MigrationDer Mythos der Armutszuwanderung

Immer mehr Menschen aus Bulgarien und Rumänien wandern in Deutschland ein. Für Deutschland ist das kein Nachteil. Im Gegenteil: Wir profitieren davon. von Herbert Brücker

Immer mehr Menschen wandern von den armen osteuropäischen Ländern Rumänien und Bulgarien nach Deutschland aus. In der Öffentlichkeit wird dies oft als Problem und teilweise sogar als Gefahr gesehen.

Viele Menschen glauben, die Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien seien schwerer als andere Ausländergruppen in den Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft zu integrieren. Zudem würden die öffentlichen Finanzen durch den Bezug von Sozialleistungen belastet. Die Medien haben dieses Bild aufgegriffen und zahlreiche Beispiele für diese Form der Armutszuwanderung in einigen Großstädten gefunden.

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Tatsächlich gehören Bulgarien und Rumänien zu den ärmsten EU-Staaten: Nach Schätzungen von Eurostat beläuft sich das Pro-Kopf-Einkommen auf 39 Prozent des deutschen Niveaus. Zum Vergleich: Die Länder der ersten EU-Osterweiterung erreichen immerhin noch 58 Prozent.

Diese großen Einkommensunterschiede führen natürlich auch zu einer höheren Zuwanderung: Während rund fünf Prozent der Bevölkerung aus Polen und den anderen Ländern der ersten Osterweiterungsrunde in den alten EU-Mitgliedsstaaten leben, so sind es mehr als zehn Prozent aus Bulgarien und Rumänien. Davon leben mehr als zwei Millionen Menschen in Italien und Spanien. Seit sich die wirtschaftlichen Bedingungen dort stark verschlechtert haben, nimmt die Zuwanderung nach Deutschland zu.

Herbert Brücker
Herbert Brücker

ist einer der führenden Migrationsforscher in Deutschland. Brücker leitet den Forschungsbereich "Internationale Vergleiche und Europäische Integration" des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Dort erforscht er unter anderem, wie Migration auf den Arbeitsmarkt und den Sozialstaat wirkt.

Die Frage ist nun, ob diese Zuwanderung ein finanzielles und soziales Problem für Deutschland darstellt. Ein einfacher Blick in die Statistik reicht, um die Frage zu beantworten: Ende 2012 waren 9,6 Prozent der in Deutschland lebenden Bulgaren und Rumänen arbeitslos. Die Quote liegt damit nur leicht über dem gesamtdeutschen Schnitt (7,4 Prozent) und weit unter der Arbeitslosenquote für alle in Deutschland lebende Ausländer (16,4 Prozent). Ein ähnliches Bild ergibt sich, wenn man sich die Zahlen der Leistungsbezieher anschaut. So haben Ende des Jahres 9,3 Prozent der Bulgaren und Rumänen ganz oder teilweise Hartz IV oder andere Sozialleistungen erhalten. Für alle in Deutschland lebenden Ausländer liegt die Quote bei 16,4 Prozent und für ganz Deutschland bei 7,4 Prozent.

Gemessen an diesen Zahlen gehören die Bulgaren und Rumänen gegenwärtig zu den am besten integrierten Ausländergruppen in Deutschland, besser als etwa die Bevölkerung aus den südeuropäischen Ländern oder den Ländern der ersten Osterweiterungsrunde. Das kann sich natürlich ändern, die Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien ist noch sehr jung.

Aber warum ergibt sich eine solche Diskrepanz zwischen dem Bild, das in der Öffentlichkeit herrscht und der nationalen Statistik?  Ein Antwort darauf liegt womöglich in den regionalen Differenzen: Die Arbeitslosenquoten der Bulgaren und Rumänen reichen von 5,6 Prozent in Stuttgart und 6,7 Prozent in München bis zu knapp 27 Prozent in Duisburg und knapp 25 Prozent in Berlin. Der Anteil der Hartz-Empfänger unter den Bulgaren und Rumänen beläuft sich in den süddeutschen Kommunen Stuttgart und München auf 5,2 und 5,6 Prozent, in Berlin auf knapp 20 Prozent und in Köln auf 15 Prozent.

Hinzu kommen Leistungen, die von der offiziellen Statistik nicht oder noch nicht erfasst werden: Die Unterbringung von Wohnsitzlosen oder die Kosten von akuten Erkrankungen bei Personen ohne Krankenversicherung. Ein Teil dieser Personen ist in Deutschland gar nicht gemeldet. Insofern sind die Phänomene, die in den Medien und in der Öffentlichkeit diskutiert werden, Teil der Realität in Deutschland.

Es wäre jedoch falsch, daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass der Sozialstaat und die öffentlichen Finanzen durch die Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien insgesamt belastet werden. Das Gegenteil ist richtig.

Generell beziehen Ausländer und Personen mit Migrationshintergrund mehr staatliche Unterstützung. Aber der Staat spart Bildungsausgaben, vor allem aber profitiert die Rentenversicherung. Das liegt an der günstigen Altersstruktur der Zuwanderer. Sie zahlen in die umlagefinanzierte Rentenversicherung ein, der Anteil der Rentenbezieher ist aber verschwindend gering. Natürlich erwerben auch Migranten Rentenansprüche. Sie zahlen jedoch über ihr Leben gerechnet mehr ein als sie am Ende herausbekommen.

Der Beitrag zur Rentenversicherung ist erheblich und übersteigt die Ausgaben für Sozialleistungen deutlich. Die Bilanz fällt umso positiver aus, je besser die Zuwanderer qualifiziert sind und je besser sie in den Arbeitsmarkt integriert sind. Gegenwärtig dürften wir von der Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien erheblich profitieren, weil die Arbeitslosen- und Leistungsbezieherquote nur unwesentlich höher als im Bevölkerungsdurchschnitt ist.

Das heißt nicht, dass alle öffentlichen Körperschaften gleichermaßen gewinnen. Die Erträge und Lasten sind vielmehr ungleich verteilt. Die Kommunen gehören eher zu den Verlierern, da sie für die Grundsicherung aufkommen. Die Rentenversicherung gehört demgegenüber zu den Gewinnern.

Insgesamt gilt jedoch: Wir müssen das herrschende Bild, bei der Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien handele es sich überwiegend um eine Armutszuwanderung, korrigieren. Eine solche Korrektur ist auch deshalb notwendig, um die Bevölkerung aus diesen Ländern nicht ungerechtfertigt zu stigmatisieren. Damit werden die Integrationsprobleme nicht kleiner, sondern größer.

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Leserkommentare
    • kamau
    • 21. August 2013 15:38 Uhr
    1. 1+1=3

    Ich kann dem Autor leider nicht folgen. Seine Rechnungen wie bspw. "keine Bildungsausgaben des Staates" oder "steigende Beitragszahlungen zur Rentenkasse" decken sich meiner Meinung nach nicht mit der Realität Deutschlands. Mir ist nicht klar, welche Beiträge gestrandete Wohlstandsflüchtlinge als Beitragszahler zu leisten vermögen. Durch welche Daten lässt sich dies belegen? Klar ist die hohe Belastung der Kommunen und die Zahl der Verbrechen! Für mich basiert dieser Artikel auf Realitätsverlust und ist eine Milchmädchenrechnung. Weshalb? Was ist die Intention?

    87 Leserempfehlungen
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    Der Artikel arbeitet nicht deutlich heraus, dass es sich bei der Zunwanderung aus Rumänien und Bulgarien um verschiedene Gruppen handelt, die aus diesen Ländern nach Deutschland kommen.

    Der Mathematiker aus Rumänien der an der Uni und Englisch kann und auch Deutsch schnell erlernen kann, bzw. der Handwerken etc. ist eine andere Sache, als die Bevölkerungsgruppen aus ROM und BUL, die hier herkommen, weil man sie dort nicht haben will.

    Wenn dann eine Kommune die KV über § 264 SGB V am Hals hat, dann ist das schon ein gewaltiges Problem für die.

    Wenn dann die Steuerkraft der Kommune noch gerin ist, dann wird es eng.

    "Gender, Gerechtigkeit, Glima, Gleichheit"..

    das ist das Mantra der modernen Genreation G ,die sich derzeit in dne Redaktionsstuben einrichtet.
    Es handelt isch hierbei nicht um UNterstellung ,sondern die Feststellung von cicero.
    Eine politisch korrekte Form des Schreibens verdeckt die Sichta uf wahre Probleme ,was wirklich schade ist.
    Manche zeitungen ,zBsp Zeit oder spiegel haben sich regelrecht in diesen tugenderzieherischen Mainstream eingepasst.
    Ironischerweise scheint diese Entwicklung auch die innere Pressefreiheit,also die Freiheit des Journalsiten frei zu berichtne ,zu unterhöhlen..

    http://www.cicero.de/berl...

    • 29C3
    • 21. August 2013 16:11 Uhr

    Wie Ihnen schon ein anderer User schrieb, es gibt mehrere unterschiedliche Gruppen der Einwanderer aus ROM und BUL.

    In der hiesigen Landschaft werden aber überwiegend nur die sog. "Wohlstandseinwanderer" (was für eine perverse Bezeichnung), v.a. als Gefahr für unsere Sozialsysteme wahrgenommen. Dabei gibt es viele Handwerker und Ingenieure, teilweise Hochqualifizierte, die hier noch, gerade in kleineren Unternehmen jenseits des DGB-Zugriffs für viel weniger als ihre heimischen Kollegen eingestellt werden. Und dann ordentlich ihre Steuern und Sozialbeiträge abführen.

    Dass zig tausende aus dem unteren Qualifizierungsbereich tagtäglich unter schlimmsten Bedingungen in riesigen Schlachthöfen, auf den Baustellen, in Speditionen, über Vermittler in großen deutschen Unternehmen (Reinigungskräfte, Schweißer, Betonierer, Maurer) usw. regelrecht schuften, und darüber hinaus Hungerlöhne erhalten, von denen sie gar noch versuchen, die Familien zuhause zu ernähren, das interessiert HIER niemand, HIER sind sie alle nur schlimm und gefährlich, sofort ist das Wort Kriminalität im Munde, und der Schaum kommt...

    Denken Sie daran, wenn Sie morgen vorverpacktes Fleisch im Supermarkt für 3,99EUR/kg holen...

    Gleich der erste Kommentar lässt mich mal wieder an der Lesekompetenz weiter Bevölkerungsschichten zweifeln.

    Im Grunde bringt es die Überschrift des Kommentars gut auf den Punkt 1+1=3
    Das Problem ist nämlich, dass der Autor differenziert und eigentlich behauptet 1+1+1=3 Aber einige Zeitgenossen lesen die Einleitung („Immer mehr Menschen aus Bulgarien und Rumänien wandern in Deutschland ein. Für Deutschland ist das kein Nachteil. Im Gegenteil: Wir profitieren davon.“) und sind sofort dem Artikel gegenüber negativ eingestellt. Dann überlesen sie (absichtlich?) die Differenzierung oder um es anders auszudrücken die dritte 1 und wundern sich, dass am Ende in ihren Köpfen die Rechnung nicht aufzugehen scheint.

    @kamau

    Danke übrigens für ihren Kommentar, er hat mich gleich am Anfang davon abgehalten mir die Kommentare durchzulesen!

    Dass ein solcher Kommentar erscheint, ist - leider! - nicht verwunderlich. Dass er aber sage und schreibe 86 Zustimmer bekommt, kann nur noch fassungslos machen. Jeder 87 Menschen sind so einbetoniert in ihren Vorstellungen, dass sie die Realität nicht interessiert, sie WOLLEN NICHT Argumente zur Kenntnis nehmen, die nicht dem eigenen Bild entsprechen. So extrem, dass einem Zweifel am Verstand aufkommen können.

    "Seine Rechnungen wie bspw. "keine Bildungsausgaben des Staates" oder "steigende Beitragszahlungen zur Rentenkasse" decken sich meiner Meinung nach nicht mit der Realität Deutschlands."

    Nur zählt Ihre Meinung nicht - wenn die den Fakten zu wider laufen!

    "Mir ist nicht klar, welche Beiträge gestrandete Wohlstandsflüchtlinge als Beitragszahler zu leisten vermögen."

    Das steht im Artikel! IHR Bild von gestrandeten Wohlstandsflüchtlingen ist das: Menschen in verdreckten Behausungen stehen (saufend?) vorm Jobcenter um Stütze zu kassieren und wenn sie das nicht tun, betteln sie. Die Realität aber ist eine andere: Weniger als 10 % sind arbeitslos. Steht im Artikel. Wer arbeitet zahlt Beiträge.

    "Klar ist die hohe Belastung der Kommunen und die Zahl der Verbrechen!"
    Ist sie das? Der Artikel belegt, dass die kommunale Belastung eine regionale ist! Die Zahl der Verbrechen? Ihre Fantasie.

    "Für mich basiert dieser Artikel auf Realitätsverlust ... Weshalb? Was ist die Intention?"

    Diese Frage sollten Sie sich dringend selbst stellen! WAS IST IHRE INTENTION?

  1. "Wir profitieren davon."

    ... wir?

    69 Leserempfehlungen
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    • Hatikva
    • 21. August 2013 16:00 Uhr

    aber die Nachbarn von In den Peschen 3-5 in Duisburg dürften nicht gemeint sein. Sie würden diesen Artikel möglicherweise als Schlag ins Gesicht empfinden.

    http://www.derwesten.de/s...
    http://www.rp-online.de/n...

    ""Wir profitieren davon."

    ... wir?"

    Das kann ich Ihnen sehr genau sagen.
    Betrachten sie die Bevölkerungspyramide. Sie steht auf dem Kopf. 1/3 der Wähler bei der letzten Bundestagswahl war über 60 Jahre alt. Und es werden mehr sein.

    Sie werden sich daran gewöhnen müssen, dass "wir" die Senioren sind.
    So finden Sie die Antwort auch im Text:
    "Der Beitrag zur Rentenversicherung ist erheblich und übersteigt die Ausgaben für Sozialleistungen deutlich."

    "Wir" sind die, die gerade Rente bekommen, oder bald. "Wir" profitieren also.

    Ein anderes Beispiel:
    "Wir" (die Senioren) interessieren uns nicht für den NSA Skandal, "wir" schreiben ja keine Emails. Für "uns" ist das Internet Neuland.
    Daraus wird: "Die Deutschen" interessieren sich nicht für den NSA Skandal.

    Man wird sich daran gewöhnen müssen.

    "Natürlich erwerben auch Migranten Rentenansprüche. Sie zahlen jedoch über ihr Leben gerechnet mehr ein als sie am Ende herausbekommen."

    Klar doch. Außer sie melden sich mit 50 zur Frührente, wie so manch anderer unserer zugewanderten Hoffnungsträger.

  2. Ja klar, ist gut für Deutschlands Sozialsysteme.
    Und gut für Unternehmen die Menschen ausnützen haben doch schon die Woche gesehen, schade nur das die Aufklärung immer so spät kommt.
    War es denn nicht schon Letztes Jahr ein Thema..

    Nee weil jetzt die Presse sagt es ist keine Armutszuwanderung, soll man das glauben. Die Krisenprobleme in den Staaten ist ja nur so alternativelos.
    Die gewünschte Fachkräftezuwanderung was die CDU,CSU,FDP.SPD,Grüne gewollt hat ist halt nicht gekommen.

    Schade nur um die Fachkräfte in Deutschland die auswandern damit sie eine Arbeit finden, "last but not least" Jährlich grüßt das Murmeltier.

    58 Leserempfehlungen
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    aber, wenn der Bulgare oder Rumäne den selben Job für zwei Drittel des Lohns macht.
    Oder nicht?

    Naja ob es der arbeitenden Bevölkerung hilft ist eher fraglich, aber der Wirtschaft...

    Der Autor schreibt eben nicht, dass "wir profitieren"!
    Er schreibt "Gegenwärtig dürften wir [...] erheblich profitieren". Das Wort "dürften" bedeutet, er vermutet es und hat auch eine Theorie warum es so sein könnte. Diese Theorie ist der Inhalt des Artikels. Offensichtlich kann er seine Theorie nicht beweisen sonst hätte er es ja getan.
    Das heißt nicht zwingend, dass der Autor mit seiner Theorie falsch liegt, aber richtig liegt er mit so einem Artikel eben nicht!

  3. 4. [...]

    Entfernt. Bitte beteiligen Sie sich nur, wenn Sie einen konstruktiven Beitrag zur Diskussion leisten möchten. Danke, die Redaktion/jk

    14 Leserempfehlungen
  4. Der Artikel arbeitet nicht deutlich heraus, dass es sich bei der Zunwanderung aus Rumänien und Bulgarien um verschiedene Gruppen handelt, die aus diesen Ländern nach Deutschland kommen.

    Der Mathematiker aus Rumänien der an der Uni und Englisch kann und auch Deutsch schnell erlernen kann, bzw. der Handwerken etc. ist eine andere Sache, als die Bevölkerungsgruppen aus ROM und BUL, die hier herkommen, weil man sie dort nicht haben will.

    Wenn dann eine Kommune die KV über § 264 SGB V am Hals hat, dann ist das schon ein gewaltiges Problem für die.

    Wenn dann die Steuerkraft der Kommune noch gerin ist, dann wird es eng.

    51 Leserempfehlungen
    Antwort auf "1+1=3"
  5. 6. [...]

    Entfernt. Bitte verzichten Sie auf polemische Behauptungen und Spekulationen. Danke, die Redaktion/jk

    20 Leserempfehlungen
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    ... werden eines Tages Ihre Rente mitbezahlt haben, Ihnen das Essen auf den Tisch bringen und Sie medizinisch versorgen - nicht ausschließlich, aber auch... haben Sie schon mal was von der Veränderung der demographischen Struktur hier in Deutschland gehört? Die bestehende Gesellschaft zerstört sich selbst, wenn wir unter derzeitigen Bedingungen keine Leute nach Deutschland lassen...
    Wenn Sie nicht wollen, dass wir mehr Einwanderer hier reinlassen, dann stehen genau zwei Aufgaben vor Ihnen: 1. Dafür zu sorgen, dass die Leute hier mehr Kinder bekommen, 2. Den Staaten, denen es nicht so gut geht wie uns, dabei unter die Arme zu greifen, dass sich das möglichst schnell wieder ändert. Und ich will nichts hören von wegen "Was geht mich das an?" - und da muss ich noch nicht mal die "Moralkeule" auspacken, denn wenn die, die es können, nicht bald dafür sorgen, dass es denen, die es nicht aus eigener Kraft können, bald gut geht, haben wir schon rein realpolitische Schwierigkeiten, die sich mit noch so vielen Zäunen und Grenzpolizisten, die die Leute von ihren Booten schießen, nicht mehr lösen lassen werden...

    Der Kommentar, auf den Sie kritisch Bezug nehmen, wurde mittlerweile entfernt. Danke, die Redaktion/jk

    Entfernt. Bitte formulieren Sie Ihre Kritik sachlich und diskutieren Sie zum konkreten Artikelthema. Danke. Die Redaktion/kvk

    Wenn Sie keine Einwanderer wollen ist das Ihre Sache. Ich befürworte sie hingegen - und nun? Die Leute aus Bulgarien und Rumänien die ich hier kennen gelernt habe, gehören zu den offenherzigsten, freundlichsten und auch engagiertesten Menschen, die mir je begegnet sind. Davon können wir uns eine ganze Scheibe abschneiden.

    Was Ihren Kulturkampf angeht: Unsere Gesellschaft ändert sich, so wie sie sich in den letzten 2000 Jahren ständig verändert hat. Zerstört werden kann sie nicht. Sie können bei den Veränderungen mit vorangehen und das Beste daraus machen, oder sie stellen sich halt dagegen. Ihre Entscheidung, aber dass Sie dabei mit der Realität schritthalten können, bezweifle ich.

    ""Sprechen Sie für sich, nicht für andere
    Wenn Sie keine Einwanderer wollen ist das Ihre Sache. Ich befürworte sie hingegen - und nun?""

    Dann schlage ich doch vor, dass wir eine Volksabstimmung darüber machen, ob Deutschland weiterhin Abermillionen von Zuwanderern bei sich aufnehmen und die eigene Kultur verleugnen soll. Was da wohl rauskommen würde?

  6. Glauben Sie wirklich was Sie da schreiben? Waren Sie schon einmal in Duisburg? Sie wissen schon wie das funktioniert mit Thema "Gewerbe anmelden"?

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    (Einwanderung kulturell kompatibler und einigermaßen (aus-)gebildeter Europäer) um uns dann zu erklären, dass es ja insgesamt mit der Einwanderung keine Probleme gibt.
    Das ist ungefähr so sinnhaft wie ein Versuch am Beispiel der Asiaten zu belegen, dass Einwandererkinder zumeist keine Schulprobleme haben und zu fragen, warum man Einwandererkinder also überhaupt speziell fördern sollte?

    fragen Sie den Autor.

    Falls nicht, kann er sich vielleicht ein Bild mithilfe seiner Kollegen und Kolleginnen von der ARD ein Bild machen:

    http://www.youtube.com/wa...

    Wie auch mithilfe dieses Berichts von SPIEGEL TV:
    http://www.spiegel.tv/fil...

    • Chiri
    • 21. August 2013 15:48 Uhr

    Sehr geehrter Herr Brückner, man bessert die Situation nicht, indem man die Augen verschließt und Tatsachen leugnet.

    63 Leserempfehlungen
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    Warum tun Sie es dann?

    Wenn man sich solche Kommentarreihen durchliest, aber dann die Beschwerden von Ihresgleichen über Formulierungen wie "Rassismus der Mitte", dann weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll.

    Aber dem Deutschen ist ja bekanntlich nichts so lieb, wie seine Ressentiments. Da kann die Realität noch so weit entfernt sein.

    "Wir hatten ja nix!" ... außer dem mit Poliboy blankpolierten Brett vor'm Kopf.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Ausländer | Bulgarien | Hartz IV | Rumänien | Altersstruktur | Arbeitslosenquote
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