ReichensteuerKeine Angst vor hohen Steuern

Lange Zeit galt in der Ökonomie: Vorsicht bei hohen Steuern auf Einkommen! Heute ist sich die Forschung keineswegs mehr so sicher. von Stefan Bach und Margit Schratzenstaller

Der Besitzer eines Oldtimers in Westport, Connecticut

Der Besitzer eines Oldtimers in Westport, Connecticut  |  © Spencer Platt/Getty Images

Wie hoch sollten die Steuern auf hohe Einkommen sein? Bis vor wenigen Jahren herrschte in der Ökonomie noch die Vorstellung: Vorsicht bei hohen Steuersätzen und zu viel Progression! Den ökonomischen Unterbau zu diesem Gedanken lieferte in den siebziger Jahren der Amerikaner Arthur B. Laffer. Er behauptete, dass die Einnahmen des Staates irgendwann wieder rückläufig sind, wenn die Steuerbelastung zu hoch wird. Dann sinkt bei vielen Bürgern der Leistungswillen. Wer kann, bringt sein Geld ins Ausland oder geht in die Schattenwirtschaft.

Die Politik ist Laffers Rat lange gefolgt. In fast allen Industrieländern fielen die Steuersätze auf hohe Einkommen, auch Gewinne und Kapitaleinkommen wurden weniger progressiv besteuert, die Vermögenssteuern abgeschafft. Als der frühere SPD-Finanzminister die Abgeltungssteuer einführte, begründete er das mit den Worten: "Besser 25 Prozent von X, als 42 Prozent von nix". Und der legendäre Steuerrechtsprofessor Paul Kirchhof forderte im Wahlkampf 2005 gar eine Flat-Tax: 25 Prozent Steuern auf alle Einkommen, egal wie hoch sie auch sind.

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Dieser neuliberale Konsens ist heute stark aufgeweicht. Auch im bürgerlichen Lager wächst die Einsicht, dass die Politik der wachsenden Ungleichheit etwas entgegensetzen muss. Seit Ende der neunziger Jahre haben sich die Markteinkommen deutlich gespreizt, der Niedriglohnsektor boomt und nennenswerte Realeinkommenszuwächse gab es nur für die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung. Doch auch die ökonomischen Argumente gegen eine Anhebung von Steuern auf hohe Einkommen sind heute weit schwächer als früher.

Die Autoren

Stefan Bach ist Steuerexperte am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Margit Schratzenstaller ist Steuerexpertin am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) in Wien.

Zwar zeigen die meisten Studien, dass die Steuerpflichtigen weiterhin gerne dem Fiskus ausweichen. Nur: In den letzten Jahren ist das schwieriger geworden. Die G 20, der Industrieländerclub OECD und die EU arbeiten stärker zusammen, um Steueroasen zu schließen oder um gegen Konzerne vorzugehen, die das internationale Steuersystem nutzen, um möglichst wenig Steuern zu zahlen. Steuerschlupflöcher und internationales Steuerdumping sind eben nicht gottgewollt, sondern von Menschen gemacht. 

Auch der deutsche Spitzensteuersatz könnte steigen

Zudem stimmt es zwar, dass hohe Steuersätze die Realwirtschaft beeinflussen können, also Erwerbstätigkeit, Sparquote oder Investitionen. Doch die neue Forschung zeigt, dass die Effekte zumeist geringer sind als angenommen.  Der alte Zielkonflikt zwischen Verteilungsgerechtigkeit und wirtschaftlicher Effizienz ist bei der Besteuerung der Reichen geringer als früher gedacht. Neue Studien zum Steuersystem kommen zu dem Ergebnis, dass das Niveau der Spitzensteuersätze, das die Einnahmen der öffentlichen Hand maximieren würde, in vielen Ländern spürbar höher liegen könnte als heute. Das gilt auch für Deutschland, vorausgesetzt, man bekommt die Steuervermeidung besser in den Griff.

Die Glücksforschung liefert ein weiteres Argument für höhere Steuern. Sie zeigt, dass bei den reichsten zehn Prozent der Zusammenhang zwischen Einkommen und Zufriedenheit immer geringer wird. Das Easterlin-Paradox besagt sogar, dass die Zufriedenheit ab einem gewissen Niveau kaum noch zunimmt, wenn das Einkommen steigt. Andere Studien zeigen: Wird die Gesellschaft zu ungleich, sinkt die Zufriedenheit aller. Sollte die Politik also die Reichen schröpfen wie es François Hollande in Frankreich tut?

Leserkommentare
    • adco
    • 10. Juni 2013 17:47 Uhr

    Steuer Gelder fliessen derzeit in Deutschland in Rekordhöhe. In Griechenland flossen sie über Jahre in kleinen höhen.

    Höhere Steuern heisst nicht automatisch bessere staatliche Versorgung, bessere Rahmenbedingungen und ein Vermerk wo das Geld überhaupt hinfliesst.

    Während der Bund der Steuerzahler als Lobbygruppe verunglimpft wird, gilt Greenpeace als "Aktivisten" Gruppe mit "guten" Zielen.

    Selbst in Schweden erlebt man gerade das hohe Steuern ein Land vor Unruhen nicht schützt und das der Staat nicht alles leisten kann.

    Die richtige Mischung machts! Das Steuerpaket der Grünen ist abzulehnen auch wenn dieser Artikel das unterschwellig wiederlegen möchte.

    11 Leserempfehlungen
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    tja..die Zeit gilt nicht umsonst..naja..man könnte was ablassen..das ist hier dann gleich Polemik im Gegensatz zur FAZ, bei der auch mal klar Kante gezeigt werden darf..

    Es ist schon anmaßend, wie sehr die Zeit Parteilich Stellung auf Seite der GrünInnen bzw. der SPD nimmt..( das ist auch keine UNterstellung , sondern Beobachtung)
    Sie haben natürlich recht, dass Steuererhöhungen in dieser Zeit absolut dämlich sind, zumal sie ja nur für die Hypertrophie des öffentlichen Dienstes, genauer den überbordenden Beamtenpensionen benutzt werden sollen.
    Um Schulklos zu sanieren , wie die Propaganda es immer so moralisierend formuliert, reichten jetztige Gelder shcon aus, hätte nicht jeder A 14 Studienrat einen Pensionsbarwert von 1 Mio...

    Ah halt..ist das nun Vermögen?
    wer sind denn die Vermögenden nun wirklich? :)

    • Karl63
    • 10. Juni 2013 18:42 Uhr

    In der aktuellen Printausgabe der ZEIT findet sich der Artikel "Kein Pardon mehr" über die Pläne der EZB hinsichtlich einer europaweiten Bankenaufsicht.
    Eine der Kernaussagen ist, es gibt in der Eurozone immer noch eine nicht zu vernachlässigende Anzahl von Banken, die nicht überlebensfähig sind und demzufolge abgewickelt werden müssten. Alleine dies wird nicht umsonst zu haben sein und weiteres Geld verschlingen (wohl eher keine "Peanuts"), welches im Zweifelsfall vom Steuerzahler kommen muss.
    Wenn man keinen weiteren Anstieg der Staatsverschuldung akzeptieren will, dann wird dies nur über weiter steigende Staatseinnahmen zu realisieren sein. Von solchen Sachen wie einer über Steuern finanzierten Mindestrente, an der früher oder später kein Weg vorbei führen wird, reden wir da noch gar nicht.

    Ich denke es reicht, wenn man 47,48 % (derzeitiger Spitzensteuersatz incl. Soli) von dem, was man erarbeitet abgeben muss, auch wenn man um ein paar Prozente natürlich streiten kann. Man sollte aber immer Bedenken: Millionäre können ohne weiteres Ihren Wohnsitz im Ausland nehmen (und Frankreich ist nicht gerade ein Erfolgsmodell - bei uns dagegen die Steuereinnahmen so hoch wie nie).

    Folgt man den rot-grünen Steuerplänen soll auch mittlerer Verdienst erheblich besteuert werden. Vielleicht wiegt man sich derzeit in Sicherheit, wenn man meint, noch knapp unter den Grenzen zu liegen. Dann vergisst man jedoch die kalte Progression. Wenn nicht heute, dann nach ein paar Jahren Inflation gehört man schnell zu den "Besserverdienenden", ohne besonders reich zu sein, die mit über 45% abkassiert werden.

    Mit Fleiß, Begabung, guter Ausbildung/Studium konnte man sich früher bei guter Wirtschaftslage noch ein Haus für seine Familie verdienen. Spätestens nach den rot-grünen Steuerplänen wird dies nicht mehr möglich sein. Wie soll dann noch ein sozialer Aufstieg möglich sein?

    Von wem??

    Wenn die Bundesrepublik Deutschland jährlich 200 Milliarden Euro an Subventionen und Beihilfen verteilen kann, dann haben diese Herrschaften, die angeblich hohe Steuern bezahlen überhaupt nichts bezahlt.

    Ihre Betrachtungsweise und die vieler anderer ist sehr einseitig. Man muss doch auch mal die gestiegenen Lasten betrachten. Über 6 Millionen Menschen leben von Staatlichen Hilfen, die Zinsen sind, obwohl auf niedrigstem Niveau immer noch einer der größten Posten im Haushalt.
    Die Wirtschaftsförderung auf einem nie dagewesenen Level.

    Was bleibt denn von unseren Rekordsteuereinnahmen noch übrig, wenn wir dies berücksichtigen?? Im Verhältnis gesehen ist das doch nichts.

    Und wenn man noch einen Schritt weiter denkt, wessen Einnahmen sind denn diese ganzen Ausgaben??

    Tja, würden wir diese ganzen Ausgaben nicht machen, wären wohl die Einnahmen dieser Leute gerade mal bei der Hälfte oder noch weniger. Das heißt, das sie letzen Endes durch dieses System sogar noch mehr erhalten als sie selbst "ohne" Steuern erwirtschaften könnten.

    Nicht ohne Grund ist unser Steuersystem so komplex.

    • ach_ne
    • 11. Juni 2013 7:19 Uhr

    dass Steuergelder sinnvoll verwendet werden. Aber ist das ein Argument gegen höhere Steuern? Nein.

    Die Steuereinnahmen sind auf einem Rekordniveau. Haben wir trotzdem weiter Schulden gemacht? Ja. Können wir davon ausgehen, dass die Steuereinnahmen nicht wieder sinken? Nein.

    Wer jetzt keine Steuererhöhung fordert macht den gleichen Fehler, der schon immer gemacht wurde: Zyklisch handeln. Es ist Geld da, also Steurn runter. gehts der Wirtschaft mies und Investitionsprogramme werden gebraucht, dann ist kein Geld mehr da und jede Steuererhöhung schmerzt doppelt.

    Gut, dass wenigstens die Grünen versuchen diesen Standardfehler nicht zu machen. Leider haben viele Menschen das nicht verstanden. Vorausschauendes Denken ist eben nicht jedem in die Wiege gelegt.

    • Fdgo1
    • 10. Juni 2013 17:48 Uhr

    Spitzensteuersatz lesen wir ständig. Tatsächlich geht es aber gerade nicht um den Steuersatz ab rund 250.000 Jahresbrutto, sondern um den "Spitzensteuersatz" schon ab rund 52.000 EUR Jahressbrutto.

    Das hat seinen guten Grund. Wer Einkommensmillionär ist, hat es wirklich nicht nötig, sein Geld in Deutschland zu verdienen. Im Notfall fliegt der zwei bis drei Mal in der Woche ein und den Rest macht er eh anders.

    Die Gekniffenen sind die "mittleren" Einkommen bis rund 200.000 EUR Jahresbrutto. Für die wird der Flug nämlich zu teuer.

    Es ist eine unglaubliche Veralberung, Menschen mit 60.000 oder 80.000 EUR - normalen, guten Akademikergehältrn - Jahresbrutto als "reich" zu bezeichnen und diese zu melken.

    Wenn wir alle auf HartzIV-Niveau sind, sind wir gleich "arm" oder gleich "reich"?
    Seit Rot/Grün brechen die Einkommen weg, verstärkt im unteren Bereich. In der Relation sind dann mittlere Einkommen "gut", nur ärmer sind alle geworden.
    Das ist das Verlogene an der rotgrünen Argumentation zu Steuererhöhungen, die angeblich nur 10 % der "Reichen" treffen soll.
    Glauben Sie ernsthaft, dass nur 10 % der Einkommensbezieher aus einer Volltagsstelle (!) über 60.000 EUR Jahresbrutto haben?

    Warum musste Steinbrück wohl auf den Sparkassendirektor im Vergleich zum Kanzlergehalt "neidisch" sein?

    Zählen Sie mal durch wie viele Sparkassenfilialleiter Sie kennen, wie viele entsprechende Posten bei Versicherungen, Krankenkassen, Unternehmen usw.

    Nur 10 %? Lachhaft.

    7 Leserempfehlungen
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    laut Statistischem Bundesamt 2008 für das Jahr 2006:
    "Insgesamt verdienten im Jahr 2006 94,5 Prozent aller Erwerbspersonen weniger als 52.300 Euro."

    Also soooo viele wären davon nicht betroffen.

    ""mittleren" Einkommen bis rund 200.000 EUR Jahresbrutto" für was gilt das Hamburg Blankenese? Wobei dafür wären 200.000 auch schon wieder zu wenig.

    Es ist eine unglaubliche Veralberung, Menschen mit 60.000 oder 80.000 EUR - normalen, guten Akademikergehältrn - Jahresbrutto als "reich" zu bezeichnen und diese zu melken.

    Seit wann ist man reich, wenn man den Spitzensteuersatz zahlt? Ein progressives Steuersystem muss halt so ausgelegt sein, dass es in jeder Steuergruppe Steuerzahler findet. Hier geht es um statistische Durchschnittswerte. Da werden alle Steuerzahler durch 5 Gruppen geteilt und den Sätzen zugeordnet. Würde der Durchschnitt der obersten Gruppe bei 70.000 € liegen, würde erst da der Spitzensatz erhoben.

    Es wird nicht das komplette Einkommen dem Spitzensteuersatz unterworfen, sondern nur das ab der entsprechenden Schwelle. Ein Zahnarzt mit 120.000 Jahresbrutto zahlt also nicht 42% auf 120.000, sondern 42% auf (100.000 - 52.000 - Freibetrag - absetzungsfähige Kosten).

    Abgesehen davon verdienen auch die meisten gut ausgebildeten Akademiker nur 40.000 bis 60.000 Jahresbrutto, Viele auch deutlich weniger, auch Ingenieure, ich kenne Einige (nicht wenige davon stellen sich sogar schlechter als gleichalte Facharbeiter). Das genannte mittlere Akademikereinkommen ist eher ein mittleres Zahnarzteinkommen.

    Die Theorie vom abnehmenden Grenznutzen ist übrigens keineswegs neu, sondern wurde nur lange vergessen.

    Nötig wären freilich deutlich höhere Grundfreibeträge. In Süddeutschland ist es inzwischen so, dass man durchaus als Einkommenssteuerzahler noch Wohngeld oder gar eine Sozialwohnung mit WBS-Schein bekommen kann - und zwar nicht nur in München oder Stuttgart. Das ist absurd!

    Beschweren Sie sich doch bei DeStatis, dass Ihr persoenllicher Eindruck nicht mit den offziellen und unabhaengigen Statistiken dieses Landes uebereinstimmt. Merken Sie eigentlich selbst nicht, was fuer ein Weltbild Sie haben, umgeben nur von Reichen und in der Schicht sind Sie offensichtlich der "arme" Kerl, der finanziell nicht mithalten kann und deshalb fuehlen Sie sich arm, obwohl das objektiv nicht haltbar ist. Wenn Sie mal ueber den Tellerrand Ihrer priviligierten Bezugsgruppe schauen, werden Sie festellen, dass es jede Menge Haushalte gibt, die weniger als 25000 EUR pa netto zu Verfuegung haben. Orientieren sich an denen, die stellen die Mehrheit. Uebrigens ich zaehle auch zu der Top Einkommensgruppe, treibe mich aber nicht Leuten meiner Einkommensklasse rum, da mir die zu oberflaechlich ist und zu laecherlich, da man offzielle Statistiken bezweifelt, so dass Diskussionen sinnfrei sind. Vielleicht liegt es daran, dass ich in dieser Welt schon zuviel Armut mit all seinen Konsequenzen gesehen habe. Unter Helmut Kohl ist auch kein Reicher verhungert.

  1. tja..die Zeit gilt nicht umsonst..naja..man könnte was ablassen..das ist hier dann gleich Polemik im Gegensatz zur FAZ, bei der auch mal klar Kante gezeigt werden darf..

    Es ist schon anmaßend, wie sehr die Zeit Parteilich Stellung auf Seite der GrünInnen bzw. der SPD nimmt..( das ist auch keine UNterstellung , sondern Beobachtung)
    Sie haben natürlich recht, dass Steuererhöhungen in dieser Zeit absolut dämlich sind, zumal sie ja nur für die Hypertrophie des öffentlichen Dienstes, genauer den überbordenden Beamtenpensionen benutzt werden sollen.
    Um Schulklos zu sanieren , wie die Propaganda es immer so moralisierend formuliert, reichten jetztige Gelder shcon aus, hätte nicht jeder A 14 Studienrat einen Pensionsbarwert von 1 Mio...

    Ah halt..ist das nun Vermögen?
    wer sind denn die Vermögenden nun wirklich? :)

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  2. 4. [...]

    Entfernt. Bitte tragen Sie sachlich zum Thema des Artikels bei. Die Redaktion/mak

  3. Praktisch jedes Jahr sind die Staatseinnahmen gestiegen und trotzdem bekommt der Staat seinen Haushalt nicht in den Griff. Wenn durch höhere Steuern der Druck zum ordentlichen Wirtschaften nachlässt, wird der Staat unser Geld einfach weiter sinnlos verbraten.

    Einerseits soll man möglichst fürs Alter sparen, andererseits greift der Staat hier Teile der Rendite wieder ab. Und zum Schluss wird bei den Rentenzahlungen noch einmal abgegriffen.

    Falls die Steuererhöhungsparteien - wider Erwarten - die Wahl im Herbst gewinnen sollten, werden sich viele ungläubig die Augen reiben und feststellen, dass Sie vor der Wahl zur Mittelschicht gehörten und nach der Wahl plötzlich als Reiche besteuert werden.

    Wer tatsächlich glaubt, die geplanten Steuererhöhungen würden nur Reiche betreffen ist IMHO ziemlich naiv.

    11 Leserempfehlungen
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    • lm.84
    • 11. Juni 2013 4:05 Uhr

    > Wenn durch höhere Steuern der Druck zum ordentlichen Wirtschaften
    > nachlässt, wird der Staat unser Geld einfach weiter sinnlos verbraten.

    "Der Staat" kann schonmal gar nichts dafür und ist nur so gut wie seine politische Führung. Wenn man will, dass der Staat effizienter arbeitet, muss man eben "alternativ" wählen - und das hieße noch weiter links von Rot/Grün.. Aber das will der Durchschnittswähler/-arbeiter natürlich nicht und geht weiter jammernd arbeiten für 'n Appl und 'n Ei. Tja, selbst schuld!

  4. also dem land indem es MIndestlohn und gleich bzw besserbezahlte Leiharbeit gibt,das Land was Ziel von Hunderttausenden Arbeitern aus dem Ostblock war gibt es einen Spitzensteuersatz von 52 Prozent ab 55 000 Euro jahreseinkommen,dh unten gibt es weniger Billigjobs und oben wird gleich kassiert,obwohl es noch nicht ganz oben ist.(das sozialsystem ist etwas anders,im ergebnis hat der Normalbürger unter 55 000 euro weniger abzüge und eine gute Grundrente).
    In Schweden hat wohl erst eine Liberalisierung zu sozialen Spannungen beigetragen,in Ländern mit hoher Steuerbelastung,wie Dänemark kennt man kaum Lohnspreizung,das heisst im Ergebnis:ein Akademiker verdient kaum mehr als ein Nicht-Akademiker--im Ergebnis führt das zu einer höheren Studierquote,weil man eben kein Risiko hat zu studieren und trotzdem schlecht zu verdienen.
    Zudem: In staaten wie Griechenland,Deutschland ,Frankreich sind Gutverdiener sehr überproportional beim Staat angestellt oder seinen Firmen bzw Institutionen,sie können also gar nicht weglaufen/sind nicht im internationalen Wettbewerb.
    Und wer in Griechenland überbezahlten Staatsdienern Autos,Yachten oder Häuser verkauft,ist wohl auch nicht wirklich die Privatwirtschaft in Person.

    Man darf hoffen,das das unsägliche Gejammer von deutschen Billiglöhnern oder südeuropäischen Arbeitslosen sowie sonstige demographische Effekte zu niedrigen Steuern beim Durchschnittsverdiener,Superreichen und Unternehmen und zum abkassieren beim Gutverdiener von nebenan führt.

    2 Leserempfehlungen
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    • TLP
    • 10. Juni 2013 21:30 Uhr

    ...in den niederlanden bezahlt man einkommenssteuer auf eine erbschaft. logisch, ist ja für den jenigen, der erbt, ein (arbeitsloses) einkommen. aber das scheint in deutschland eine unantastbare heilig kuh zu sein.

  5. ... wenn alle 100% Steuer zahlen würden, und alle die Geld brauchen, bekämen Hartz III. Damit wären die Reichen endlich arm, die Armen blieben weiterhin arm, Gleichheit, Freihet, Brüderlichkeit hätten gesiegt.

    Vorsicht: ernste Ironie!

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  6. ist auch so eine fast schon hetzerische Propaganda..
    Im sinne des dicken kapitalistischen Bonzen.

    Nichts könnte eigentlich ferner von der Wirklichkeit sein..zu schade, dass die Opposition den deutschen Neidlkomplex bedient...
    und die OECD..hat uns auch die Bachelorstudiengänge empfohlen..
    wann empfiehlt die eigentlich mal einfach Beamte zu entlassen oder nur noch hoheitliche Aufgabne zu verbeamten..
    das wäre doch mal gerecht

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