Göring-Eckardt vs. Hüther"Sie erzählen Geschichten!"

Der Ökonom Michael Hüther und die Politikerin Katrin Göring-Eckardt waren sich oft einig. Nun will die eine Ungleichheit bekämpfen, zum Ärger des anderen. Ein Gespräch von  und

Katrin Göring-Eckardt und Michael Hüther im Berliner Büro von ZEIT ONLINE

Katrin Göring-Eckardt und Michael Hüther im Berliner Büro von ZEIT ONLINE  |  © Nina Lüth für ZEITONLINE

ZEIT ONLINE: Herr Hüther, wie erklären Sie sich, dass in Umfragen drei Viertel der Bürger sagen, es gehe in Deutschland ungerecht zu?

Michael Hüther: Mit einer verzögerten Wahrnehmung. Die gesellschaftliche Debatte hinkt der tatsächlichen Entwicklung hinterher. 2003 hatte die Klage, dass es in Deutschland ungerecht zugeht, noch eine besondere Berechtigung: Damals stieg die Arbeitslosigkeit von Jahr zu Jahr, die Schere zwischen Arm und Reich öffnete sich, der Niedriglohnsektor war seit dem Ende der neunziger Jahre gewachsen. Seit 2005 aber, also seit immerhin acht Jahren, bewegen sich die meisten Indikatoren wieder in die andere Richtung. Die Einkommen sind wieder gleicher verteilt, auch die Zahl der von der Armut bedrohten Personen wächst nicht mehr.  

Anzeige

Katrin Göring-Eckardt: Falsch. Selbst die Bundesregierung schreibt in ihrem Armuts- und Reichtumsbericht, dass die Armutsgefährdung zwischen 2005 und 2011 gestiegen ist – auf mehr als 15 Prozent. Gerade erst hat sogar der Chef der Bundesagentur für Arbeit Frank-Jürgen Weise davor gewarnt, dass die Kluft zwischen den Einkommen wächst und die Chancen für Langzeitarbeitslose immer schlechter werden.  

Hüther: Mag sein. Die Ungleichheit wächst statistisch trotzdem nicht, sie geht zurück. Mir scheint, dass in der öffentlichen Debatte zwei Fragen dominieren: Einerseits gibt es eine Vielzahl von Krisen und die Frage, wer die Verantwortung dafür trägt. Andererseits sind die Agenda-Reformen der nuller Jahre gesellschaftlich noch nicht verdaut. Das schafft das Gefühl von wachsender Ungerechtigkeit. Fragt man die Leute hingegen konkret, wie es ihnen in den vergangenen Jahren ergangen ist, fallen die Antworten viel positiver aus. Die Arbeitszufriedenheit in Deutschland liegt zum Beispiel weit über dem EU-Durchschnitt.  

ZEIT ONLINE: Dennoch bleibt da ein Widerspruch: Deutschland geht es wirtschaftlich besser denn je, mehr Menschen haben Arbeit – doch das Gefühl der Ungerechtigkeit verschwindet nicht.

Katrin Göring-Eckardt

ist Spitzenkandidatin der Grünen für Bundestagswahl im September. Die 47-Jährige ist außerdem seit 2009 Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Göring-Eckardt: Ein Blick auf Statistiken ist zu oberflächlich: Über die Art der Arbeit, über unsichere Beschäftigungsverhältnisse, sagen die Statistiken zu wenig. Die Leute haben ein gutes Gespür dafür, was für Möglichkeiten es in diesem Land gibt und wo sie gebremst werden. Die Aufstiegschancen sind nur ein Beispiel. Noch immer hat ein Kind aus einem Akademikerhaushalt zehnmal bessere Chancen, zu studieren als ein Kind, dessen Eltern einen Hauptschulabschluss haben. Das ist ein großes Problem, das wir seit Jahren mit uns herumschleppen.

Michael Hüther

 war in den neunziger Jahren Generalsekretär des Rats der Wirtschaftsweisen. Hüther, 51 Jahre alt, ist heute Direktor des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln.

Hüther: Den Befund teile ich.  

Göring-Eckardt: Ich sehe aber auch die Lage am Arbeitsmarkt kritischer als Sie. Es stimmt, dass wir mehr Menschen in Arbeit gebracht haben. Gleichzeitig arbeitet aber noch immer rund ein Viertel der Beschäftigten im Niedriglohnsektor – das ist verdammt viel angesichts der guten wirtschaftlichen Entwicklung. Das empfinden die meisten Bürger genauso. Wir haben zwar mit den Agenda-Reformen den Arbeitsmarkt durchlässiger gemacht, aber wir haben es versäumt, die Menschen in ausreichend sichere und auskömmliche Beschäftigung zu bringen. Das wird als ungerecht empfunden, da müssen wir nachlegen.

ZEIT ONLINE: Sie waren beide lange Befürworter der Agenda-Politik. Wo unterscheiden Sie sich heute?

Hüther: Also ich bin bei meiner Position geblieben.

Göring-Eckardt: Das klingt so wie: Ich habe immer recht gehabt. Das fände ich gefährlich.

Hüther: Ich habe nie gesagt, dass die Agenda-Reformen ein Allheilmittel sind. Aber dass sie im Grundsatz notwendig waren, steht außer Frage. Mich stört es, wenn gegen die Fakten behauptet wird, alles habe sich seit den Hartz-Reformen auseinanderbewegt.

Göring-Eckardt: Das sage ich nicht. Aber es gab Fehler. Dass wir damals zum Beispiel bei der Zeitarbeit nicht gleiche Löhne, also equal pay, vereinbart haben, hat zu Fehlentwicklungen geführt. Auch beim Thema Mindestlohn denke ich heute anders. Ich hatte die Sorge, dass ein Mindestlohn in den strukturschwachen Regionen in Ostdeutschland Jobs vernichten würde, wenn die Osterweiterung kommt. Heute wissen wir, dass der Konkurrenzdruck gar nicht so groß war. Stattdessen kommt es immer wieder zu Wettbewerbsverzerrungen, weil Unternehmen mit Dumpinglöhnen andere Firmen ausstechen. Und der Staat zahlt Milliarden, um für die Beschäftigten dieser Unternehmen die Löhne aufzustocken. Als wir damals die Agenda-Reformen geplant haben, waren wir uns einig, dass wir keine amerikanischen Verhältnisse wollen. Mittlerweile haben viele auch hier einen Zwei- und Drittjob, weil einer nicht zum Leben reicht. Auch deshalb bin ich heute für einen gesetzlichen Mindestlohn.

Leserkommentare
  1. ...wenn Leute wie Frau Göring Eckardt in Wirtschaftsdingen an das Ruder kommen, das klingt polemisch, ich kann es aber beweisen:

    Vor drei Monaten wurde sie bei zeit online zitiert, sie sei für Abgaben und Steuern schon bei Verdiensten ab 100 Euro im Monat, vgl.

    http://www.zeit.de/wirtschaft/2013-03/gruene-minijobs-abgaben

    Nun hat aber der Gesetzgeber zu Recht und mit tatkräftiger Unterstützung des Bundesverfassungsgerichts alle Einnahmen eines Bürgers bis 8004 Euro, in Zunkunft sogar mehr; jährlich von der Besteuerung freigestellt, Grundfreibetrag nennt man so etwas.

    Wer also hier besteuern will, zwischen 100 und 667 Euro im Monat, hat wie Frau Göring Eckardt schlicht eine absolut verfassungswidrige Forderung aufgestellt, aber wenigstens muss man diesen Unsinn nicht oben nocheinmal nachlesen.

    11 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    jeder ,der die Grünen immer noch als hippe "Akademikerpartei" sieht (und 80 prozent aller Universitären wählt grün) und sie deswegen aus einem gewissen besserwisserischen Distinktionsbedürfniss wählt( , wie es hier bei manchen Foristen auch immer anklingt) ,sollte sich diese Artikel zu Gemüte führen.

    Eine Diskrepanz zwischne Schein und Sein, Selbst- und Fremdbild , ist nur bei den Grünen zu konstatieren.
    Es nimmt wirklich groteske Züge an, wenn die Kinder aus der oberen Mittelshcicht aus "moralischem Ablasshandel heraus" "denen da unten" vorgespielt helfen wollen , aber gleichzeitig in der Privatschule im Kiez gegen "SChichtfremde " abgeschirmt werden..

    Diese Ironie der Grünen kanna man am besten auch an so polemischen Fallbeispielen aufzeigen

    http://www.cicero.de/berliner-republik/warum-ich-die-gr%C3%BCnen-nicht-w...

    "Der Ekel vorm bildungsfernen Discountdeutschen"

    http://www.cicero.de/berliner-republik/autoritaer-etatistisch-regelungsv...

    "autoritär, etatistisch , regelungsverliebt"

    Das steht nämlich auch, dass die derzeitige Grenze bei 450 € liegt; also 5.400 € pro Jahr. Wenn Sie mit Ihrer Aussage also recht hätten, müsste das jetzige Verfahren bei den sogenannten Mini-Jobs auch verfassungswidrig sein. Ganz abgesehen davon bedeuteten Besteuerung ja nicht gleich, dass der Arbeitnehmer die Steuerlast tragen muss!

    • edgar
    • 02. Juli 2013 16:15 Uhr

    Auch dann mitzureden, wenn Sie nur einen Teil verstanden haben.

    Der Grundfreibetrag glit selbstverständlich immer, und dass es nicht explizit in dem von Ihnen genannten Sehrkurzartikel ausgesprochen wird, weil man davon ausgeht, dass jeder das versteht.

    Minijobs werden auch heute einfach pauschal versteuert und sind dann für die EkSt/Lohnsteuer nicht mehr relevant, egal was ansonsten noch anliegt.
    Auch 12*450 ist ja weit unterhalb des Grundfreibetrags.

    "Wenn der Arbeitgeber die Pauschalsteuer von 2 % gezahlt hat, wird das Arbeitsentgelt beim Arbeitnehmer steuerlich nicht mehr erfasst. Die Einkünfte aus dem Minijob unterliegen dann auch nicht dem Progressionsvorbehalt."

    aus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geringf%C3%BCgige_Besch%C3%A4ftigung

  2. tja. das reckt die Klientelpartei des öffentlichen Dienstes das Haupt und gibt sich völlig hip und "bürgernah".
    beruhigend, dass die Zeit das mit 2 Artikel an einem Tag prämiert.
    Die Fehlannahmen der GrünINNEN sind ja hinlänglich widerlegt.
    Bewertungsprobleme zwischen Privat - und Betriebsvermögen will ich dann schon einklagen- bitte auch vor dem Bverfg (mit Klagen kennen sich die regelungswütigen Grünen ja aus).
    Da jeder Beamter ab A 13 ein Millionenvermögen (Barwert seiner Pensionsansprüche ) hält ist es schon erstaunlich, wie hier Rechtssicherheit geschaffen werden soll. Ein Selbsständiger oder Privatmann gitl dann als "reich" und schröpfbar.
    Das wissen auch die Grünen und veschweigen es galant.

    Dabei sind die genannten Gründe für die Erhöhungen der Staatsfinanzierung natürlich nur moralisierendes Geschwätz: letzlich versickern die Einnahmen in den Beamtenbezügen, die eben heute schon zu hoch sind.
    Überalimentierung der EInen auf Kosten der "bösen Reichen" bedient nur eines : einen populistischen Neidreflex ,der leider zu tief in der deutschen Seele verankert ist.

    8 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dass die meisten Beamten nicht mit A13, sondern darunter besoldet sind?! Wenn überhaupt könnten die Grünen also eine Klientelpartei der höheren Beamten sein. Als Beamter des einfachen bis gehobenen Dienstes könnte man sich, wenn die Grünen alle ihre Pläne umsetzen würden, genau wie der überwiegende Teil der Bevölkerung wohl kaum noch Strom und Mobilität leisten.

    • edgar
    • 02. Juli 2013 16:21 Uhr

    ökonomisches Argument ...

    Das Neidargument können Sie sich im sonstwo hinstecken, da es überhaupt kein sachliches Argument ist, sondern lediglich etwas, das Sie Ihrem Gegenüber unterstellen (ohne es überhaupt überprüfen zu können).

    Das Neidargument bedeutet regelmäßig:
    Ich habe keine Lust mich mit Argumeneten für oder gegen Gerechtigkeit und Fairness zu befassen (davon gibt es mehr als genug), zeugt also lediglich von dem Unwillen/Unvermögen an einer offenen Diskussion teilzunehmen.

    • HeidiS
    • 02. Juli 2013 16:35 Uhr

    versickern ebenso in dem vergrößerten Parlament ... wirklich, Frau G.-E., sehr klug das Ganze, und so nachhaltig gedacht.

    Also entweder Sie haben einen wirklich staubtrockenen Humor oder Sie bemerken die Absurdität tatsächlich nicht: Erst wird sozialneidisch gegen Beamte stammtischpolemisiert, um dann Sozialneid anzuprangern. Wer findet den Fehler?
    Wenn Sie billige Beamte wollen, dann bekommen Sie dafür leider auch nur billige Qualität und was das bedeutet, kann man schon im europäischen Ausland eindrücklich studieren. Meinen Sie im Ernst man bekommt die Besten an die Schule, in die Justiz und die Verwaltung, wenn man denen 2000 brutto zahlt? Da überschätzen Sie den Idealismus des akademischen Nachwuchses aber gewaltig!

    • dacapo
    • 03. Juli 2013 0:41 Uhr

    Dieses Märchen des Neid der Armen gegen Reiche ist doch zu schön, deshalb wird es immer wieder erzählt. Es sollte doch hinlänglich bekannt sein, dass es Neid nur auf einer Stufe gibt. Ein Reicher Mensch, der nichts anderes als Geld im Kopf hat, empfindet Neid, wenn jemand in einem Club für Wohlhabende ein besseres Auto, ein spektakuläreres Hausschwimmbad hat als er/sie selber. Oder ähnliches. Vor allem, Neid ist dort umso mehr zu finden, wo mehr Wohlhabenheit herrscht. Also Neider, fasst Euch an Eure Nasen.

  3. "Ich wundere mich über die Rede von sprudelnden Steuereinnahmen."

    Ja, mit dem Geld hat es Frau Göring-Eckhart nicht so. Die Steuereinnahmen sind nicht nur absolut und inflationsbereinigt mit 620 Mrd Euro auf einem Spitzenwert, sondern auch die Pro-Kopf-Besteuerung des Bürgers hat einen historischen Höchstwert erreicht. Aber das reicht den Grünen nicht. Sie sägen an der Wirtschaftskraft dieses Landes.

    Hoffentlich ist den WählerInnen bewusst, dass rot-grün all diese Schröpfungsorgien auch in die Tat umsetzen könnten, da sie die nächsten 2 Jahre die Mehrheit im Bundesrat hätten.

    11 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    über die Kommentare zu diesem Interview...

    Während Herr Hüther einige Fragen gar nicht zu verstehen scheint (zum Thema prekäre Beschäftigungsverhältnisse sagt er immer nur "Aber die Arbeitslosenzahl sinkt" - schnallt er nicht, dass ein auf ein Jahr befristeter, mäßig entlohnter Job eine miserable Grundlage zum Aufbau einer Familie ist?), argumentiert Frau Göring-Eckhardt sachlich, gesteht eigene Fehler ein und macht eine 100-mal bessere Figur als ihr Gegenüber.

    Auch schön die Diskussion über aufgeschobene Infrastruktur- und Bildungsausgaben:

    Das mehr Schüler einen Abschluss erreicht haben wird die sanierungsbedürftigen Schulgebäude nicht am Einsturz hindern! Herr Hüther scheint den Kontakt zur Realität gänzlich verloren, sollte er denn je vorhanden gewesen sein.

    Trotzdem kommen fast nur platte Kommentare a la "Die Grünen werden euch ausrauben und Deutschland kaputt machen!" oder "Beamtenpartei, die ihre Kinder auf Privatschulen schickt!".

    Zunächst können wohl ausser den gehobendsten Beamten keine Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes Privatschulen für ihre Kinder bezahlen. Lehrer, Polizisten, Feuerwehrleute, Vollzugs- und Verwaltungsbeamte... wer beneidet diese Leute nicht um ihre Villen mit der Doppelgarage.

    Die Kritik an den Steuerplänen der Grünen kommt dann vermutlich von Leuten, die es nicht mal bis Seite 2 des Interviews geschafft haben, denn dort werden diese erläutert. Der Abbau von Subventionen kann gerade dem Mittelstand in puncto Wettbewerbsverzerrung nur entgegen kommen, weil die großen Konzerne hier massiv bevorteilt werden.

    Möglicherweise trauen einige Vorkommentatoren auch aufgrund der "guten" Erfahrungen mit Union und FDP ihr als Politikerin nicht zu, die Wahrheit zu sagen. Das spricht dann allerdings nicht gegen die Grünen, sondern gegen alle Parteien!

    Die Grünen sind in meinen Augen keine Beamtenpartei, sondern im Ansatz linksorientiert, aber mit einer starken Ausrichtung zum Bürgertum. Ich werde sie deshalb nicht wählen, denn wir brauchen nach den letzten traurigen acht Jahren eine wesentlich stärkere Linksorientierung.

    Aber wer sich nach Genuss dieses Interviews eher mit Herrn Hüther identifizieren kann, sollte das doch bitte auch klar sagen und Frau Göring-Eckhardt nicht mit flachen - und falschen oder völlig inhaltsleeren - Parolen gegen "die Grünen" angreifen. Mir wäre ein solches Outing allerdings ebenfalls unangenehm, denn Herr Hüther ist in seiner Aussagen derart realitätsfern/verzerrend, dass der betriebene Lobbyismus in Demagogie ausartet.

  4. jeder ,der die Grünen immer noch als hippe "Akademikerpartei" sieht (und 80 prozent aller Universitären wählt grün) und sie deswegen aus einem gewissen besserwisserischen Distinktionsbedürfniss wählt( , wie es hier bei manchen Foristen auch immer anklingt) ,sollte sich diese Artikel zu Gemüte führen.

    Eine Diskrepanz zwischne Schein und Sein, Selbst- und Fremdbild , ist nur bei den Grünen zu konstatieren.
    Es nimmt wirklich groteske Züge an, wenn die Kinder aus der oberen Mittelshcicht aus "moralischem Ablasshandel heraus" "denen da unten" vorgespielt helfen wollen , aber gleichzeitig in der Privatschule im Kiez gegen "SChichtfremde " abgeschirmt werden..

    Diese Ironie der Grünen kanna man am besten auch an so polemischen Fallbeispielen aufzeigen

    http://www.cicero.de/berliner-republik/warum-ich-die-gr%C3%BCnen-nicht-w...

    "Der Ekel vorm bildungsfernen Discountdeutschen"

    http://www.cicero.de/berliner-republik/autoritaer-etatistisch-regelungsv...

    "autoritär, etatistisch , regelungsverliebt"

    10 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Gott bewahre..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Diskrepanz zwischen Schein und Sein? Vergessen Sie mal nicht, mit wem Sie reden. Wir schaffen die bessere Welt. Ohne Ihr Schichtdenken und ohne Ihren latenten Rassismus gegen untere Schichten, der in jeder Zeile hervorquillt!

  5. Der Opportunismus von Frau Göring-Eckhart ist frappierend. Ich kann mich noch daran erinnern, mit welcher Patzigkeit sie seinerzeit auf einer Veranstaltung in Thüringen die massiven rot-grünen Rentenkürzungen und Hartz IV verteidigt hat; O-Ton: "mehr gibt's nicht!" Jetzt ist die Stimmung eine andere und man befindet sich in der Opposition, schon werden den Wählern Wohltaten versprochen. Die langfristigen Folgen für die Wirtschaft interessieren nicht. Das ist das Weltbild von Lisel Unschuld aus dem Kreisverband Reichenhall, Beruf: Grundschullehrerin.

    Ich rate der ZEIT, mal Herrn Kretzschmer zu den Steuerplänen seiner Partei auszufragen. Denn die Wirtschaft in BW wird besonders bluten. Auf das Rumgeeiere freue ich mich jetzt schon.

    10 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ,sondenr vielmehr die moralische Überhöhung des Kampfes gegen die "bösen Kapitalisten"..
    Für die Grünen ist das kein Problem, da man ja nicht in "der Wirtschaftt " arbeitet, sondern beim Staat..lustig ist immer , dass die GRünen natürlich nicht wahrhaben wollen, dass irgendjemand deren Pensionen ja auch bezahlen muss.
    wie gesagt..Die Ungleichbehandlung von Betriebs- und Privatvermögen ist sowieso verfassungswidrig (urteil steht lustigerweise nach der Wahl an)..auch P€€r müsste das wissen , da er , der Cheflobbyist, es damals mit Koch durchgedrückt hat ..und das finde ich persönlich doch sehr unfair..
    außerdem : sobald man was ausschließt, schafft man Umgehungsmöglichlkeiten..

    Alles in allem : Abreitsbeschaffungsmaßnahme für das grüne Klientel...da schließt sich der Kreis

    • anyweb
    • 02. Juli 2013 16:10 Uhr

    wer Herrn Hüther gestern bei Hart aber Fair erlebt hat weiß, dass er den deutschen Arbeitsmarkt völlig realitätsfern bewertet und einzig und allein ein Sprachrohr und Lobbyist der Arbeitgebergemeinschaft ist.

    11 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    dann hätten Sie mal Steinbrück in der oppositionsnahen Reportage nach hart aber fair sehen sollen..

    OTON..." herr fitschen und ich sind weder Banker noch Politiker geworden, um viel Geld zu verdienen , ; jetzt sind wir beide reich"..

    tja..das nenn ich Lobbyismus..nicht, dass Hüther die Dinge sagt, die zigtausenden Angestellten und NIcht-BEAMTEN unter den Nägeln brennen.
    Niemand will unter RotGrün seinen Job verlieren..

    ich kenne in meinem Bekanntenkreis (mitte 20) zig Fälle bei denen Jobs angeboten wurden unter dem Vorbehalt, dass RotGrün nicht die Wahl gewinnt.
    Sollte Rot oder Grün die Wahl gewinnen, wird die Europazentrale in Polen aufgebaut..

    so sieht die Wirklichkeit aus, Frau KGE

  6. Das steht nämlich auch, dass die derzeitige Grenze bei 450 € liegt; also 5.400 € pro Jahr. Wenn Sie mit Ihrer Aussage also recht hätten, müsste das jetzige Verfahren bei den sogenannten Mini-Jobs auch verfassungswidrig sein. Ganz abgesehen davon bedeuteten Besteuerung ja nicht gleich, dass der Arbeitnehmer die Steuerlast tragen muss!

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Gott bewahre..."
    • edgar
    • 02. Juli 2013 16:15 Uhr

    Auch dann mitzureden, wenn Sie nur einen Teil verstanden haben.

    Der Grundfreibetrag glit selbstverständlich immer, und dass es nicht explizit in dem von Ihnen genannten Sehrkurzartikel ausgesprochen wird, weil man davon ausgeht, dass jeder das versteht.

    Minijobs werden auch heute einfach pauschal versteuert und sind dann für die EkSt/Lohnsteuer nicht mehr relevant, egal was ansonsten noch anliegt.
    Auch 12*450 ist ja weit unterhalb des Grundfreibetrags.

    "Wenn der Arbeitgeber die Pauschalsteuer von 2 % gezahlt hat, wird das Arbeitsentgelt beim Arbeitnehmer steuerlich nicht mehr erfasst. Die Einkünfte aus dem Minijob unterliegen dann auch nicht dem Progressionsvorbehalt."

    aus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Geringf%C3%BCgige_Besch%C3%A4ftigung

    5 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Gott bewahre..."
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ...verschonen Sie uns mit Verlaub mit dem baren Unsinn aus wikipedia-Artikeln, lesen Sie lieber an der Quelle nach, bei der minijob-zentrale, dort steht:

    "Wählt der Arbeitgeber für einen Minijob nicht die pauschale Lohnsteuererhebung, so ist die Lohnsteuer vom Arbeitsentgelt nach Maßgabe der Lohnsteuermerkmale, die dem zuständigen Finanzamt vorliegen, zu erheben. Die Höhe des Lohnsteuerabzugs hängt von der Lohnsteuerklasse ab. Bei den Lohnsteuerklassen I (Alleinstehende), II (bestimmte Alleinerziehende mit Kind) oder III und IV (verheiratete Arbeitnehmer/innen) fällt für das Arbeitsentgelt bis 450 Euro keine Lohnsteuer an;"

    www. minijob-zentrale.de dort bei "steuerrecht"

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

Service