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Die Geschäfte in der Industrie und bei den Dienstleistern sind in der Euro-Zone im August so kräftig wie seit zwei Jahren nicht mehr gewachsen. Der Einkaufsmanagerindex für die gesamte Privatwirtschaft stieg um 1,2 auf 51,7 Punkte, teilte das Markt-Institut zu seiner Umfrage unter mehr als 4.000 Unternehmen mit. Das Barometer lag damit den zweiten Monat in Folge über der Marke von 50 Zählern – ab diesem Wert wird Wachstum signalisiert. Zuvor war es 17 Monate lang in Folge bergab gegangen.

Der Aufschwung der Euro-Zone habe im August spürbar an Dynamik gewonnen, sagte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. "Bislang sieht alles danach aus, als könnte das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal so gut ausfallen wie seit dem Frühling 2011 nicht mehr." Erst im vergangenen Quartal hatte die Euro-Zone durch ein Wachstum von 0,3 Prozent die längste Rezession ihrer Geschichte beendet.

Deutschland sei der Wachstumsmotor, sagte Williamson, weil die anziehende Binnen- und Exportnachfrage zum Aufschwung geführt habe. Auch in den krisengeplagten Peripheriestaaten mache sich der lang erwartete Aufschwung bemerkbar. Wirtschaftswachstum und Auftragseingang stiegen dort so stark wie seit Anfang 2011 nicht mehr. Dagegen stehe hinter Frankreich noch ein Fragezeichen, wo insbesondere der Dienstleistungssektor schwächele.

Bester Wert seit 26 Monaten

Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie stieg um einen Zähler auf 51,3 Punkte. Das ist der beste Wert seit 26 Monaten. Die Chancen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends sind gut, da die Aufträge so stark zulegten wie seit Mai 2011 nicht mehr.

Der Einkaufsmanagerindex für die Dienstleister stieg um 1,2 auf 51,0 Punkte und erreichte damit ein Zwei-Jahres-Hoch. Allerdings reichte das Wachstum in beiden Sektoren nicht aus, um neue Jobs zu schaffen. Krisenländer wie Griechenland und Spanien leiden unter einer Rekordarbeitslosigkeit, die einer nachhaltigen Konjunkturbelebung im Weg steht.

Die chinesische Industrie wächst hingegen wieder. Der Einkaufsmanagerindex der Großbank HSBC konnte den höchsten Stand seit vier Monaten verzeichnen. Die Industrie profitierte von einem deutlichen Anstieg der Neuaufträge. Das Auftragsplus verdanken die Unternehmen der besseren Binnennachfrage, während die Exportaufträge wegen der schwächelnden Weltkonjunkturschrumpften.