Teilnehmer einer Pro-Marihuana-Kundgebung 2013 in Denver/Colorado. © Rick Wilking/Reuters

Seit dem 1. Januar dürfen im US-Staat Colorado Bürger über 21 Jahre legal Marihuana kaufen und konsumieren. Durch Drogengeschäfte mit Konsumenten hat der Staat allein im Januar rund zwei Millionen US-Dollar (1,4 Mio Euro) an Steuergeldern eingenommen. 

Wie die Steuerbehörde mitteilte, wurde in dem Zeitraum Cannabis für mehr als 14 Millionen Dollar (10,1 Mio Euro) an die Kunden gebracht. Inzwischen gibt es in Colorado rund 160 lizenzierte Geschäfte, in denen Marihuana verkauft werden darf. Der Staat kassiert dabei 12,9 Prozent Umsatzsteuer und 15 Prozent Gewerbesteuer.  

Die ersten 40 Millionen Dollar aus der Gewerbesteuer soll nun für den Bau und die Instandhaltung von Schulgebäuden verwendet werden. Das hatten die Bürger Colorados im vergangenen Jahr bestimmt. Colorados Wähler hatten 2012 für die Legalisierung der Marihuana-Industrie gestimmt. Cannabis-Aktivisten hatten zuvor jahrelang für die Freigabe gekämpft.

Colorado ist der erste US-Staat, der den Verkauf von Marihuana zu nicht medizinischen Zwecken freigegeben hat. Washington will im Laufe dieses Jahres nachziehen. 20 US-Staaten – darunter Colorado und Washington – erlauben bereits den Marihuanakonsum auf Verschreibung des Arztes – wobei die medizinischen Bedingungen unterschiedlich streng sind. Während viele Staaten Marihuana nur bei schweren Erkrankungen wie Krebs erlauben, kann es in Kalifornien schon für Rückenschmerzen verschrieben werden. Auf Bundesebene bleibt Cannabis in den USA jedoch illegal.