EinwanderungsstatistikZuwanderung nach Deutschland so hoch wie zuletzt 1995

In der Euro-Krise zieht es besonders viele Menschen nach Deutschland. Die Zuwanderung aus südeuropäischen Staaten hat im vergangenen Jahr Rekordwerte erreicht.

Die gute wirtschaftliche Lage lockt Menschen aus ärmeren Ländern nach Deutschland: Mehr als eine Million Menschen zogen im vergangenen Jahr in die Bundesrepublik – so viele waren es zuletzt im Jahr 1995.

Aus Spanien kamen 45 Prozent mehr Einwanderer als 2011 (plus 9.000 Personen). Die Zahl der Einwanderer aus Griechenland (plus 10.000) und Portugal (plus 4.000) stieg jeweils um 43 Prozent. Aus Italien kamen 40 Prozent mehr Menschen nach Deutschland (plus 12.000 im Vergleich zu 2011).

Anzeige

Insgesamt zogen nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im vergangenen Jahr 1,08 Millionen Menschen nach Deutschland. Dies waren 123.000 Zuzüge mehr als 2011, was einem Zuwachs von 13 Prozent entspricht.

Aus Deutschland weg zogen 2012 insgesamt 712.000 Personen, 33.000 mehr als ein Jahr zuvor. Zu- und Fortzüge gemeinsam betrachtet, ergibt sich ein Zuzugsüberschuss von 369.000 Personen – auch dies ist der höchste Wert seit 1995.

In absoluten Zahlen betrachtet kamen die meisten Einwanderer wie in den Vorjahren aus Polen, gefolgt von Menschen aus Rumänien und Bulgarien. Aus der Türkei kamen etwa 29.000 Menschen nach Deutschland, 33.000 zogen weg.  

Drei Viertel der Zuwanderer zog es in fünf Bundesländer: Das Gros ging nach Bayern (192.000), gefolgt von Nordrhein-Westfalen (186.000), Baden-Württemberg (171.000), Hessen (90.000) und Niedersachsen (89.000).

Zur Startseite
 
Leserkommentare
  1. 1. […]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf diskriminierende Aussagen. Danke, die Redaktion/jp

    2 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Der Beitrag, auf den Sie sich beziehen, wurde entfernt. Danke, die Redaktion/jp

    Das der Arbeitsmarkt den Bach unter geht, liegt nicht zwangsläufig an der Zuwanderung, sondern an politisch-ökon. Fehlentscheidungen. Die Schuld auf Minderheiten im Land zu schieben ist keine neue Methode.

  2. Ich finde es cool, dass Sie ,,Aus der Türkei kamen etwa 29.000 Menschen nach Deutschland, 33.000 zogen weg. " noch geschrieben haben und damit einigen Mitlesern die Möglichkeit genommen haben unsachliche zu spekulieren.

    Zeit-Online war für mich immer eines der seriösesten Zeitungen, ich hoffe auch, dass das so bleibt.
    Die Kommentare auf ZO waren auch immer die sachlichsten, verglichen mit anderen Online-Zeitungskommentaren.

    6 Leserempfehlungen
  3. 3. […]

    Der Beitrag, auf den Sie sich beziehen, wurde entfernt. Danke, die Redaktion/jp

    Antwort auf "[…]"
  4. Das der Arbeitsmarkt den Bach unter geht, liegt nicht zwangsläufig an der Zuwanderung, sondern an politisch-ökon. Fehlentscheidungen. Die Schuld auf Minderheiten im Land zu schieben ist keine neue Methode.

    4 Leserempfehlungen
    Antwort auf "[…]"
  5. In dem 7 Mio. Menschen nicht ohne staatliche Unterstützung über die Runden kommen. Mit Aussicht auf Altersarmut.

    Was für eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte (jedenfalls für Ausbeuter).

    Wie schön das es jetzt Nachschub an billigen Arbeitskräften gibt.

    18 Leserempfehlungen
    • o15
    • 07. Mai 2013 14:35 Uhr

    Warum die wohl gegangen sein mögen? Kann ich mir gar nicht vorstellen...

    5 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Kann ich auch abslout verstehen, wir Deutschen sind wirklich arm dran! Schlechte Infrastruktur, keine gesetzliche Krankenversicherung, ein im internationalen Vergleich extrem niedriges Bruttoinlandsprodukt, seit Jahrzenten sinkende Exportzahlen, ein Einwanderungsproblem, keine freien Wahlen, die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt... da kann ich nachvollziehen, wenn man in so einem Land nicht mehr leben möchte!

    • Chali
    • 07. Mai 2013 14:45 Uhr

    Der mechanismus funktioniert!

    Wenn man die Lebensumstände dort unten nur unerträglich macht, ist simsalabim der Fachkräftemangel behebbar. Diese Menschen sind sogar bereit, für deutsche Löhne zu arbeiten. Kriegen die eigentlich auch HartzIV-Aufstocun?

    Ja, und dann "Die gute wirtschaftliche Lage"! Wenn wir die nicht hätten! Den überschäumenden Deutschen Aufschwung 4 Promille nächstes Jahr!

    Wie schön ist die Welt doch eingerichtet! Da kann die Wahl ja kommen.

    3 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    De aus Deutschland Weggezogenen sind nicht selten Akademiker oder Handwerker, die dann in der Schweiz oder in kandinvien ihr Glück suchen, auch, weil sie hier nichts finden, das ihnen ein ordentliches Einkommen garantiert.

    Daher ist es schon irgendwie pervers, Leute hier zu vergraulen und Südländer für wenigerLohn einzustellen, die aus ihren Ländern wiederum weggehen, weil es dot schlecht(er) aussieht.

    Oder soll das die große eurpäische Verständigung sein, von der die EU-rokraten immer faseln? (Und nein, wenn jetzt hier einer ankommt und meint in meinem Kommentar etwas "Rechtes" zu sehen, dann ziehe ich bald auch weg, dann ist nämlich eine Diskussion gar nicht mehr möglich in unserer "Demokratie".)

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

  • Quelle ZEIT ONLINE, tst
  • Schlagworte Statistisches Bundesamt | Bulgarien | Griechenland | Italien | Polen | Portugal
Service