Kohleproduktion : Japans Geisterinsel

Bis in die siebziger Jahre wurde auf Gunkanjima Kohle gefördert. Dann schloss die Mine. Yves Marchand und Romain Meffre haben die verwaiste Insel mit der Kamera besucht.

Die leerstehenden, mehrstöckigen Gebäude zeugen von einer Zeit, als Gunkanjima eine der dicht besiedelsten Flecken der Erde war. Rund 5000 Menschen lebten in den fünfziger Jahren auf der Insel. Der Mitsubishi-Konzern beutete hier eine Kohlemine aus und verschiffte die Kohle auf das Festland. Im Jahr 1974 wurde die Mine geschlossen, viele Bewohner verließen das Eiland. Die Fotografen Yves Marchand und Romain Meffre haben in den Jahren 2008 bis 2012 die Bewohner der Insel und die verlassenen Gebäude porträtiert. Wir zeigen ihre Bilder.

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Kommentare

9 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Faszination statt Trend

Als Kinder sind wir doch alle in verlassenen Häusern unterwegs gewesen.
Was uns daran fasziniert ist die Vergangenheit des Ortes: Wer könnte hier einmal gelebt haben? Warum ist er gegangen? Ist er hier gestorben?
Bilder wie diese Wecken diese kindliche Faszination, weswegen viele sie einfach interessant finden.
Mit Ratten die sich durch Ruinen wühlen hat das nicht viel zu tun, sondern vielmehr mit Fotografen die ein hohes Risiko auf sich nehmen um Menschen, die den jugendlichen Leichtsinn überwunden haben, solche Orte nach Hause zu bringen.