Immer mehr Rentner in Deutschland sind bedürftig, wie Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen. Ende 2012 zählten knapp 465.000 Menschen über 65 Jahren zu den Empfängern der staatlichen Grundsicherung. Das waren 6,6 Prozent mehr als im Vorjahr.

"Auf die Grundsicherung im Alter sind insbesondere westdeutsche Frauen angewiesen", berichtete das Statistische Bundesamt. Ebenso stark stieg die Zahl der kranken Menschen, die wegen dauerhafter Erwerbsminderung Sozialhilfe bekamen. Waren es Ende 2011 noch rund 408.000 Menschen, registrierten die Statistiker ein Jahr später etwa 435.000 Betroffene. Insgesamt empfingen etwa 900.000 Menschen Grundsicherung.

In Westdeutschland waren drei Prozent aller Einwohner im Alter auf staatliche Hilfe angewiesen, in den neuen Ländern einschließlich Berlin waren es nur zwei Prozent dieser Altersgruppe. Im gesamten Bundesgebiet empfingen 2,7 Prozent der über 65-Jährigen die Grundsicherung.

Dabei ist die Zahl der Frauen höher als die der Männer: In Westdeutschland empfingen 3,3 Prozent der Frauen im Rentenalter die Grundsicherung und 2,5 Prozent der Männer. In Ostdeutschland und Berlin waren es 2,1 Prozent der Frauen und 1,8 Prozent der Männer.

Mit 6,2 Prozent leben die meisten Hilfeempfänger in Hamburg. Danach folgen Bremen mit 5,5 Prozent und Berlin mit 5,3 Prozent. Am seltensten waren Rentner in Sachsen und Thüringen auf die Grundsicherung angewiesen. Hier lag die Quote bei einem Prozent.