Jahren zunehmend auch terroristische Organisationen finanziert werden. Zudem erleichtern Offshore-Finanzplätze Steuerhinterziehung in anderen Ländern. Eine Studie der britischen Nichtregierungsorganisation Tax Justice Network aus dem Jahr 2012 gibt an, dass in Steueroasen 21 bis 32 Billionen Dollar liegen. Den Staaten seien dadurch Einkommensteuereinnahmen in Höhe von bis zu 280 Milliarden Dollar entgangen. Steueroasen ermöglichen es Unternehmen zudem, ihre Bilanzen zu fälschen. Auch können sogenannte Briefkastengesellschaften – Gesellschaften, die an ihrem satzungsmäßigen Sitz nur einen Briefkasten haben, deren Geschäftsführung sich aber an einem anderen Ort befindet – in Steueroasen leichter Steuern hinterziehen oder Geldströme verbergen. Da an einigen Offshore-Standorten keine Strafverfolgung zu befürchten ist, gelten sie zudem für illegale Aktionen als besonders sicher.
- Maßnahmen gegen Steueroasen
Der Industrieländerclub OECD und die EU versuchen seit Jahren, die Kapitalflucht in Steueroasen aufzuhalten. Die OECD hat 1998 Standards für Transparenz und Informationsaustausch in Steuerfragen formuliert. Mehrere Initiativen wurden ins Leben gerufen: Nach Meinung von Experten gefährden die Standorte wegen der geringen Finanzaufsicht die Stabilität des Finanzmarktes. Darum wurde das Financial Stability Forum (FSF) gegründet, das sich vor allem mit den Risiken für das globale Finanzsystem befasst. Die Financial Action Force (FATF) soll die Geldwäsche in Steueroasen verhindern. Die Organisation hat eine Liste von Ländern erstellt, die sich im Kampf gegen Geldwäsche als nicht kooperativ erweisen. Die Harmful Tax Initiative konzentriert sich auf die Zusammenarbeit von Industriestaaten und Offshore-Finanzplätzen. Sie identifiziert Länder, deren Steuergesetzgebung nicht dem fairen Wettbewerb entspricht, weil sie größere Staaten in einen Wettbewerb um niedrige Steuern verwickelten. In den vergangenen Jahren gab es einige Erfolge in der Bekämpfung von Steueroasen: Einige Länder haben etwa ihr Bankgeheimnis gelockert oder die steuerliche Ungleichbehandlung von In- und Ausländern aufgehoben.
Das liegt daran, dass der Industrieländerklub seine eigenen Maßstäbe anlegt. Der OECD geht es nicht um tatsächliche Steuerhinterziehung. Sie fragt nur danach, ob ein Staat sich offiziell internationalen Transparenzregeln unterwirft – und immer mehr haben sich diesen Regeln inzwischen verpflichtet.
Staaten verpflichten sich zu mehr Transparenz
Derzeit gehören rund 120 Staaten und Gebiete der OECD-Initiative "Global Forum on Transparency" an. Wenn sie jeweils mit mindestens zwölf anderen Staaten Transparenzabkommen abgeschlossen haben, in denen sie sich verpflichten, die Anfragen von anderen Finanzbehörden zu beantworten und ein Mindestmaß an Informationsaustausch zu gewährleisten, dann fliegen sie von der Schwarzen Liste. Nur: Auch Finanzoasen untereinander können solche Abkommen abschließen.
Auf dem Papier zumindest erfüllen selbst übliche Verdächtige wie British Virgin Island, die Cayman Inseln oder Nauru inzwischen die nötigen Voraussetzungen. "Vieles hat sich in den vergangenen zwei Jahren zum besseren entwickelt", sagt Achim Pross, Abteilungsleiter Steuerliche Zusammenarbeit der OECD. "Aber natürlich ist die Situation nicht perfekt."
Die Abkommen scheitern an der Praxis
Das Problem ist: Nicht immer werden die Transparenzabkommen konsequent umgesetzt. Anfragen aus dem Ausland lassen sich leicht ignorieren oder verschleppen. Selbst wenn ein Gesetz vorschreibt, den ausländischen Behörden mit Informationen zu helfen, kann es sein, dass nicht alle angefragten Daten erfasst werden. Am Ende müsste im Extremfall quasi ein leerer Antwortbrief verschickt werden, nur um der Vorschrift Genüge zu tun.
Aktuell untersucht die OECD gerade die Praxis hinter den Transparenzabkommen. Ihre Ergebnisse sollen spätestens am Jahresende als Ranking veröffentlicht werden. Noch gibt sich die Organisation diplomatisch verschlossen. Nur so viel: "Die große Mehrheit der Staaten macht große Fortschritte". Auch Steueroasen würden untereinander konkurrieren, sie könnten es sich nicht mehr leisten, auf einer Schwarzen Liste zu stehen.




Niemand hat etwas gegen Reiche und auf Leute wie z.B. Wolfgang Grupp sind die allermeisten auch noch stolz, weil der einen echten Unternehmer verkörpert der noch daran denkt, das es auch Menschen geben muss die seine Waren kaufen.
Was wir nicht brauchen, sind windige Geschäftsleute die den Staat als Selbstbedienungsladen ansehen und die Allgemeinheit für seine Zwecke ausnutzt.
Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/sam
Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/sam
...lockt mit prächtigen Bergen, ein anderes mit angenehmen Klima, ein drittes mit Sicherheit, warum sollte da ein weiteres nicht mit Steuervorteilen locken, wenn es sonst vielleicht weniger bevorzugt ist. Es macht auch keinen Sinn, hier gegen Vorratsdatenspeicherung zu sein, oder big brother allgemein, und dann den Versuch zu starten, eine sozialistische Einheitsweltbesteuerung aufzuziehen.
Es wäre ja schlimm für die Unternehmen, wenn sie die Staaten nicht mehr gegeneinander ausspielen könnten und so etwas wie echter Wettbewerb entstehen könnte.
Schöner (und besser) als diese beiden Kommentare in einem anderen Leserforum kann man kaum auf Ihre Frage antworten, warum ein Land eigentlich nicht mit Steuervorteilen locken sollte:
"Jetzt müssen wir den Gürtel ein bisserl enger schnallen, um die Nichtsteuerleistung der extreme-offshorer zu kompensieren. Und auch produktiver müssen wir werden, um das karibikurlaubende Kapital mit realer Wirtschaftsleistung abzusichern."
Der andere Leser ergänzt: "... und ausserdem haben wir ohnehin viel zu lange über unsere Verhältnisse gelebt!".
Die einen entziehen sich der gesellschaftlichen Verantwortung, die anderen haben dafür umso mehr zu schultern. Obendrauf gibt es noch die Unterstellung der Verschwendung und des Müßiggangs. Wenn es aber unbedingt ein Steuerparadies sein soll, dann, bitte schön, mögen diese Herrschaften aber auch ihrem Geld hinterhersiedeln und die Nationalität des jeweiligen Fluchtlandes annehmen.
Es wäre ja schlimm für die Unternehmen, wenn sie die Staaten nicht mehr gegeneinander ausspielen könnten und so etwas wie echter Wettbewerb entstehen könnte.
Schöner (und besser) als diese beiden Kommentare in einem anderen Leserforum kann man kaum auf Ihre Frage antworten, warum ein Land eigentlich nicht mit Steuervorteilen locken sollte:
"Jetzt müssen wir den Gürtel ein bisserl enger schnallen, um die Nichtsteuerleistung der extreme-offshorer zu kompensieren. Und auch produktiver müssen wir werden, um das karibikurlaubende Kapital mit realer Wirtschaftsleistung abzusichern."
Der andere Leser ergänzt: "... und ausserdem haben wir ohnehin viel zu lange über unsere Verhältnisse gelebt!".
Die einen entziehen sich der gesellschaftlichen Verantwortung, die anderen haben dafür umso mehr zu schultern. Obendrauf gibt es noch die Unterstellung der Verschwendung und des Müßiggangs. Wenn es aber unbedingt ein Steuerparadies sein soll, dann, bitte schön, mögen diese Herrschaften aber auch ihrem Geld hinterhersiedeln und die Nationalität des jeweiligen Fluchtlandes annehmen.
der Politik klar zu machen, das Steuerhinterziehung eben nicht als Kavaliersdelikt angesehen werden darf.
Eigentlich ist dies das Top Thema Nr. 1 und jeder der sich über seine hohe Steuer aufregt, dem sollte klar werden, das die nur so hoch ist, weil sich andere um ihren Anteil drücken.
Deshalb darf man auf keinem Fall Parteien wählen, die unlautere Steuerabkommen treffen oder die eigene finanzielle Transparenz verhindern.
"Ángel Gurría gegenüber ZDFzoom: „Heutzutage will jeder Staat sein Haushaltsdefizit reduzieren, jeder will Schulden abbauen, alle bemühen sich. Aber wenn die Basis der Steuereinkommen sehr klein ist, weil die großen Konzerne nicht zahlen, dann hast Du ein Problem, dann musst du den Rest der Bevölkerung besteuern.“
http://www.zdf.de/ZDFzoom...
Das hält keine Gesellschaft auf Dauer aus.
Steuer ist hoch, weil Länder sogar mit Rekordeinnahmen nicht klar kommen und statt die Verschwender zu bestrafen sollen die, die ihre Wirtschaftsstruktur legal so gestalten, dass sie eben nicht den unendlichen Umverteilungs- und Enteignungspläne willfährig folgen, kriminalisiert werden - nur - weil sich manche in der Vergangenheit so doof anstellten, dass sie illegal handelten obwohl man alles auch auf legaler Basis aufbauen hätte können - gerade zu Kohlzeiten. Hat man gar keine Übeltäter mehr, hebt man auf russische Oligarchen ab - warum eigentlich? Was gehen die Linken in Deutschland deren Geschäfte an? Wenn dass nicht mal hilft, gehts auf andere Randgruppen (Mafia)
Aber, jedes freie System erlaubt auch Mißbrauch.
Es ist vom Prinzip die gleiche Diskussion wie bei der Generalüberwachung der Bürger - bei der die Strafverfolgung grenzenlose Ausdehnung wünscht um "Schlimmstes für den tollen Staat und die Bürger" zu vermeiden. Das dabei die normalen Rechte des Bürgers selbst flöten gehen, ist egal.
Nur wird diesmal die "Schweineposition" a la "wir brauchen diese Überwachung und gaaaaanz strenge Gesetze" von solchen Ganoven wie Tax justice oder ähnlich üblen Organisationen zur Schaffung einer unfreien Welt, sowie Linken eingenommen - deren Ideologie Unfreiheit sowieso schon beinhaltet.
Die Aufgabe des Bürgers wäre also, die eigenen Rechte auf freie Lebensgestaltung ohne Enteignung vor dieser Bande zu schützen. Verschwendung zu stoppen z.B. endlich Amtshaftung einführen
"Ángel Gurría gegenüber ZDFzoom: „Heutzutage will jeder Staat sein Haushaltsdefizit reduzieren, jeder will Schulden abbauen, alle bemühen sich. Aber wenn die Basis der Steuereinkommen sehr klein ist, weil die großen Konzerne nicht zahlen, dann hast Du ein Problem, dann musst du den Rest der Bevölkerung besteuern.“
http://www.zdf.de/ZDFzoom...
Das hält keine Gesellschaft auf Dauer aus.
Steuer ist hoch, weil Länder sogar mit Rekordeinnahmen nicht klar kommen und statt die Verschwender zu bestrafen sollen die, die ihre Wirtschaftsstruktur legal so gestalten, dass sie eben nicht den unendlichen Umverteilungs- und Enteignungspläne willfährig folgen, kriminalisiert werden - nur - weil sich manche in der Vergangenheit so doof anstellten, dass sie illegal handelten obwohl man alles auch auf legaler Basis aufbauen hätte können - gerade zu Kohlzeiten. Hat man gar keine Übeltäter mehr, hebt man auf russische Oligarchen ab - warum eigentlich? Was gehen die Linken in Deutschland deren Geschäfte an? Wenn dass nicht mal hilft, gehts auf andere Randgruppen (Mafia)
Aber, jedes freie System erlaubt auch Mißbrauch.
Es ist vom Prinzip die gleiche Diskussion wie bei der Generalüberwachung der Bürger - bei der die Strafverfolgung grenzenlose Ausdehnung wünscht um "Schlimmstes für den tollen Staat und die Bürger" zu vermeiden. Das dabei die normalen Rechte des Bürgers selbst flöten gehen, ist egal.
Nur wird diesmal die "Schweineposition" a la "wir brauchen diese Überwachung und gaaaaanz strenge Gesetze" von solchen Ganoven wie Tax justice oder ähnlich üblen Organisationen zur Schaffung einer unfreien Welt, sowie Linken eingenommen - deren Ideologie Unfreiheit sowieso schon beinhaltet.
Die Aufgabe des Bürgers wäre also, die eigenen Rechte auf freie Lebensgestaltung ohne Enteignung vor dieser Bande zu schützen. Verschwendung zu stoppen z.B. endlich Amtshaftung einführen
Empörung alleine nützt ja nichts. Man muss das Problem von 2 Seiten angehen:
1.Wenn man bedenkt, dass ein hundsgemeiner kleiner (oder auch größerer) Handwerker oder auch alleinstehender gut verdienender Facharbeiter mit Soli und Kirchensteuer fast an die 50% Steuern auf sein Einkommen zahlt, dann ist das natürich schon Wahnsinn! Die Steuersätze müssen in der Tat gesenkt werden. Die Hälfte wäre gerade genug. Der Staat hat im Moment Rekord-Steuereinnahmen und ist trotzdem hoch verschuldet.
Wenn man sieht, wie der Staat Milliarden aus dem Fenster wirft (Milliarden an die Bauern, Milliarden Betreuungsgeld, Elbharmonie und der Berliner Flughafen lassen grüßen), dann kann man verstehen, dass die Leute sauer werden und über Steuervermeidung nachdenken. Der Staat vedient übrigens jedes Jahr Milliarden an der sogenannten "kalten Progression".
2. Der Staat hat ein Vollzugsdefizit und muss schlauer werden und seinen ineffizienten Apparat (16 Steuerverwaltungen, Abbau von Personal) auf Vordermann bringen.
Leider wird keiner der beiden Vorschläge umgesetzt werden.
...Sie schreiben:
"Wenn man bedenkt, dass ein ...alleinstehender gut verdienender Facharbeiter mit Soli und Kirchensteuer fast an die 50% Steuern auf sein Einkommen zahlt, dann ist das natürich schon Wahnsinn!"
Auch wenn es bei ZO vor ein paar Tagen stand, es ist falsch, bei 7500 brutto im Monat zahlt er zum Beispiel nur 32 %, bei 5000 etwa 25 %, der alleinstehende durchschnittliche Arbeitnehmer zahlt sogar nur 19 %.
Lediger Handwerker
Einkommen Steuer Durchschn.- Grenz-Steuersatz
52.700,00€ 1 13.962,00€ 30% 48%
Da Rentenbeiträge und Krankenkassenbeiträge steuerfrei sind müsste der Handwerker eventuell 65000€ brutto im Jahr verdienen.
In welchem Bundesland und welchen Berufen sind diese Löhne üblich? Ich bitte im Interesse der Leser um Veröffentlichung!
Sie verwechseln eventuell die Summe der Abzüge mit den Steuern.
Wenn der Handwerker später Rente beziehen möchte, krankenversichert sein möchte und gegen Arbeitslosigkeit versichert sein möcht, dann muss er mehr Abgaben (aber nicht Steuern!) bezahlen.
Die Verwechselung von reinen Steuern und Abgaben ist übrigens der Grund, das skandinavische Länder beim „Steuer“bereich immer so schlecht abschneiden. Dort beinhaltet die „Steuer“ auch die anderen Abgaben.
...Sie schreiben:
"Wenn man bedenkt, dass ein ...alleinstehender gut verdienender Facharbeiter mit Soli und Kirchensteuer fast an die 50% Steuern auf sein Einkommen zahlt, dann ist das natürich schon Wahnsinn!"
Auch wenn es bei ZO vor ein paar Tagen stand, es ist falsch, bei 7500 brutto im Monat zahlt er zum Beispiel nur 32 %, bei 5000 etwa 25 %, der alleinstehende durchschnittliche Arbeitnehmer zahlt sogar nur 19 %.
Lediger Handwerker
Einkommen Steuer Durchschn.- Grenz-Steuersatz
52.700,00€ 1 13.962,00€ 30% 48%
Da Rentenbeiträge und Krankenkassenbeiträge steuerfrei sind müsste der Handwerker eventuell 65000€ brutto im Jahr verdienen.
In welchem Bundesland und welchen Berufen sind diese Löhne üblich? Ich bitte im Interesse der Leser um Veröffentlichung!
Sie verwechseln eventuell die Summe der Abzüge mit den Steuern.
Wenn der Handwerker später Rente beziehen möchte, krankenversichert sein möchte und gegen Arbeitslosigkeit versichert sein möcht, dann muss er mehr Abgaben (aber nicht Steuern!) bezahlen.
Die Verwechselung von reinen Steuern und Abgaben ist übrigens der Grund, das skandinavische Länder beim „Steuer“bereich immer so schlecht abschneiden. Dort beinhaltet die „Steuer“ auch die anderen Abgaben.
Entfernt. Bitte kommentieren Sie zum konkreten Artikelthema. Kritik an der Moderation richten Sie gerne an community@zeit.de. Danke, die Redaktion/sam
Entfernt. Bitte beachten Sie das konkrete Artikelthema. Danke, die Redaktion/sam
Es wäre ja schlimm für die Unternehmen, wenn sie die Staaten nicht mehr gegeneinander ausspielen könnten und so etwas wie echter Wettbewerb entstehen könnte.
" ... jeder der sich über seine hohe Steuer aufregt, dem sollte klar werden, das die nur so hoch ist, weil sich andere um ihren Anteil drücken."
Nö. So ist es leider nicht. Egal wie hoch die Steuereinnahmen des Staates sind, der wird IMMER klamm sein und Schulden machen. Die Steuereinnahmen waren noch nie so hoch wie im Moment, sie sprudeln in ungeahnter Höhe.
Der Staat leidet vielmehr unter einem prinzipiellen Konstruktionsfehler: Es ist nicht sexy zu SPAREN, man handelt sich sofort Feinde und Gegner ein, die ja die Früchte der staatlichen Füllhörner und Gießkannen mit Zähnen und Klauen verteidigen (z. B. die Milliardensubventionen an die Bauern, die dafür unsere Umwelt mit Gülle und Pestiziden vergiften dürfen).
Geld AUSGEBEBN dagegen ist sexy, macht schnell Freunde und Liebhaber. Gerne machen die diversen Lobbygruppen und deren Klientel, die Taschen auf und lassen die Euros reinrollen.
Daran wird sich auch nichts ändern. Der Bund der Steuerzahler zeigt ja jedes Jahr wo die Steuergelder mit vollen Händen und mit Milliarden aus dem Fenster geworfen werden. Der Berliner Flughafen, die Elbharmonie oder das Betreuungsgeld lassen grüßen.
schauen sie sich die Arztausbildung an.
Ärzte studieren eher marginal..bekommen eien Promotion geschenkt - auf Kosten des Steuerzahlers und werden dann ein Leben lang im öffentlichen Dienst alimentiert für ihre "Weiterbildung" bevor sie sich in Praxen zweifelhaft die Taschen voll machen.
Oder der komplette Beamtenapparat. Sparpotentiale in Deutschland sind unendlich.
Leider wird dsa nicht kommuniziert ,da die Menschen lieber im Neid nach den REichen gieren.
Dass eine Erhöhung von Steuern auf kleine Gruppen (mit hohen Vermögen) gar nichts bringen, da das Aufkommen per se zu gering ist..und nur Steuern mit großer BEmessungsgrundlage ertragsreich sind, interessiert die Mehrheit nicht, solange Emotionen bedient sind
Die Steuereinnahmen waren 1980 prozentual genauso hoch wie heute.
Dafür war die Zinslast deutlich tiefer.
Das heißt ganz klar, das damals wesentlich mehr Geld zur Verfügung stand.
Was sie einfach nicht verstehen, ist das wir heute wesentlich mehr fixe Lasten haben als damals und deshalb auch wesentlich mehr Geld benötigen oder denken sie die paar Millionen Hartz IV Empfänger hätte es auch schon damals gegeben??
Was das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes angeht, werden hier immer recht populistisch die Fehler des Staates aufgezeigt. Aber offen gesagt, würden es die <2% der gesamten Steuereinnahmen auch nicht rausreißen.
Vor allem weil sie durch Arbeitsmarkt und Steuereffekte noch nicht einmal die Hälfte davon verschwenden. Des einen Ausgaben sind die Einnahmen des anderen.
Im übrigen hätte ich nichts dagegen wenn wir uns die 200 Milliarden Subventionen und Beihilfen für die deutsche Wirtschaft sparen, aber ob dies den von ihnen gewünschten Effekt bringen würde, wage ich doch sehr stark zu bezweifeln.
schauen sie sich die Arztausbildung an.
Ärzte studieren eher marginal..bekommen eien Promotion geschenkt - auf Kosten des Steuerzahlers und werden dann ein Leben lang im öffentlichen Dienst alimentiert für ihre "Weiterbildung" bevor sie sich in Praxen zweifelhaft die Taschen voll machen.
Oder der komplette Beamtenapparat. Sparpotentiale in Deutschland sind unendlich.
Leider wird dsa nicht kommuniziert ,da die Menschen lieber im Neid nach den REichen gieren.
Dass eine Erhöhung von Steuern auf kleine Gruppen (mit hohen Vermögen) gar nichts bringen, da das Aufkommen per se zu gering ist..und nur Steuern mit großer BEmessungsgrundlage ertragsreich sind, interessiert die Mehrheit nicht, solange Emotionen bedient sind
Die Steuereinnahmen waren 1980 prozentual genauso hoch wie heute.
Dafür war die Zinslast deutlich tiefer.
Das heißt ganz klar, das damals wesentlich mehr Geld zur Verfügung stand.
Was sie einfach nicht verstehen, ist das wir heute wesentlich mehr fixe Lasten haben als damals und deshalb auch wesentlich mehr Geld benötigen oder denken sie die paar Millionen Hartz IV Empfänger hätte es auch schon damals gegeben??
Was das Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes angeht, werden hier immer recht populistisch die Fehler des Staates aufgezeigt. Aber offen gesagt, würden es die <2% der gesamten Steuereinnahmen auch nicht rausreißen.
Vor allem weil sie durch Arbeitsmarkt und Steuereffekte noch nicht einmal die Hälfte davon verschwenden. Des einen Ausgaben sind die Einnahmen des anderen.
Im übrigen hätte ich nichts dagegen wenn wir uns die 200 Milliarden Subventionen und Beihilfen für die deutsche Wirtschaft sparen, aber ob dies den von ihnen gewünschten Effekt bringen würde, wage ich doch sehr stark zu bezweifeln.
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