In China hat der Immobilienmarkt an Schwung verloren. Der  Preisanstieg schwächte sich im März den dritten Monat in Folge ab auf die niedrigste Rate seit acht Monaten. In den 70 größten Städten verteuerten sich neue Häuser durchschnittlich um 7,7 Prozent. Das geht aus Daten der nationalen Statistikbehörde hervor. Im Februar hatten sich Immobilien demnach noch um 8,7 Prozent verteuert.

Analysten sprechen von einem Stabilisierungsprozess und sagen voraus, dass der Preisanstieg im Jahresverlauf nachlassen werde. "Der Immobilienmarkt kühlt sich derzeit moderat ab im Vergleich zu der aufgeheizten Situation in den vergangenen Jahren", sagte Chen Guoqiang, Analyst des Marktforschers China Real Estate Society. "Das ist wirklich sehr im Sinne einer gesunden Branchenentwicklung."

Erst im Januar war in einem Vorort von Shanghai ein knapp zehn Hektar großes Stück Bauland für Wohnungen für 1,2 Milliarden Euro verkauft worden. So viel war zuvor noch nie für Baugrund in der Stadt bezahlt worden.

Die chinesische Regierung versucht seit Jahren den Preisanstieg zu bremsen. Sie will verhindern, dass eine Immobilienblase entsteht. Zuletzt waren die Maßnahmen verschärft worden, um Spekulation zu vermeiden. Banken wurde es so erschwert, Häuser zu kaufen.

Ökonomen warnen aber davor, dass der Markt zu stark gedrosselt werde. Dies könnte die Konjunktur der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt weiter dämpfen. Im vergangenen Quartal wuchs die Wirtschaft um 7,4 Prozent, so langsam wie seit anderthalb Jahren nicht mehr. Dies lag unter dem Ziel der chinesischen Regierung, die für 2014 ein Wachstum von 7,5 Prozent anstrebt.