Äthiopien : Mit den Salzkarawanen durch die Wüste

Im Norden Äthiopiens wird Salz von Hand abgebaut, wie vor Hunderten von Jahren. Kamelkarawanen bringen die Ware auf den Markt. Der Weg der Salzhändler in Bildern

Fast jedes Körnchen Salz, das in Äthiopien verbraucht wird, kommt aus der Danakil-Depression, einer abgeschiedenen und unwirtlichen Senke in der Region Afar im Norden des Landes. Die Temperaturen liegen dort durchschnittlich bei fast 35 Grad Celsius. Damit ist die Gegend eine der heißesten der Welt. 110 Meter unter dem Meeresspiegel schlagen Arbeiter Salzplatten aus dem Boden, Kamele bringen die Platten 75 Kilometer weit zur nächsten Stadt. Die Fotografin Christina Feldt hat die Salzarbeiter und -händler begleitet.

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Kommentare

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Äthiopien

muss ein wirklich wunderbares Land sein. Ich kenne einige Äthiopier und würde das Land sehr gerne bereisen. Die kulturelle Vielfalt ist überwältigend, die Geschichte extrem interessant und die Landschaften müssen atemberaubend sein.

Übrigens ist Äthiopien das einzige Land welches sich Europa nicht unter den Nagel gerissen hat.

Richtig

der sog. "Abessinienkrieg".

Dennoch wurde Ethiopien stets als unabhängiges Land betrachtet und erhielt nach dem sog. "Zweiten Weltkrieg" von Italien Reparationszahlungen i.H.v. 25 Millionen Dollar.

Damit war die italienische Besatzung kurz, wurde als kriegerischer Angriff auf einen Souveränen Staat qualifiziert und führte zu einer Schadensersatzverpflichtung Italiens. Das ist bei weitem keine dauerhafte Kolonialisierung.

Das Glück hatten heutige Länder wie der Kongo, Nigeria oder Namibia nicht.

und der nächste Hype für die Lohas

Die Bilder und auch die Informationen sind wirklich schön, vielen Dank dafür.

Aber ich fürchte, ich sehe nun schon handgehacktes Salz aus der äthiopischen Wüste, liebevoll auf Kamelkarawanen transportiert in den Ökoläden für die ganz Exklusiven. Erst wird es nur für die paar wenigen sein, die es sich leisten wollen. Dann steigt die Nachfrage, weil ja jeder Teil am Luxus haben will und es bestimmt auch ein paar Esoteriker geben wird, die diesem speziellen Salz spezielle Eigenschaften zuweisen (siehe dieses angebliche Himalayasalz) und dann werden die Kamelkarawanen nicht mehr reichen. Man fährt also künftig mit Trucks dorthin, reißt die Wüste mit schwerem Gerät und/oder ausgebeuteten Einheimischen auf, die vorher mit ihrer Arbeit einen ganz guten Lebensunterhalt hatten und dann nicht mehr davon leben können, weil die europäischen Lohas wollen ja nicht noch mehr Geld für dieses supercoole Salz aus Äthiopien zahlen (siehe Kaschmir in der Mongolei) und dann geht doch wieder alles den Bach runter.

Verzeiht mir, aber ich bin immer hin- und hergerissen, wenn ich so etwas sehe. So gerne ich auch diese Informationen und Bilder aus anderen Gegenden anschaue (ich werde sicher nie nach Äthiopien kommen) so sehr packt mich dann immer die Angst vor der menschlichen Gier.