Fed-Chef Ben Bernanke © dpa

Die US-Notenbank bleibt bei ihrem bisherigen Kurs. Bis zu einer nachhaltigen Verbesserung der Wirtschaftslage würden weiter Monat für Monat für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere gekauft, teilte die Federal Reserve mit. Ihren Leitzins beließ die Zentralbank wie erwartet bei 0 bis 0,25 Prozent.

US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte bei einer Kongressanhörung im Mai die Möglichkeit einer baldigen Abkehr von der ultralockeren Geldpolitik angedeutet. Seitdem bestimmte Unsicherheit über die künftige Politik der Fed das Geschehen an den Weltfinanzmärkten.

Die Zentralbank rechnet nun mit einem Anziehen der Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um bis zu 2,6 Prozent. 2014 soll das Bruttoinlandsprodukt dann um bis zu 3,5 Prozent zulegen.

Der US-Arbeitsmarkt steht nach Ansicht der Fed in den kommenden Jahren vor einer deutlichen Aufhellung. Die Zentralbank rechnet für 2014 mit einem Absinken der Arbeitslosenquote auf 6,5 bis 6,8 Prozent. Im März hatte die Fed noch 6,7 bis 7 Prozent veranschlagt. 2015 soll die Quote dann deutlich weiter sinken auf Werte zwischen 5,8 und 6,2 Prozent. Damit käme frühestens ab dem kommenden Jahr das Ziel Vollbeschäftigung in greifbare Nähe.