Deutschland debattiert seit Wochen über die sogenannte Armutsmigration aus Rumänien und Bulgarien. Dabei wird übersehen, dass die meisten Zuwanderer aus diesen Ländern gut qualifiziert sind – sie sind Ingenieure, Mathematiker und Ärzte. Die Infografik, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat, zeigt, was das für den Arbeitsmarkt für Ärzte in Deutschland bedeutet: Rund 2.700 Ärzte rumänischer Herkunft waren im Jahr 2012 in Deutschland tätig – aus keinem anderen Land kamen mehr. 

Ebenfalls interessant: Auf Platz zwei rangiert ausgerechnet Griechenland, das Land, das seit dem Jahr 2010 vom Rest Europas mit Finanzmitteln unterstützt werden muss. Die Daten sind ein weiteres Beispiel für den stillen Transfer von Fachkräften. Sie wandern vom Süden und Osten der Währungsunion in den Norden  – und stützen dort die Sozialsysteme.