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Die Deutschen werden immer älter. Das ist vor allem für das umlagefinanzierte Rentensystem ein Problem: Immer mehr Menschen gehen in den Ruhestand, gleichzeitig sinkt jedoch die Zahl der Jungen, die für die aktuellen Renten aufkommen. Derzeit kommen in Deutschland laut der Industrieländerorganisation OECD auf einen Rentner 2,85 Menschen im Erwerbsfähigen-Alter (zwischen 20 und 64 Jahren). Damit verfügt die Bundesrepublik heute im internationalen Vergleich über einen sehr großen Rentner-Anteil, wie unsere Infografik vom Datenportal Statista zeigt.

Demnach ist das Verhältnis von jungen Menschen zu Rentnern nur in Japan noch geringer, dort liegt der Wert bei 2,19. Spitzenreiter, was die verhältnismäßige Ausstattung mit Personen im Erwerbsalter angeht, ist Indien. Dort stehen jedem Rentner beinahe elf Menschen zwischen 20 und 64 gegenüber.

Die Statistik unterscheidet dabei nicht, ob die Menschen, die im arbeitsfähigen Alter sind, auch tatsächlich einem Beruf nachgehen; sie stellt lediglich die verschiedenen Altersgruppen gegenüber. Der demografische Wandel ist auf der ganzen Welt sichtbar: Überall schrumpft die Zahl der potenziell Erwerbstätigen im Verhältnis zu den Rentnern. Am stärksten ist der Rückgang in den ärmeren Staaten, die heute noch über eine sehr junge Bevölkerung verfügen, wie beispielsweise China und Brasilien. In dem südamerikanischen Land wird das Verhältnis von heute 7,75 auf 2,52 im Jahre 2050 zurückgehen.

Auch in Deutschland werden die Rentner einen immer größeren Anteil an der Bevölkerung ausmachen – der Trend ist jedoch verhältnismäßig schwächer als in den Schwellenländern. Dennoch kommen im Jahr 2050 auf einen Rentner nur noch 1,54 Personen im erwerbsfähigen Alter. Die Schwelle von zwei jüngeren Menschen pro Rentner wird sogar schon im Jahr 2029 durchbrochen. Zu diesem Zeitpunkt werden vor allem viele sogenannter Babyboomer, die um 1960 geboren wurden, in den Ruhestand gehen.