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Auch wenn die deutsche Energiewende nur zäh vorankommt und es allenorts knirscht: In der EU geht der Ausbau der erneuerbaren Energien voran. In mehr als einem Drittel der EU-Staaten (elf von 28) waren im Jahr 2012 Ökoenergien die wichtigsten Energieträger, darunter Länder wie Schweden und Österreich, wo naturgemäß Wasserkraft auf einen hohen Anteil hat. Dann folgt die Kohle (feste Brennstoffe), die in sechs Staaten die größte Bedeutung hat. Die EU-Staaten Spanien und Frankreich setzen weiterhin vor allem auf Kernkraft.

Die Grafik, die das Statistikportal Statista für ZEIT ONLINE erstellt hat, zeigt, auf welche Energiequelle ein Land am stärksten setzt. Sie bezieht sich auf die Primärenergieerzeugung; in die Rechnung fließen nicht nur Strom, sondern auch die Energie, die für Heizen und Verkehr gebraucht werden, mit ein. Um die verschiedenen Größen vergleichbar zu machen, hat Eurostat Rohöleinheiten als Vergleichsbasis genommen.

Auffällig ist die Bilanz für Deutschland: Das Land, das eine Vorreiterrolle beim Ausbau der regenerativen Energien spielen will, muss mit dem Makel leben, die Ansprüche an sich selbst nicht zu erfüllen: Braun- und Steinkohle sind die wichtigsten Energiequellen, danach folgen die Erneuerbaren und erst dann die Kernkraft.