Bernie Ecclestone © Alexandra Beier/Getty Images

Die Staatsanwaltschaft will nach Informationen der Süddeutschen Zeitung Anklage gegen Formel-1-Chef Bernie Ecclestone erheben. Die Münchner Behörde habe eine entsprechende Akte an das Landgericht geschickt, heißt es in dem Bericht. Die Ermittler lasten dem Briten demnach zwei Delikte an: Ecclesone soll sich der Bestechung eines Amtsträgers und der Anstiftung zur Untreue schuldig gemacht haben – beides im besonders schweren Fall.

Ecclestone soll das damalige Vorstandsmitglied der Bayerischen Landesbank, Gerhard Gribkowski, bestochen haben. Der ist bereits wegen Bestechlichkeit und anderer Delikte zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. In dem Prozess gegen Gribkowsky war Ecclestone nach Zusage freien Geleits als Zeuge aufgetreten.

In dem Bericht heißt es, Ecclestone habe Gribkowsky im vergangenen Jahrzehnt heimlich 44 Millionen Dollar zukommen lassen. Im Gegenzug soll er dem Briten geholfen haben, in dem Rennunternehmen an der Macht zu bleiben. Die BayernLB soll durch den Schmiergeld-Deal einen Schaden in hoher Millionenhöhe erlitten haben. Als das aufflog, musste Gribkowski ins Gefängnis.