Aus Solidarität mit den Opfern des Supertaifuns Haiyan auf den Philippinen haben sich etwa 30 Teilnehmer der UN-Klimakonferenz einer Fastenaktion angeschlossen. Die Aktivisten aus Sri Lanka, der Ukraine, Indien, den USA und anderen Staaten folgten damit dem Beispiel des philippinischen Chefunterhändlers Naderev Saño. Er hatte zu Beginn der zwölftägigen Konferenz am Montag angekündigt, nichts zu essen, solange keine Ergebnisse in Sicht seien.

"Es ist Essenszeit, aber wir essen nicht", war auf Schildern in einem der Bistros der Warschauer Konferenz zu lesen. "Wir stehen zu Euch, wir stehen zu den Philippinen", hieß es auf anderen. Die fastenden Aktivisten trugen große rote Punkte als Erkennungszeichen an ihrer Kleidung. Die Aktivistin Anjali Appadurai aus Sri Lanka sagte, sie wolle "nur Wasser trinken – bis zum Ende des Gipfels oder bis es wirklich Fortschritte gibt".

Die 19. UN-Klimakonferenz hatte am Montag begonnen. An dem Treffen nehmen Vertreter aus mehr als 190 Ländern teil. Wesentliche Durchbrüche werden nicht erwartet. Es sollen aber weitere Fragen auf dem Weg zu einem verbindlichen globalen Klimaschutzabkommen geklärt werden, das bis Ende 2015 ausgehandelt werden und im Jahr 2020 in Kraft treten soll.

Philippinen korrigieren Opferzahl nach unten

Am Wochenende waren auf den Philippinen durch den Supertaifun Haiyan Tausende Menschen getötet worden. Präsident Benigno Aquino sagte nun, die Zahl der Toten liege derzeit bei 2.000. Zwar sei noch mit weiteren Taifun-Opfern zu rechnen. Die ursprünglich genannte Schätzung von 10.000 Toten sei aber zu hoch gewesen.

Klimaforscher sehen einen Zusammenhang zwischen der Erderwärmung und der Zunahme extremer Wetterphänomene. Die Weltgemeinschaft will die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzen. Bisherige Zusagen reichen dazu nicht aus.