Die EU-Kommission setzt die Freihandelsgespräche mit den USA teilweise aus. Zuerst solle es zu den umstrittenen Klauseln für den Investitionsschutz von Unternehmen über drei Monate hinweg eine öffentliche Befragung geben, sagte EU-Handelskommissar Karel De Gucht. So soll ein "transparenteres und objektiveres" System entstehen, juristische Hintertürchen sollen geschlossen werden. Die Verhandlungen in den anderen Bereichen sollen weiterlaufen.

Die EU und die USA sprechen seit sechs Monaten über die Schaffung der größten Freihandelszone der Welt. Gegen das Abkommen gibt es Proteste von Umweltgruppen und Nichtregierungsorganisationen. Die Klauseln für den Investitionsschutz werden kritisiert, weil sie es Unternehmen erlauben, Staaten unter bestimmten Bedingungen vor nicht-öffentlichen Schiedsgerichten zu verklagen.

De Gucht kündigte an, Anfang März einen Text zur EU-Position zu dem Investitionsteil der Verhandlungen zu veröffentlichen. Dann könnten Interessierte Kommentare abgeben.

Die Verzögerung werde die Verhandlungen insgesamt aber nicht zum Scheitern bringen, sagte de Gucht. Angestrebt werde ein Ergebnis bis zum Jahresende.