Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Gespräch mit der Luxemburgischen Finanzminister in Brüssel © dpa

Ungeachtet der milliardenschweren Vorhaben der großen Koalition wird es nach den Worten von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble ab 2015 keinen Euro Neuverschuldung mehr geben. "Das ist ein ehrgeiziges Ziel. Aber so steht es im Koalitionsvertrag. Und der gilt", sagte Schäuble der Bild am Sonntag.

Der Finanzminister ist optimistisch, dass er auch 2014 wie in den Jahren zuvor mit weniger Schulden auskommen wird als geplant: "Ich werde wie bisher nach den Prinzipien eines vorsichtigen Kaufmanns wirtschaften. Dass es geht, haben wir in den letzten vier Jahren bewiesen. Wenn es keine dramatische Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung gibt, bin ich zuversichtlich, dass es uns auch in diesem Jahr gelingt, mit weniger als geplant auszukommen."

Trotz der allgemein schwachen Konjunktur blieb der Haushalt in Deutschland bereits 2013 nahezu ausgeglichen. Das Defizit lag bei 0,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben zusammen 1,7 Milliarden Euro mehr aus, als sie einnahmen. Die im Maastricht-Vertrag festgelegte Höchstgrenze für die Neuverschuldung von drei Prozent wurde das dritte Jahr in Folge unterschritten. 2012 hatte es einen Überschuss von 0,1 Prozent gegeben – den ersten seit 2007.