Die Anschaffung des Kampflugzeugs Eurofighter wird für das Verteidigungsministerium wesentlich teurer als erwartet. Das Ministerium bestätigte einen entsprechenden Bericht des Spiegel, wonach die vom Bundestag bewilligten 14,7 Milliarden Euro für das Projekt bis Jahresende fast vollständig aufgebraucht sein werden. Bis dahin wird die Bundeswehr jedoch lediglich 108 der 140 bestellten Jets erhalten haben.

Ursprünglich sollten sogar 180 Eurofighter für das vom Bundestag bewilligte Budget gekauft werden. Inzwischen sind nach Ministeriumsangaben 16,8 Milliarden Euro für die Anschaffung von 180 Jets vorgesehen. Nach Berechnungen des Spiegel dürfte auch diese Summe weit überschritten werden.

Die Preissteigerungen gingen unter anderem auf Qualitätsmängel zurück, die vom Hersteller EADS aber bestritten würden, schrieb der Spiegel. Im Laufe der jahrzehntelangen Entwicklung des Projekts gab es eine erhebliche Preissteigerung. Das gescheiterte Vorgängermodell des Eurofighters, Jäger 90, hatte dem Bericht zufolge pro Stück noch umgerechnet 33 Millionen Euro kosten sollen. Inzwischen ist der Stückpreis mit 93,5 Millionen Euro veranschlagt.