Ein Jahr umsonst Arbeiten, um die Vermittler zu bezahlen
Allein 40.000 Einwanderer, die meisten aus Vietnam, den Philippinen und Sri Lanka, arbeiten in zyprischen Haushalten, berichtet Doros Polykarpou. Er ist Vorsitzender von KISA, einer Nichtregierungsorganisation, die Migranten zu helfen versucht. Sein Büro liegt am anderen Ende der Altstadt in einem renovierungsbedürftigen, alten Haus. Polykaprou sagt, dass die meisten Haushaltshilfen in Zypern nur 350 Euro im Monat verdienen. So viel schreibt der Staat vor. Die privaten Agenturen, die ihnen die Einreise und den Job vermitteln, verlangten dafür eine einmalige Gebühr von 4.000 Euro. "Sie arbeiten also ein faktisch ein Jahr umsonst", sagt Polykarpou.
Der Einsatz der Migranten ist gesetzlich auf einige wenige Branchen beschränkt, sie können also kaum aufsteigen. Und nach vier Jahren müssen sie das Land wieder verlassen. Entlässt ihr Arbeitgeber sie früher, werden sie sofort abgeschoben. "Zypern will kein Einwanderungsland sein, obwohl es längst eines ist. Das müssen die Migranten ausbaden", sagt der KISA-Chef.
Der Patriotismus erstarkt
Jetzt, in der Krise, verschärft sich der politische Ton den Einwanderern gegenüber. Am vergangenen Wochenende hat Präsident Nicos Anastasiades Arbeitgeber und Gewerkschaften dazu aufgerufen, dafür zu sorgen, dass 70 Prozent der Beschäftigten Einheimische sind. Mit dem Freizügigkeitsgrundsatz der EU ist so eine Regelung juristisch nicht vereinbar, also wird es wohl informelle Absprachen geben. Immer wieder gibt es in diesen Tagen auch Aufrufe, in Zukunft nur noch zyprische Produkte zu kaufen.
Das ist die Stimmung auf der Insel, kurz vor dem absehbaren wirtschaftlichen Absturz: Wir müssen jetzt zusammenhalten. Wir müssen der Welt und den allzu strengen Politikern in Brüssel beweisen, dass wir vernünftig sind, fleißig und solidarisch.
In gewisser Weise hat Panayiotis Larkou den überwältigenden Erfolg seines Benefizkonzerts diesem erstarkten Patriotismus zu verdanken. Die Lagerhallen voller Lebensmittel sind dessen positive Seite. Man muss hoffen für Zypern, dass die negative Seite, also eine nationale Abschottung und noch mehr Härte gegenüber Migranten, nicht bald ebenso eindrückliche Bilder liefert.







Wunderbar. Anstatt Politiker und Banker zum Teufel zu jagen und das ganze korrupte System bei Null wieder aufzubauen, darben die "unteren" Schichten in Armut und finden sich damit ab, dass sich sowieso nix ändern wird.
Schon komisch, dieses Sytsem hat irgendwie immer geklappt und zeigt sehr schon auf, in welche Richtung Europa wandern wird.
Eine "Elite" muss allerdings immer darauf hoffen, dass es genügend andere Themen gibt, an denen sich der ungeneigte Bürger aufreiben kann, dann klappt es auch mit der Herrschaft.
Danke dafür!!!
...denn wenn man die Banken zum Teufel jagt, bekommen Unternehmen Kredite für Investitionen. Dann kommt eine Wirtschaft, die nur auf Banken basiert richtig in Schwung und die Rentner bekommen ihr Geld vom Konto und ihre Kapitaleinlagen aus Lebensversicherungen???
Woher kommt denn die Armut, in der die unteren Schichten jetzt darben? Daher, dass man Banken rettet oder vielleicht daher, dass die Industrie Zyperns (die in erster Linie die Bankenindustrie ist) jetzt einbricht?
Können Sie uns ihr Wintermärchen weiter erläutern, denn ich weiß nicht, wie man die Armut abgewendet hätte, wenn man die Banken alle hätte pleite gehen lassen, so dass der Arme alles verliert?
...denn wenn man die Banken zum Teufel jagt, bekommen Unternehmen Kredite für Investitionen. Dann kommt eine Wirtschaft, die nur auf Banken basiert richtig in Schwung und die Rentner bekommen ihr Geld vom Konto und ihre Kapitaleinlagen aus Lebensversicherungen???
Woher kommt denn die Armut, in der die unteren Schichten jetzt darben? Daher, dass man Banken rettet oder vielleicht daher, dass die Industrie Zyperns (die in erster Linie die Bankenindustrie ist) jetzt einbricht?
Können Sie uns ihr Wintermärchen weiter erläutern, denn ich weiß nicht, wie man die Armut abgewendet hätte, wenn man die Banken alle hätte pleite gehen lassen, so dass der Arme alles verliert?
Ganz nach dem Beispiel Island:
http://www.youtube.com/wa...
Seit sich Island von den "globalen Bankkonsortien" getrennt hat, geht es mit der Wirtschaft steil aufwärts.
http://www.youtube.com/wa...
Grimsson, Präsident seiner Bürger! Danke für den Wirtschaftsaufschwung in Island!
Zit: Über 50.000 Euro gibt die Kirche dafür jeden Monat aus."
Na immerhin. Den Urhebern der Krise, das sind nicht die Bürger, könnte man ja Ablassgeschäfte mittelaterlicher Art anbieten, aber dem Glauben an den Götzen Mammon kann man halt nur mit Gleichem dienen.
Übrigens könnte Deustchland ja da die dringend beötigten Fachkräfte rekrutieren.
Zypern rüstet sich also für die Armut. Deutschland hat das längst getan. Fahren Sie mal entlang der Oder, dort wo der rote Adler Brandenburgs kräht und der Greif Vorpommerns nach Nahrung scharrt.
Wer Augen hat, sollte diese nicht verschließen. Wo die Not zu Hause, die Perspektivlosigkeit gegenwärtig, da darf man kein Hurra für die Europolitik
und für Migranten erwarten.
Nur gut, wenn wenigstens die Kirche hilft, wo die Politik versagt.
die blühende Landschaften?
die blühende Landschaften?
" dass die meisten Haushaltshilfen in Zypern nur 350 Euro im Monat verdienen. So viel schreibt der Staat vor. Die privaten Agenturen, die ihnen die Einreise und den Job vermitteln, verlangten dafür eine einmalige Gebühr von 4.000 Euro. "Sie arbeiten also ein faktisch ein Jahr umsonst", sagt Polykarpou."
Also liebe Zyprer (und Russen), in einem Land das ein Kostenniveau hat wie in Westeuropa Personen fuer 350 Euro im Monat zu "beschaeftigen" ist schon eine Unverschaemtheit, ueber die Agenturen will ich garnicht reden - geht aber anscheinend durch ohne das die Regierung oder EU was dagegen unternehmen.
In Österreich werden Job angeboten die hauptsächlich von Ausländer angenommen werden aus Ungarn, Slowakei, Rumänien ect... und die bekommen in Monat nur 340,- Euro und da sie sich keine Wohnung leisten können schlafen und Essen sie in der Gruft (Obdachlosenheim).
Danke!
In Österreich werden Job angeboten die hauptsächlich von Ausländer angenommen werden aus Ungarn, Slowakei, Rumänien ect... und die bekommen in Monat nur 340,- Euro und da sie sich keine Wohnung leisten können schlafen und Essen sie in der Gruft (Obdachlosenheim).
Danke!
die blühende Landschaften?
Dort wo der Rost auf den Industrielandschaften blüht.
Da gibt es herrliche blühende Landschaften! So ganz ohne Industrie und mit immer weniger Menschen, da kommt die Natur so richtig zum Zuge, vielleicht haben sie das damals gemeint...
Dort wo der Rost auf den Industrielandschaften blüht.
Da gibt es herrliche blühende Landschaften! So ganz ohne Industrie und mit immer weniger Menschen, da kommt die Natur so richtig zum Zuge, vielleicht haben sie das damals gemeint...
"Für viele beginnt die Not erst jetzt, nach der Einigung über die Hilfe aus Brüssel"
"Nach der Einigung über die Hilfe aus Brüssel beginnt für viele die Not erst jjetzt"
Obwohl ... kaum eine Woche ,,, das geht doch fix?
Wenn das Land vor die Hunde geht, können Migranten wenigstens wieder in ihr Herkunftsland zurück, ohne nennenswerte Dinge zurücklassen zu müssen. Im schlimmsten Fall haben sie dann eine "Vermittlungsgebühr" verloren, aber ansonsten ist alles wie vorher.
Zyprische Familien, die dort nicht nur ihre ganze Familie sondern auch Wohnung und Grund haben und diesen eventuell noch abbezahlen müssen, haben es da nicht so einfach. Die sind viel mehr an das Pleiteland gebunden.
Weil jemand kein Haus sein Eigen nennt hat er ja nichts zu verlieren, ergo geht es ihm besser als denen die Hauseigentuemer sind, die haben ja was zu verlieren. Und ausserdem koennen sie ja in ihre Heimatlaender zurueck, wo ja wie in Vietnam das Paradies wartet. Auf diese schraege Logik muss man erstmal kommen. Konsequent zu Ende gedacht geht es also den Obdachlosen am Besten?
Geht es noch bloeder um Migranten zu diskreditieren?
Waren Sie schon auf Zypern? Die meisten Einwanderer dort kommen aus Bulgarien und Rumänien.. (Zufälle gibt´s...)
Und das klein bißchen, das sie auf Zypern verdienen können, reicht zwar nur für das Allernotwendigste, ist aber immer noch besser als gar nichts bei denen "zuhause".
Weil jemand kein Haus sein Eigen nennt hat er ja nichts zu verlieren, ergo geht es ihm besser als denen die Hauseigentuemer sind, die haben ja was zu verlieren. Und ausserdem koennen sie ja in ihre Heimatlaender zurueck, wo ja wie in Vietnam das Paradies wartet. Auf diese schraege Logik muss man erstmal kommen. Konsequent zu Ende gedacht geht es also den Obdachlosen am Besten?
Geht es noch bloeder um Migranten zu diskreditieren?
Waren Sie schon auf Zypern? Die meisten Einwanderer dort kommen aus Bulgarien und Rumänien.. (Zufälle gibt´s...)
Und das klein bißchen, das sie auf Zypern verdienen können, reicht zwar nur für das Allernotwendigste, ist aber immer noch besser als gar nichts bei denen "zuhause".
Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren