Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im März leicht getrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank erstmals seit Oktober von 111,3 auf 110,7 Punkte, teilte das Ifo-Institut als Ergebnis seiner Umfrage bei 7.000 Managern mit. "Die Krise der Schwellenländer und die Ereignisse auf der Krim zeigen ihre Wirkung", sagte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Fachleute hatten mit einem Rückgang auf 110,9 Punkte gerechnet. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

Die Aussichten für die kommenden sechs Monate beurteilten die Führungskräfte laut dem Institut pessimistischer. Der entsprechende Index fiel um knapp zwei auf 106,4 Punkte. Das Barometer für die aktuelle Lage stieg um 0,8 Zähler auf 115,2 Punkte. Angesichts der Krim-Krise fürchtet die deutsche Wirtschaft immer mehr Sanktionen gegen Russland, die ihr Geschäft belasten könnten.

Der Ifo-Index hält sich bereits seit März 2010 über der Marke von 100 Punkten. Den letzten kleinen Rückgang hatte es im Herbst des vergangenen Jahres gegeben. Erst nach drei Veränderungen in eine Richtung sprechen Volkswirte von einer möglichen Trendwende.