Seit Wochen wird über Einwanderung nach Deutschland diskutiert – ausgelöst von der zum 1. Januar gefallenen Beschränkung für Rumänen und Bulgaren, sich in einem anderen Land der Europäischen Union niederzulassen. Wie Daten des Statistischen Bundesamtes zeigen, kamen 2012 aus Rumänien und Bulgarien auch die meisten Einwanderer. Nur aus einem anderen EU-Staat zogen mehr Menschen hierher: aus Polen. Mehr als jeder vierte kam aus Deutschlands östlichem Nachbarland.

Unsere Grafik, die das Statistikportal Statista erstellt hat, zeigt auch: Es sind vor allem Männer, die nach Deutschland kommen. Von den 690.937 Menschen, die 2012 aus EU-Ländern einwanderten, waren 431.879 Männer. Das sind mehr als 62 Prozent. Besonders hoch war der Männeranteil unter Ungarn (70 Prozent) und Slowenen (80 Prozent). Mehr Frauen als Männer zogen 2012 nur aus Finnland und Estland hierher. Die Migranten aus diesen Ländern machen aber nur eine sehr kleine Gruppe unter allen EU-Einwanderern aus.