Eine Frau mit ihrer Tochter auf einem Berliner Spielplatz © Adam Berry/Getty Images

Die Frauen in Deutschland sind im EU-Vergleich weiterhin weniger am Erwerbsleben beteiligt als in den meisten anderen Mitgliedstaaten. Dies berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf den neuen Fachkräftefortschrittsbericht des Bundesarbeitsministeriums. Festzumachen sei dies vor allem an der Wochenarbeitszeit von Frauen mit einem Teilzeitjob, der hierzulande im Durchschnitt 18,6 Stunden betrage – nur in Portugal ist dieser Wert noch niedriger.

Weiter heißt es, mehr als die Hälfte der nicht berufstätigen Mütter würde gern arbeiten, "wenn geeignete Kinderbetreuungsmöglichkeiten zur Verfügung stünden". Insgesamt hat demnach etwa jede fünfte Frau mit einem Teilzeitjob den Wunsch, ihre Arbeitszeit auszuweiten. Die Betreuungsangebote seien jedoch regional weiter sehr unterschiedlich. So gingen in Sachsen 80 Prozent der Schüler ganztags zur Schule, während es in Bayern gut 11 Prozent seien.

Positiv wird den Angaben zufolge vermerkt, dass sich in den Jahren 2005 bis 2012 die Zahl der weiblichen Erwerbstätigen, gerechnet in Vollzeitstellen, um 1,78 Millionen erhöht hat. Es besteht jedoch weiterhin "erhebliches Potenzial zur erhöhten Teilhabe von Frauen am Erwerbsleben". Besonders Frauen mit Migrationshintergrund könnten "bislang nicht in gleichem Maße vom Trend einer steigenden Erwerbsbeteiligung profitieren", hieß es.