Die USA haben wegen des anhaltenden Förderbooms aus Schiefergestein ein seit Jahrzehnten geltendes Öl-Exportverbot gelockert. Das Handelsministerium in Washington habe seit dem vergangenen Jahr jeweils zwei Lizenzen dafür erteilt, Öl nach Großbritannien und Italien zu exportieren, schreibt die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Dokumente aus dem Ministerium.

Es werde demnach auch geprüft, ob Öl-Exporte nach Deutschland genehmigt werden. Seit Januar 2013 seien insgesamt 120 Lizenzen erteilt worden, davon seien knapp 90 Prozent für Ausfuhren nach Kanada beantragt worden.

In den USA werden Öl und Gas mit der umstrittenen Fracking-Methode aus Schiefergesteinsschichten gefördert. Das hat dazu geführt, dass in dem Land die Energiekosten gesunken sind. Beim sogenannten Fracking werden die Rohstoffe mithilfe von Chemikalien aus dem Erdreich gelöst, dabei kann allerdings das Grundwasser mit Methan, Ethan und Propan verunreinigt werden.

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur IEA könnten die USA in diesem Jahr dank des Fracking-Booms Russland als weltweit größten Ölförderer ablösen.