Der Bund hat seinen Geldgebern einen Zinssatz von 2,06 Prozent geboten, um zehnjährige Bundesanleihen aufzunehmen. Das zeigen Zahlen der Deutschen Finanzagentur. Der Zins ist damit so hoch wie zuletzt im Oktober 2011.

Durch den Verkauf der Wertpapiere fließen etwa vier Milliarden Euro in die Staatskasse. Die Nachfrage am Markt hätte für ein Volumen von mehr als 5,2 Milliarden Euro ausgereicht. Mitte August dieses Jahres hatte der Bund bei der letzten vergleichbaren Auktion noch lediglich 1,80 Prozent geboten. Bundesanleihen sind eine Alternative zu Bankkrediten, um das Haushaltsdefizit zu finanzieren.

Als Grund für den steigenden Zinssatz gilt die Entspannung der europäischen Schuldenkrise, wegen der weniger Anleger ihr Geld in sicherere Papiere investieren. Außerdem deutet sich eine Wende der Geldpolitik der USA an. Die Liquiditätsschwemme der US-Notenbank Fed hatte in den vergangenen Jahren weltweit die Renditen gedrückt.