KonjunkturEuro-Zone verharrt in der Rezession

Die deutsche Wirtschaft wächst leicht, doch die Euro-Zone verharrt weiter in der Rezession. Besonders dramatisch ist die Situation in Italien.

Die Wirtschaft in der Euro-Zone ist auch Anfang 2013 in der Rezession geblieben. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den 17 Ländern sank zwischen Januar und März um 0,2 Prozent zum Vorquartal, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte. Experten hatten mit einem leichten Minus von 0,1 Prozent gerechnet. 

Im Vergleich zum vierten Quartal 2012 hat sich die Konjunktur etwas erholt. Da betrug das Minus noch 0,6 Prozent. Seit Ende 2011 befinden sich die Länder mit Gemeinschaftswährung in der Rezession.

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Die deutsche Wirtschaft ist im Gegensatz zur gesamteuropäischen Entwicklung zu Jahresanfang wieder leicht gewachsen. Die Wirtschaft in Deutschland wuchs um 0,1 Prozent. In Frankreich hingegen sank das Bruttoinlandsprodukt mit 0,2 Prozent stärker als angenommen. Damit rutschte das Land in die Rezession ab.

Besonders dramatisch ist die Lage in Italien. Das Land steckt in der längsten Rezession seit Jahrzehnten. Die Wirtschaftskraft büßte zum Jahresauftakt 0,5 Prozent ein. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone schrumpft damit schon seit sieben Quartalen in Folge und damit so lange wie noch nie seit Beginn der Statistik 1970.

Positive Signale gab es aus kaum einem Land der Euro-Zone. Österreichs Wirtschaft stagnierte zum Jahresauftakt, das BIP in den Niederlanden sank um 0,1 Prozent. 

Portugals Wirtschaft schrumpfte um 0,3 Prozent, Spaniens Wirtschaft um 0,5 Prozent zum Vorquartal. Auch der Krisenstaat Griechenland bleibt im Konjunkturtief. Das BIP sank um 5,3 Prozent zum Vorjahresquartal.

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Leserkommentare
  1. die anderen nennen es natürliche Umverteilung des Wohlstandes der europäischen Mittleschicht auf die internationale Oberschicht vertuscht durch Schönrederei, Zeit- und Leiharbeit.

    Unsere 'ehrlich ostdeutsche' Leihmutter bekommt diese Worte aber nicht über die Lippen.

    9 Leserempfehlungen
  2. wohin die Reise mit der EU gehen würde, als sie vom "Belgian empire" sprach in Auseinandersetzungen mit dem französichen Sozialisten Jacques Delors.

    Die wirtschaftliche Harmonisierung der EU hätte vor der Einführung des Euro erfolgen müssen, jetzt verstärkt der Euro die ökonomische Ungleichheit und die Länder entfernen sich wieder voneinander, weiter denn je.

    Mit Austeritätspolitik und billigem Geld (Nullzins) ist die größte politische Fehlentscheidung des Jahrhunderts, die Einführung einer Gemeinschaftswährung, nicht zu korrigieren

    Mit der Lektüre ausländischer Presse glaube ich, einen akzeptablen Wissensstand zu haben, der es mir erlaubt, im September eine gute Wahl zu treffen.

    5 Leserempfehlungen
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    da ich leider nicht die Zeit habe, auch noch die ausländische Presse zu studieren. Bitte nennen Sie uns doch Ihre Präferenz, danke!

  3. http://www.wolfgang-waldn...

    Meine Lösungen sind Ihnen bekannt? Ab Kommentar 53:

    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Kommentar 69 zur Ergänzung:

    http://www.zeit.de/politi...

    Was mich auch am BGE stört ist, das Jeder der mit wenig Zufrieden ist, sich aus der Gemeinschaft ausklinken kann. Bei mir nur Arbeitsunfähige wegen Krankheit usw., und die älteren in Rente gehen können.

    Mal nee frage: Wenn internationale Handelsbeziehungen ausgeglichene Handelsbilanzen haben, wer braucht dann noch eine Weltwährung?!

    Vom Euro können wir uns erst Verabschieden wenn keiner mehr darin Staatsschulden hat!

    Und fängt ein Staat oder besser der Euroraum an meine Lösungen mit Einführung von Vollgeld umzusetzen, dann sollen die Politiker ihren jeweiligen Völkern erklären, warum in ihren Ländern noch Armut usw. Herrscht!

    Ich lasse nicht mit mir "Spielen"!

    Übersetzten Sie den Link oder verbreiten Ihn weiter.

    Am besten schicken Sie den Link zu ihren politischen Vertretern in Bund, Ländern usw.! Und auch gleich Anfragen, wann man diese Besuchen darf zum Verhauen oder So, keine Angst die können das Ab, damit diese Begreifen, wo Sie die Schuldigen suchen werden! Meiner geht auch schon immer auf die andere Straßenseite, wenn er mich Sieht. Einer allein Bewirkt nix!

    Damit endlich unter meiner Mithilfe der Umbau angegangen wird!

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    <<< Was mich auch am BGE stört ist, das Jeder der mit wenig Zufrieden ist, sich aus der Gemeinschaft ausklinken kann. Bei mir nur Arbeitsunfähige wegen Krankheit usw., und die älteren in Rente gehen können. >>>

    Und gerade das halte ich am BGE für das wichtigste; das sich ausklinken können, die Möglichkeit einer Transformation zu schaffen, in der die Menschen durch ein BGE aus dem kapitalistischen Hamsterrad heraus kommen und sich anderweitig organisieren, jenseits der Profitlogik anhand von Bedürfnissen.

    Abseits dessen:
    Sie versuchen einem toten Pferd einen neuen Sattel zu verpassen, auf dem Sie dann reiten wollen (Vollgeld).
    Der Ansatz wäre vielleicht in den 70ern brauchbar gewesen, als die Situation noch nicht ganz so verfahren war (Arbeitslosigkeit aufgrund von Produktivitätssteigerungen).
    Die selbstreferentielle Mehrwert- und Wachstumslogik bleibt erhalten, auch wenn der Staat sein Geld selbst drucken kann.
    Und damit auch die leidige Erwerbsarbeit, die Produktion der Produktion willen, die damit einhergehende Ressourcenverschwendung usw..
    Ganz davon abgesehen, dass ihr Ansatz nur von Oben, also von der Ordnung, umgesetzt werden kann, nicht von unten, im Chaos.

    Sorry, ich halte das für Zeitverschwendung; wenn nun abermals versucht werden soll, ein inhärent menschenverachtendes System, sozialer (oder wenigstens funktionsfähig) machen zu wollen, statt was neues zu versuchen, was nicht mit einer dementsprechenden Asozialität in der Betriebslogik gesegnet ist.

    • Vibert
    • 15. Mai 2013 13:48 Uhr

    Nicht erstaunlich bei der Erstickung und Erwürgung der betroffenen Länder durch die von Deutschland angeführten Troika.
    Und die USA reiben sich erstaunt die Augen und lachen sich in's Fäustchen.
    Unfassbar dämlich das ganze.

    4 Leserempfehlungen
  4. Wenn Deutschland im 4ten Quartal 0,6% in das Minus gerutscht ist, dann sind das anscheinend nur Schwankungen. Wenn Frankreich im ersten Quartal danach 0,2% in das Minus rutscht, dann sind sie in der Rezession.

    Jetzt mal überlegen:
    Frankreich hatte im vierten Quartal ein plus von 0,1% und im ersten ein minus von 0,2%. Wir hatten im vierten Quartal ein minus von 0,6% und jetzt ein plus von 0,2%.

    Also wenn die Franzosen in der Rezession sind, dann sind wir es doch schon lange.

    4 Leserempfehlungen
  5. schon lange in einer verschleppten Depression und nicht in einer Rezession.

    Es ist doch ganz einfach und schnell erklärt.
    2008 war der Euro nach dem Platzen der Immobilenblase und ersten Griechenlandproblemen bereits Tod und wurde mit 30 Billionen aus dem Volkswirtschaften der EU nochmal künstlich beatmet.

    Um ein überleben zu sichern, hätte man drastische Maßnahmen und Regeln für den Finanzmarkt einleiten müssen, bis hin zu schnellen Ideen für Alternativen zum Wachstum (begrenzte Ressourcen bei unbegrenztem Wachstum = funktioniert nicht) finden müssen.
    Man tat GAR NICHTS außer den Brand mit Brandbeschleuniger (den Markt mit Geld fluten) zu bekämpfen und nun wird das auf Absehbare Zeit vorbei sein.
    Da kann die Zeit schreiben was sie will.

    2 Leserempfehlungen
  6. <<< Was mich auch am BGE stört ist, das Jeder der mit wenig Zufrieden ist, sich aus der Gemeinschaft ausklinken kann. Bei mir nur Arbeitsunfähige wegen Krankheit usw., und die älteren in Rente gehen können. >>>

    Und gerade das halte ich am BGE für das wichtigste; das sich ausklinken können, die Möglichkeit einer Transformation zu schaffen, in der die Menschen durch ein BGE aus dem kapitalistischen Hamsterrad heraus kommen und sich anderweitig organisieren, jenseits der Profitlogik anhand von Bedürfnissen.

    Abseits dessen:
    Sie versuchen einem toten Pferd einen neuen Sattel zu verpassen, auf dem Sie dann reiten wollen (Vollgeld).
    Der Ansatz wäre vielleicht in den 70ern brauchbar gewesen, als die Situation noch nicht ganz so verfahren war (Arbeitslosigkeit aufgrund von Produktivitätssteigerungen).
    Die selbstreferentielle Mehrwert- und Wachstumslogik bleibt erhalten, auch wenn der Staat sein Geld selbst drucken kann.
    Und damit auch die leidige Erwerbsarbeit, die Produktion der Produktion willen, die damit einhergehende Ressourcenverschwendung usw..
    Ganz davon abgesehen, dass ihr Ansatz nur von Oben, also von der Ordnung, umgesetzt werden kann, nicht von unten, im Chaos.

    Sorry, ich halte das für Zeitverschwendung; wenn nun abermals versucht werden soll, ein inhärent menschenverachtendes System, sozialer (oder wenigstens funktionsfähig) machen zu wollen, statt was neues zu versuchen, was nicht mit einer dementsprechenden Asozialität in der Betriebslogik gesegnet ist.

    Eine Leserempfehlung
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    verpassen, auf dem Sie dann reiten wollen (Vollgeld)".

    Sehr genial!
    Ich denke auch über das BGE brauchen bzw. können wir uns derzeit keine Gedanken machen, dass wäre Realitätsverweigerung.

    Die Türkei soll ja nun laut Westerwelle auch noch schnell aufs tote Pferd Euro aufsteigen.
    Schon das Drucken neuer fünf Euro Scheine halte ich für Unsinn bei seiner kurzen Lebensdauer.

    http://www.zeit.de/2010/2...

    Zum jetzigen Zeitpunkt existiert alles Geld nur als Kredit! Und diesen Zinsanteil den jeder Bezahlen muss, sei es über den Endpreis des Produktes oder über höhere Steuern für Staatsschulden, diesen Zinsanteil möchte ich so weit wie möglich Eliminieren!

    Es werden auch bei Vollgeld weiterhin Kredite nachgefragt, und mit Zins vergeben. Der Staat darf aber selber keine Kredite vergeben. Diese bleibt weiterhin bei Banken und Privatpersonen, erfolgt dann aber in Zukunft mit Vollgeld. Kredit mit Vollgeld bedeutet immer 100 %tige Eigenkapitaldeckung, Bankenrettungen entfallen.

    Wenn Staten sich entschulden können, dann ist die private Altersvorsorge faktisch Tot! Daher mein Lösungsvorschlag aus Kommentar 53 mit seinen 5 Teilen.

    Der Staat kann von mir aus auch, Vollgeld über ein BGE in den Wirtschaftskreislauf einschleusen, Hauptsache der Zins verschwindet weitestgehend.

    Ein Link zum BGE aus umfangreicherer Sicht, unter Artikel "Versprechen, Verhängnis oder Vorschein?":

    http://holgerschatz.files...

    Der tote Gaul ist das Kreditgeldsystem, und dieses ist nur durch ein Vollgeldsystem abzuschaffen!

  7. verpassen, auf dem Sie dann reiten wollen (Vollgeld)".

    Sehr genial!
    Ich denke auch über das BGE brauchen bzw. können wir uns derzeit keine Gedanken machen, dass wäre Realitätsverweigerung.

    Die Türkei soll ja nun laut Westerwelle auch noch schnell aufs tote Pferd Euro aufsteigen.
    Schon das Drucken neuer fünf Euro Scheine halte ich für Unsinn bei seiner kurzen Lebensdauer.

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  • Quelle ZEIT ONLINE, dpa, Reuters, AFP, jt
  • Schlagworte BIP | Bruttoinlandsprodukt | Euro-Zone | Rezession | Volkswirtschaft | Frankreich
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