Die Arbeitslosigkeit in der Euro-Zone ist aufgrund der Finanzkrise im Mai weiter gestiegen. In den 17 Ländern des Währungsraums hatten 19,22 Millionen Männer und Frauen im Mai keinen Job. Das sind 67.000 mehr als im Vormonat und 1,34 Millionen mehr als ein Jahr zuvor und entspricht einer Arbeitslosenquote von 12,1 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat mitteilte.

Die Unterschiede innerhalb der Euro-Zone sind sehr groß. Österreich mit 4,7 Prozent, Deutschland mit 5,3 Prozent und Luxemburg mit 5,7 Prozent weisen die niedrigsten Werte auf, Spanien mit 26,9 und Griechenland mit 26,8 Prozent (im März) die höchsten. In Italien erreichte die Arbeitslosenquote mit 12,2 Prozent den höchsten Wert seit 36 Jahren. 

Die Jugendarbeitslosigkeit ging insgesamt leicht zurück. Etwa 3,53 Millionen Menschen bis 25 Jahre waren auf der Suche nach einem Job. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 23,8 Prozent – ein Anstieg von 0,8 Prozentpunkten binnen Jahresfrist, aber ein Rückgang von 0,1 Punkten zum Vormonat. Besonders viele Jugendliche sind in Spanien (56,5 Prozent) und Griechenland (59,2 Prozent) ohne Arbeit. 

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Eurostat revidierte zugleich Arbeitslosenzahlen vom Vormonat aufgrund neuer Erkenntnisse nach unten. Ursprünglich hatten die Statistiker für April eine Erwerbslosenrate von 12,2 Prozent angegeben – tatsächlich lag die Quote aber bei 12 Prozent. 

Viele Euro-Länder stecken immer noch in einer Rezession. Deshalb dürfte auch die Wirtschaft im gesamten Währungsraum nach Ansicht der EU-Kommission in diesem Jahr um 0,4 Prozent schrumpfen.