Die Europäische Zentralbank (EZB) hat einen neuen 10-Euro-Schein vorgestellt. Der überarbeitete Geldschein soll die Gemeinschaftswährung noch sicherer gegen Geldfälscher machen. Da sein Design dem der bisherigen 10-Euro-Note ähnelt, sei der Wiedererkennungswert hoch, sagte EZB-Direktor Yves Mersch. Der neue Zehner wird am 23. September in Umlauf gebracht. Ein neuer 20-Euro-Schein soll 2015 folgen. 

"Die Euro-Banknoten und -Münzen sind ein greifbares Symbol unserer Entschlossenheit, die Europäische Union in all ihrer Vielfalt zu unterstützen", sagte Mersch. Ziel der neuen Europa-Serie ist vor allem, Geldfälschern einen Schritt voraus zu bleiben. Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele sagte: "Mit dem neuen 10-Euro-Schein wird es für die Bevölkerung leichter, die Echtheit der Noten zu überprüfen. Für die Fälscher wird es hingegen schwieriger."

An den Sicherheitsmerkmalen der Europa-Serie haben Notenbankexperten seit Jahren gearbeitet. Das Wasserzeichen und das Hologrammband am Rand des Scheins zeigen nun die griechische Mythenfigur Europa. Der aufgedruckte Wert ändert seine Farbe von smaragdgrün in ein tiefes Blau, wenn man den Geldschein etwas neigt. An beiden Rändern auf der Vorderseite des Scheins ist eine Art Riffelung. Und: Die Farbe der künftigen Zehner ist kräftiger.

Der neue Schein ist wie der Fünfer, der seit Mai 2013 im Umlauf ist, etwas dicker und schwerer als sein Vorgänger, weil er mit einem Speziallack überzogen ist. Das soll die Banknote, die häufig den Besitzer wechselt, strapazierfähiger machen. Nach Angaben der EZB senkt dies die Kosten und schützt die Umwelt.

In den nächsten Jahren sollen nach und nach auch die übrigen Banknoten überarbeitet werden. Erhalten bleiben die Motive: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt. "Auch die neuen Euro-Noten zeigen die Einheit und die Vielfalt unseres Kontinents", hatte EZB-Präsident Mario Draghi gesagt.

Verbraucher müssen sich keine Sorgen machen, irgendwann auf ihren alten Scheinen sitzenzubleiben. "Die 'alten' Banknoten werden zwar nach und nach aus dem Verkehr gezogen, sie behalten aber weiter ihre Gültigkeit", teilte der Bankenverband mit.