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Die Ukraine ist in 27 Bezirke gegliedert: 24 sogenannte Oblaste, zwei Städte mit Sonderstatus (Kiew und Sewastopol) und die Autonome Republik Krim. Die westlichen und östlichen Regionen lassen sich schon ethnisch klar unterscheiden: Im Westen stellen die Ukrainer die Bevölkerungsmehrheit, Ukrainisch dominiert als Sprache. Im Osten hingegen wird vor allem Russisch gesprochen, dort leben mehr Russen. Auch bei den Pro-Kopf-Einkommen liegen West und Ost deutlich auseinander, wie unsere Infografik von Statista zeigt.

Die Region mit dem höchsten durchschnittlichen Einkommen ist demnach die Hauptstadt Kiew mit 5.618 Hrywnja. Das sind derzeit knapp 450 Euro. Der Kurs der ukrainischen Währung ist seit Beginn der Revolution allerdings stark eingebrochen. Im Moment ist ein Hrywnja rund acht Cent wert. Schlusslicht ist laut Statistischem Amt der Ukraine der westliche Oblast Ternopil: Dort verdient ein Bürger durchschnittlich nur 2.697 Hrywnja oder 216 Euro. Allgemein nimmt das Pro-Kopf-Einkommen immer weiter zu, je östlicher die Region liegt. Das könnte daran liegen, dass der Osten stärker industrialisiert ist.      

Die Einkommensunterschiede zeigen, wie groß die Spaltung des Landes jetzt schon ist. Viele westliche Staaten befürchten, dass die Ukraine im Zuge der Revolution ganz in einen West- und einen Ostteil zerfallen könnte. Russland hat bereits seine Kampfflieger in Bereitschaft versetzt, um die russischen Bürger auf der Halbinsel Krim zu schützen. "Es ist jetzt wichtig, dass vor allem ein Auseinanderbrechen der Ukraine verhindert wird und die besonnenen Kräfte im Land gestärkt werden", sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Auch US-Außenminister John Kerry warnte vor einem Auseinanderdriften der beiden Landesteile.